Der Pitta-Typ

Ein feuriges Naturell und das Lebensmotto »intensiv« sind die Hauptkennzeichen des Pitta-Typs. Insbesondere Menschen mit hellroten Haaren und rosiger Gesichtsfarbe haben viel Pitta in sich. Ehrgeiz, Zielstrebigkeit, aber auch eine Neigung zu heftigen Zornesausbrüchen sind weitere typische Pitta-Tendenzen. Feuer verleiht dieser Konstitution Intensität und Schubkraft; deshalb sind Pitta-Menschen wahre Kämpfer- und Führungsnaturen, die sich nur schwer unterordnen können. Sie schreiten mit zielstrebigem Gang durchs Leben, verfügen über einen scharfen, analytischen Verstand und gute Konzentrationsfähigkeit. Sie leben nach der Uhr und vermeiden es, Zeit zu verschwenden. Pitta-Menschen sind meist von mittlerer Statur, schlank und wohlproportioniert. Im allgemeinen haben sie keine Probleme mit ihrem Gewicht, denn sie können ohne weiteres ein paar Kilo zu-, aber dann auch wieder abnehmen. Ihr Stoffwechsel funktionert sehr gut, sie schwitzen viel, essen reichlich und verfügen über eine ausgezeichnete Verdauung. Ihre Vorliebe gilt Speisen mit süßem, bitterem und herbem Geschmack.
befindet sich das feurige Element im Gleichgewicht, ist ein Pitta-Mensch innerlich ruhig und zufrieden. Seinen Mitmenschen gegenüber verhält er sich warmherzig und liebevoll. Da ein Pitta-Typ für visuelle Eindrücke sehr empfänglich ist, umgibt er sich gerne mit schönen, ästhetischen Dingen.

Die Hauptmerkmale des Pitta-Typs

• mittlerer Körperbau
• Lebensmotto: intensiv
• normale bis empfindliche Haut
• Neigung zu roten Haaren, Sommersprossen und Muttermalen großer Hunger, gute Verdauungsfähigkeit
bevorzugt kaltes Essen und Getränke
• läßt Mahlzeiten nur ungern ausfallen Abneigung gegen heißes Wetter
• durchschnittliche Auffassungsgabe, durchschnittliches Gedächtnis
• handelt mit mittlerer Geschwindigkeit
• guter Redner, scharfer Intellekt
• schnell erregt oder gereizt

Wenn Pitta aus der Balance gerät

Zu Störungen im Gleichgewicht kann es beim Pitta-Menschen dann kommen, wenn sein Alltag von Streß, Hektik und Zeitdruck bestimmt ist: Zum Beispiel, wenn aus Zeitmangel eine Mahlzeit ausfallen muss, oder wenn der Pitta-Typ verstimmt ist, seinen Ärger und Mißmut nach außen hin aber zurückhalten muss. Ist das Gleichgewicht gestört, entlädt sich seine feurige Energie oft in aggressivem Verhallen, regelrechten Wutanfällen oder in Kritiksucht. In Stresssituationen kann er ungeduldig, reizbar und jähzornig sein. Eifersucht, Haß, Intoleranz und Vorurteile sind beispielsweise typische Reaktionen eines Pitta-Menschen, dessen Dosha aus der Balance geraten ist. Außerdem vertragen diese Konstitutionstypen weder lange Aufenthalte in Hitze und Sonne noch Speisen, die stark gesalzen, zu sauer oder zu scharf gewürzt sind.
Auf körperlicher Ebene manifestieren sich Pitta-Störungen in folgenden Symptomen: ein leicht gelblicher Teint, starkes Schwitzen, Hitzewallungen, beißender Körpergeruch, Schlafstörungen, mangelhafte Verdauung und schlechte Leberfunktion, Neigung zu Entzündungen, Ekzemen und Blutungen sowie Sodbrennen, Magen- und Darmgeschwüre, starke Hunger- und Durstgefühle, Hautkrankheiten.

Worauf Pitta-Menschen achten sollten

Im allgemeinen verfügt dieser Konstitutionstyp über eine gute gesundheitliche Verfassung. Dies hängt vor allem mit seiner guten Verdauung zusammen. Sie trägt dazu bei, gesundes Gewebe aufzubauen und die körpereigenen Abwehrkräfte zu stärken.
Trotzdem muss sich auch ein Pitta-Mensch darin üben, das rechte Maß an Aktivität und Erholung zu finden. Die feu¬rige Energie treibt ihn oft dazu, sich zu überfordern und die persönlichen Streßgrenzen zu überschreiten. Insgesamt sollten Pitta-Typen darauf achten, ein maßvolles, geregeltes Leben zu führen. Sie sollten alles vermeiden, was ihr inneres Feuer noch mehr entfacht, zum Beispiel scharf gewürzte Speisen oder Aufenthalte in großer Hitze.

Insektengifte als Allergieauslöser

 

Der Stich einer Biene oder Wespe ist zwar schmerzhaft und zieht eine Rötung und Schwellung der Haut nach sich, doch eine Gesundheitsgefahr geht vom Gift, das aus dem Stachel des Insekts ins Blut sickert, im Normalfall nicht aus. Das gilt jedoch nicht für Menschen, die allergisch gegen Insektengift sind. Die Symptome können bei den Betroffenen bis zum anaphylaktischen Schock reichen, bei dem sofortige medizinische Hilfe notwendig ist.

Welche Insekten

An einer Insektengiftallergie sind hierzulande am ehesten die Honigbiene und die Faltenwespen beteiligt. Die Hummel, die zu der Familie der Bienen gehört, und die Hornisse, die mit den Wespen verwandt ist, stechen zwar auch, lösen aber erheblich seltener allergische Reaktionen aus.

Was ist zu tun

• Ruhe bewahren

Bewegen Sie sich langsam und ruhig, wenn Bienen oder Wespen in der Nähe sind – selbst wenn sie auf Ihrem Körper sitzen.

• Futterplätze meiden

Wespen ernähren sich unter anderem von Speiseresten, überrei­fen Früchten und Fallobst. Bienen summen in der Nähe von Blü­ten. Darum sollten Sie zu Abfalleimern, Mülltonnen und Blüten Distanz wahren. Auch ein Picknick im Freien kann riskant sein.

• Im Freien nur aus Gläsern trinken

Bienen oder Wespen können unbemerkt in eine offene Dose oder Flasche gelangen. Wenn Sie dann daraus trinken und das Tier Sie in den Mund oder Hals sticht, kann dies aufgrund der oft enormen Schwellung lebensbedrohlich werden.

• Nicht barfuß laufen

Wenn Sie ohne Schuhe durch Wiesen oder über den Rasen laufen und dabei auf ein Insekt treten, fühlt es sich bedroht und wehrt sich, indem es zusticht. Einer Schuhsohle kann der Stachel nichts anhaben, dem nackten Fuß aber sehr wohl.

• Bedeckende Kleidung tragen

Eine komplett bedeckte Haut wird nicht so schnell gestochen. Wichtig ist auch die Farbe des Outfits. Buntes verwechseln die Stachelträger leicht mit jenen Blüten, die sie aufsuchen. Besser sind weiße, grüne oder hellbraune Sachen, und diese sollten eng anliegend und geschlossen sein, sodass kein Insekt hineinfliegen kann.

• Keine Düfte verströmen

Alles was duftet, kann Insekten anlocken. Das gilt für Parfüm auf der Haut, aber auch für Gesichtscreme, Haarspray und Deo.

• Schutznetze anbringen

Insektenschutzgitter sorgen dafür, dass nur die Sommerluft durchs geöffnete Fenster strömt und die ungebetenen geflügelten Gäste draußen bleiben.

• Bienen- und Wespennester meiden

Diese finden sich oft in hohlen Baumstämmen oder -stumpfen. Wenn die Völker ausschwärmen, kann es aber schon einmal vor­kommen, dass sie ihr neues Quartier in der Nähe menschlicher Behausungen suchen. Selbsthilfe wäre dann ziemlich gefährlich. Ein Anruf bei der Feuerwehr schafft Spezialisten herbei. Bienen und Wespen verteidigen sich nur dann mit ihrem Sta­chel, wenn sie sich bedroht fühlen. Verhalten Sie sich also ruhig, wenn ein Insekt in Ihrer Nähe ist, und schlagen Sie nicht hektisch um sich

Vorsicht bei chro­nischer Hepatitis!

 

Von einer chronischen Hepatitis spricht man, wenn die Krankheit mehr als sechs Monate dauert. Sie kann verschiedene Ursachen haben; häufig ist Alkohol schuld, oft entwickelt sie sich aber auch aus einer Hepatitis-Infektion. Hier ist Vorsicht geboten, denn am Ende einer chronischen Hepatitis kann die Leberzirrhose stehen.

Obwohl unterschiedliche Erreger für die Virus-Hepatitis verantwortlich sind, ist das Krankheitsbild der drei For­men doch relativ ähnlich. Normalerweise durchläuft der Patient bei einer aku­ten Hepatitis zwei Stadien. Im ersten Stadium bemerkt er noch gar nicht, dass er an einer Leberentzündung er­krankt ist. In dieser Zeit fühlt man sich nur körperlich schwach, und die Leistungsfähigkeit ist eingeschränkt. Dann folgen Beschwerden, wie sie auch bei einer Grippe auftreten, zum Beispiel allgemeines Unwohl­sein, Fieber und Kopfschmerzen. Es können sich Sym­ptome entwickeln, die an eine Darminfektion erinnern: Übelkeit, Appetitlosigkeit und Durchfälle. Häufig treten auch Schmerzen in Gelenken und Muskeln auf.

Dieser Beschwerdekomplex datiert etwa eine Woche, ehe dann die eigentliche Lebererkrankung deut­lich wird. Jetzt tritt eine Gelbsucht (Ikterus) auf, und der Arzt kann die Erkrankung durch Bluttests diagnosti­zieren und feststellen, um welche Form der Hepatitis es sich handelt.

Meist ist eine Hepatitis gutartig

Die akute Leberentzündung ist ein natürlicher Vorgang, mit dem der Körper sich der eingedrungenen Viren ent­ledigt. Freilich gehen dabei Leberzellen zugrunde, aber die Wiederbildungsrate von Leberzellen ist so hoch, dass dies insgesamt nicht gefährlich ist. Nur in Ausnahme­fällen kann der Entzündungsvorgang so überschießend verlaufen, dass er bedrohlich wird. Diese glücklicher­weise seltenen Krankheitsverläufe bezeichnet man als fulminante Hepatitis. Da der betreuende Arzt um diese Möglichkeit weiß, wird er durch regelmäßige Kontrolle der Blutwerte versuchen, die Entwicklung dieser Kom­plikation frühzeitig zu erkennen. Durch intensive Be­handlungsmaßnahmen kann ein lebensgefährlicher Krankheitsverlauf dann in der Regel verhindert werden. Heutzutage verlaufen akute Leberentzündungen in den zivilisierten Ländern nur in Ausnahmefällen tödlich.

Eine akute Hepatitis kann chronisch werden!

Eine zweite Gefahr besteht darin, dass die Hepatitis sich zu einer chronischen Erkrankung entwickeln kann. Von einer chronischen Hepatitis spricht man, wenn die Ent­zündung länger als 6 bis 13 Monate besteht. Es gibt verschiedene Formen der chronischen Hepa­titis. Einmal kann sie durch eine weiterschwelende Infektion mit dem Hepatitis-B-Virus oder dem Hepatitis- C-Virus oder einem noch unbekannten Hepatitis-Virus entstehen. Durch die akute Leberentzündung befreit unser Organismus sich ja von den eingedrungenen Krankheitserregern. An diesem Vorgang ist das körper­eigene Abwehrsystem beteiligt. Die Hauptrolle spielen dabei besondere Unterformen der Lymphozyten (wei­ßen Blutkörperchen). Man nimmt an, dass das Hepatitis- B-Virus zwar die Leberzelle infizieren kann, dass diese aber durch die Infektion keineswegs tödlich getroffen wird. Die Leberzelle vermag durchaus zusammen mit dem Virus zu leben. Das Virus hat damit einen idealen Wirt gefunden, kann sich weiter vermehren, immer wie­der neue Leberzellen befallen und über den Infektions­weg auch auf andere Personen übergehen.

Gegen eine solche ungehemmte Ausbreitung des Hepatitis-B-Virus wehrt sich der Wirtsorganismus nun dadurch, dass die Lymphozyten versuchen, alle Leberzel­len abzutöten, in denen sich das Virus ausgebreitet hat. Damit wird auch dem Virus der Lebensraum genom­men, und es stirbt ab.

Bei geschwächter Immunabwehr droht ein chronischer Krankheitsverlauf

Vollbringen die Lymphozyten diese Aufgabe erfolgreich, so erkrankt der Organismus zwar an einer Hepatitis, entledigt sich aber damit der Infektion. Das ist das Krankheitsbild der akuten Virus-Hepatitis, die nach einigen Wochen abheilt. Sind die Lymphozyten jedoch nicht kräftig genug, um diesen Virusbefall zu beherr­schen, so resultiert daraus ein mehr oder minder starkes Gleichgewicht zwischen Virusinfektion und immunolo­gischer Abwehr. Ist die Abwehr schwach, so wird der Entzündungsprozess gering sein, und nur wenige Leber­zellen werden zugrunde gehen. Eine solche Entzündung kann über Jahre bestehen, ohne dass die Leber ernsthaft geschädigt wird. Diese Form der Hepatitis wird auch als chronisch-persistierende Hepatitis bezeichnet. Der Patient lebt in diesem Fall mit dem Virus, ohne ernste­ren Schaden zu erleiden.

Es kann aber auch sein, dass die Immunantwort des Organismus auf die Hepatitis-Infektion etwas stärker abläuft, als es bei einer chronisch-persistierenden Hepa­titis der Fall ist, aber eben doch nicht so stark wie bei einer akuten Infektion. Da die Körperabwehr in diesen

Fällen etwas stärker ist, gehen auch mehr mit Hepatitis­infizierte Leberzellen zugrunde. Oft durchsetzt sich in solchen Fällen die Leber vermehrt mit Bindegewebe, um die abgestorbenen Leberzellen zu ersetzen. Dann spricht man von einer chronisch-aktiven Hepatitis. Hier ist drin­gend medikamentöse Behandlung erforderlich, denn am Ende eines solchen Prozesses kann die Leberzirrhose stehen, wenn die chronische Hepatitis nicht erkannt und behandelt wird. Chronische Verläufe sind vornehm­lich bei Hepatitis B und C bekannt.

Andere Formen der chronischen Hepatitis

Finden sich bei einer chronischen Hepatitis keine An­zeichen dafür, dass eine Hepatitis B oder C oder Nicht-A- nicht-B-nicht-C zugrunde liegt, so müssen andere Ursa­chen in Betracht gezogen werden. Es gibt aber auch Fälle, in denen das Immunsystem des Patienten so verändert ist, dass es das körpereigene Lebergewebe zerstört. Aus bisher noch nicht erklär­baren Gründen spielt sich hier ein Prozess ab, der einer Abstoßungsreaktion bei Organverpflanzungen ver­gleichbar ist. Auch bei einer solchen krankhaften Über­reaktion des Immunsystems kann sich die Leber ver­stärkt mit Bindegewebe durchsetzen, was letzten Endes zur Leberschrumpfung (Zirrhose) führt.

Weiterhin gibt es auch noch die durch Medikamente ausgelöste chronische Hepatitis. An sie muss gedacht werden, wenn weder Zeichen einer Hepatitis-Infektion noch Anzeichen einer Überreaktion des Körpers gegen eigenes Lebergewebe vorliegen. Die Diagnose ist allerdings nicht immer leicht. Ent­scheidend sind vor allem die Angaben des Erkrankten zu Medikamenten, die er eingenommen hat. Meistens geht diese Leberschädigung zurück, wenn er das ent­sprechende Medikament nicht mehr einnimmt.

Die Symptome sind bei allen Formen ähnlich

So unterschiedlich die Ursachen einer chronischen Hepatitis sein mögen, so einheitlich ist im allgemeinen das klinische Bild. Der Erkrankte fühlt sich häufig müde und nicht mehr leistungsfähig; gelegentlich tritt eine leichte Gelbsucht auf. Irgendwelche darüber hinaus­gehende Beschwerden bestehen nicht. Schmerzen in der Lebergegend treten bei der chronischen Hepatitis selten auf. Deshalb ist es wichtig, die obengenannten Symptome nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, sondern sich rechtzeitig in ärztliche Behandlung zu begeben, wenn man sie verspürt.

Die alkoholische Hepatitis

Alkohol ist eine Ursache chronischer Leberentzündun­gen mit oft tödlichem Ausgang. Das klinische Krank­heitsbild der Alkohol-Hepatitis unterscheidet sich meist kaum von dem einer Virusinfektion. Das Tückische dabei ist: Alkohol wirkt schon in einer täglichen Menge schädlich, die weder betrunken noch süchtig machen muss. Viele Menschen nehmen regelmäßig Alkohol in Mengen zu sich, die für die Leber bereits kritisch sind, ohne sich dessen überhaupt bewusst zu sein.

Die Leber baut Alkohol vorrangig ab. Dabei vernach­lässigt sie andere, ebenfalls wichtige Aufgaben – vor allem die Rolle, die sie im Fettstoffwechsel spielt. Sie speichert nämlich während dieser Zeit das ihr angebo­tene Fett in ihren eigenen Zellen, um es irgendwann später zu verwenden, wenn ihr kein weiterer Alkohol zugeführt wird. Die Folge ist eine Fettleber. Verzichtet der Patient nun für längere Zeit auf Alkohol, so bilden sich die Fetteinlagerungen in der Leber zurück. Hält er sich dagegen nicht an das Alkoholverbot, so wird er zwangsläufig irgendwann an einer alkoholischen Hepa­titis und an der gefährlichen Leberzirrhose erkranken.

Fuß- und Hautpilzerkrankungen mit Lapacho behandeln

 

Abgesehen von den bereits erwähnten Candida-albicans- Erkrankungen können auch andere Hefepilze zu Infektionen der Haut führen, die als Dermatomykosen bezeichnet werden. Gerade im feuchtwarmen Klima des Genital- und Analbereichs, aber auch in den Achselhöhlen können Pilze sich schnell aus- breiten. Zu den häufigsten Hautpilzerkrankungen zählt der Fußpilz, der zwischen den Zehen oder an den Fußsohlen auftritt, wo er Rötungen und Hautjucken verursacht. Fußpilz ist an sich relativ harmlos, jedoch sehr ansteckend. Durch seine entzündungshemmenden und pilzabtötenden (fungiziden) Wirkungen, zählt Lapacho zu den besten Naturheilmitteln gegen Pilzerkrankungen der Haut.

Behandlung mit Lapacho

□ Wenn Sie unter Fußpilz leiden, sollten Sie täglich ein Fuß­bad nehmen. Geben Sie dazu 1/2 Liter starken Lapachosud in eine mit heißem Wasser gefüllte Schüssel, und baden Sie Ihre Füße für ca. 15 Minuten darin.

□ Für die Behandlung von Hautpilzerkrankungen haben sich insbesondere Lapachobäder gut bewährt. Baden Sie 2- bis 3-mal wöchentlich. Die Dauer des Bades sollte nicht mehr als 15 bis 20 Minuten betragen. >

□ Vor allem bei Juckreiz sollten Sie die befallenen Hautberei­che 2- bis 3-mal täglich mit einigen Tropfen Lapachoelixier, die Sie am besten auf ein Wattebäuschchen träufeln, betupfen.

□ Nur ein gut funktionierendes Immunsystem kann uns vor Pilzinfektionen bewahren. Um die Abwehrkräfte zu steigern, sollten Sie regelmäßig 1 bis 2 Tassen Lapachotee am Tag zu sich nehmen.

Was zusätzlich hilft Wenn Sie zu Pilzerkrankungen neigen, soll­ten Sie für eine gute Hautatmung sorgen. Tragen Sie möglichst atmungsaktive Kleidung aus Naturfasern, meiden Sie das Tra­gen von Gummistiefeln und Turnschuhen, und gönnen Sie sich immer wieder mal ein Sonnen- oder Luftbad. Achten Sie auf Hygiene, damit Sie nicht Ihre Familienmitglieder anstecken. Bei akuten Pilzerkrankungen sind öffentliche Nassräume wie Saunen oder Schwimmbäder zu meiden.

Psychosomatische Aspekte von Mykosen

 

Die Grenzorgane Haut, Darm und Lunge

Unter dem Begriff Grenzorgane versteht man jene Organe, die das Innere des Organismus gegenüber der Außenwelt ab­grenzen, mit der Außenwelt in ständiger Berührung stehen und Stoffe sowie Informationen mit ihr austauschen. Am deutlichsten zeigt sich diese Abgrenzungsfunktion bei der Haut. Bei den Atemwegen und beim Darm sind sie nicht so offensichtlich, aber auch diese Organbereiche haben klare Grenzfunktionen. In den von feinen Blutkapillaren umgebe­nen Lungenbläschen (Alveolen) tritt der Sauerstoff der einge­atmeten Außenluft durch die alveoläre Membran ins Blut über, und das kohlendioxidreiche Blut gibt in entgegengesetz­ter Richtung das C02 an die luftgefüllten Lungenbläschen bei der Ausatmung ab. Die Darminnenwand grenzt mit ihrer welligen, zottenbe­setzten Struktur den Darminhalt gegenüber dem Körperinne­ren ab. In der Darmwand erfolgt der Stofftransfer über den mikroskopisch feinen Zottensaum in das daran anschließende Gefäßsystem von Blutgefäßen und Lymphbahnen.

Psychosomatische Redewendungen

Diese drei Organe Haut, Darm und Lunge haben – im übertra­genen Sinne – mit Innen und Außen zu tun, müssen sich mit den Reizen aus der Umwelt auseinandersetzen und reagieren darauf. Reize in diesem Zusammenhang sind aber nicht nur stofflicher Natur, sondern auch emotionaler und psychischer Art. Alles, was von außen auf uns einströmt, tritt in Wechsel­wirkung mit unseren Grenzorganen. Da unsere Sprache selbst psychosomatisch ist, finden wir in Redewendungen zahlrei­che Hinweise auf die Zusammenhänge zwischen oftmals be­lastenden Außenweltreizen und den Grenzorganen Haut, Lun­ge und Darm. So könnte man »vor Wut aus der Haut fahren«. Wut, Erre­gung oder Angst »schnüren einem so die Luft ab«, dass man »sich vor Angst in die Hosen macht«. Ist der Stress vorbei, dann »kann man wieder aufatmen« und »fühlt sich wohl in seiner Haut«.

Die Grenzorgane in der Traditionellen Chinesischen Medizin Die Traditionelle Chinesische Medizin weiß seit langem um den Zusammenhang zwischen den Grenzorganen Darm, Haut und Lunge. In ihrem Medizinbild bilden Lunge und Dick­darm ein unmittelbar verflochtenes, eng kooperierendes funk­tionelles Gespann, zu dem auch die Haut als körperliches Substrat zählt. Man weiß, dass pathogene Reize substantieller, emotionaler und spiritueller Art von der Oberfläche in die Tiefe dringen, wenn sie an der Oberfläche des Körpers nicht abgewehrt werden. Um dieses Eindringen von krankmachen­den Einflüssen zu verhindern, verfügt der Organismus nach chinesischer Anschauung über eine besondere Form von nicht-substantieller Abwehrenergie, die man sich unter der Haut fließend vorstellt und die dafür sorgt, dass der Mensch gegenüber seinen Umweltreizen nicht zu durchlässig wird. Die Wurzel dieser sogenannten »Wehrenergie« ist wiederum die »Mitte«. Ist diese Mitte schwach, so fließt auch die Wehr­energie spärlich, der Mensch kann äußeren Störgrößen sub­stantieller, und emotionaler Art nicht geschlossen genug ge­genübertreten.

Durchlässigkeit und Abgrenzung

Der kleine fernöstliche Exkurs veranschaulicht, dass unsere Grenzorgane zentral mit der Qualität unserer »Mitte«, die wir als Pischingers regulatives Grundsystem kennengelernt haben und dem Problem der Durchlässigkeit in Zusammenhang ste­hen. Der Gegenpol der Durchlässigkeit ist die Abgrenzung mit der Fähigkeit, Außenwelteinflüsse auf gesunde Distanz zu halten. Im täglichen Leben die richtige Distanz zu wahren, ist nicht leicht. Allzu oft werden die
persönlichen Grenzen über­schritten, wobei es mit Blick auf die Eigeninteressen ange­zeigt sein könnte, diese Grenzen neu und deutlich zu ziehen. Dazu gehören Konfliktbereitschaft und die Fähigkeit, »NEIN« zu sagen. Dieses kleine, jedoch so wichtige Wort mit der nöti­gen Entschlossenheit anzusprechen, fällt häufig schwer. Vie­les, was davon abhält, »nein« zu sagen, hängt mit der Sorge um die Reaktion des Gegenübers zusammen. So erhofft man sich von der eigenen Offenheit gegenüber den Wünschen und Bedürfnissen des Gegenübers Anerkennung, Zuneigung, Lie­be, materielle Vorteile, existentielle Sicherheit oder einfach nur Ruhe. Allerdings bleibt es nicht aus, dass diese Offenheit für andere Rückwirkungen auf die eigenen Kräfte hat. Da Menschen sehr feine Antennen für Personen mit Abgren­zungsproblemen haben, geraten letztere nach dem Gesetz der Resonanz immer öfter in Situationen, in denen Forderungen, Wünsche und Ansprüche anderer so hautnah an sie herange­tragen werden, dass es ihnen fast die Luft nimmt und ihnen der Gedanke daran Bauchweh bereitet, weil ihnen die zusätzliche Belastung im Magen liegt. Aber es liegt einem ja am Herzen, den anderen nicht vor den Kopf zu stoßen – er könnte aller­gisch reagieren. Je besser sich das Abgrenzungsvermögen entwickelt, desto leichter wird die Begegnung mit Menschen, die diese Fähigkeit herausfordern.

Abgrenzungsprobleme führen zu einer erhöhten Stressbela­stung und begünstigen bereits dadurch Infektionskrankheiten. Doch diese Erklärung alleine genügt aus psychosomatischer Sicht nicht. Hier hilft das sogenannte analoge Denkmodell weiter, demzufolge ein Vorgang auf der emotionalen Ebene in bestimmten Organbereichen zu einer korrespondierenden, ähnlichen oder analogen Reaktion führt. In unserem Thema hieße das, dass sich eine emotionale Abgrenzungsproblematik in den Grenzorganen Haut, Lunge und Darmtrakt spiegeln müsse, also zum Beispiel durch Hautreaktionen, erhöhte Infektanfälligkeit und geringeres Abwehrvermögen gegenüber Darmschmarotzern. Es ist bei der psychosomatischen Be­trachtung nicht nur bildhafter, sondern auch sinnvoller, den Pilz als »Schmarotzer« zu bezeichnen – in Analogie zur Abgrenzungsproblematik des täglichen Lebens.

Angst und Aggression

Aggression ist in der Psychosomatik und in der Psychologie keinesfalls ein nur negativ befrachteter Begriff. Die wörtliche Übersetzung des lateinischen Verbs »aggredi« lautet »auf je­manden zugehen«. Jemandem gegenüberzutreten und eigene Bedürfnisse, Wünsche und Forderungen zu artikulieren, sind Grundvoraussetzungen für Leben und Überleben. Oft richtet sich diese Aggressionsenergie jedoch nicht in gesunder und adäquater Form nach außen, sondern nach innen, gegen das Individuum selbst. Die Psychosomatik bringt deshalb auch al­lergische Erkrankungen mit dem großen Thema der fehlgelei­teten Aggressionen in Verbindung. Wenn man sich das kom­plexe und hochleistungsfähige Immunsystem vor Augen führt, wie es seine gesamte Abwehrkraft auf eine harmlose, nicht pathogene Substanz wie eine Birkenpolle richtet, dann offenbart sich der aggressive Charakter des allergischen Pro­zesses. Es gibt jedoch noch sehr viel aggressivere Immunre­aktionen im Körper. Sie nehmen dann einen dramatischen Verlauf, wenn das Immunsystem sogar eigenes Körpergewebe als feindlich einordnet und seine Abwehrkraft gegen den ei­genen Körper richtet. Zu diesen sogenannten »Autoimmuner­krankungen« zählen zum Beispiel die Multiple Sklerose, der jugendliche Diabetes und zahlreiche Erkrankungen des rheu­matischen Formenkreises.

Aggression ist eine sehr wichtige Größe für die eigene Ge­sundheit; ein Zuviel davon ist ebenso schädlich wie ein Zuwe­nig davon. Es geht um das Erlernen der Fähigkeit, auf andere selbstbewusst zugehen zu können und seine Bedürfnisse zu formulieren. Ebenso selbstbewusst und ruhig sollte man den Forderungen und Bedürfnissen anderer entgegensehen kön­nen, ohne dabei selbst mit überschnellen oder übersteigerten und oft unnötigen Abwehrmanövern zu reagieren, die die Ge­sprächsebene unnötig belasten.

Selbstbewusst zu sein heißt in diesem Zusammenhang, dass man sich stets seines Wertes als Persönlichkeit bewusst ist und um seinen Selbstwert weiß. Dieses Selbstwertgefühl macht unabhängiger von anderen, von ihrer Meinung und inneren Haltung uns selbst gegenüber. Es hilft dabei, diese anderen Meinungen zwar zu respektieren, sie jedoch nicht zur eigenen Maxime oder Verhaltensmaßgabe zu machen.

Sind Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl noch nicht stark genug entwickelt, dann ist auch die Orientierung nach ande­ren Meinungen, Wünschen und Vorstellungen stärker ausge­prägt, denn die Anerkennung durch andere ist wichtig. Nimmt der Wunsch, anerkannt, angenommen und gemocht zu wer­den, einen sehr hohen Stellenwert im eigenen Leben ein, dann besteht auch Angst um Verlust an Sympathie und positive Re­sonanz. Es wird schwer, dem Gegenüber – Chef(in), Partner(in), Freund(in), oder Kollegenkreis – etwas abzu­schlagen. Die Sorge um Sympathieverlust, soziale Gemein­schaft oder Liebe lassen die eigenen Bedürfnisse in den Hin­tergrund treten. Abgrenzung wird immer problematischer, wenn die mangelnde Entschlusskraft zum selbstbewussten Schritt auf den anderen zu von der Angst vor dessen Reaktion begleitet wird. So geht es im Kern bei den Abgrenzungspro­blemen sowohl um die Wertschätzung der eigenen Persönlich­keit als auch um die Achtung des anderen. Sind diese Qualitä­ten entwickelt, lösen sich manipulative Mechanismen, Min­derwertigkeitsgefühle, Machtansprüche und übersteigerte Selbstdarstellung von selbst auf.

Oft kann man feststellen, dass Mykosepatienten tatsächlich unter Abgrenzungsproblemen leiden. Auch Ängste, erhöhte Anpassungsbereitschaft und Konfliktscheu sind weit verbrei­tet. Die häufig mit Mykosen vergesellschafteten allergischen Begleiterkrankungen der Grenzorgane Haut, Darmtrakt und Atemwege erscheinen vor dem Hintergrund des Umgangs mit der eigenen Aggressionsenergie in einem anderen Licht. Oft besteht erheblicher Überforderungsstress und eine anspruchs­volle Haltung der privaten oder beruflichen Umwelt, so dass für die Betroffenen kaum ausreichender, persönlicher Frei­raum für die eigenen Bedürfnisse bleibt.

Therapeutische Möglichkeiten

Die therapeutischen Maßnahmen zielen auf den Bewusstwerdungsprozess. Erst durch das Bewusstwerden des eigenen Ver­haltensmusters und der Schwachstellen können Schritte zur Veränderung eingeleitet werden. Die nach unserer Erfahrung erfolgreichste Therapieform ist eine Kombination von Klassi­scher Einzelmittelhomöopathie mit Hochpotenzen, Bach-Blüten-Therapie, Psychokinesiologie und Gesprächstherapie. Ei­ne hervorragende Unterstützung dazu ist das Autogene Trai­ning (AT), das wir im nächsten Kapitel etwas ausführlicher darstellen. Mit Hilfe des Autogenen Trainings hat der Patient die Möglichkeit, sein eigenes psycho-mentales »Programm«, also seine Verhaltensstruktur nach eigenen Zielsetzungen um­zugestalten. Dieser Aspekt der Behandlung stellt mit Abstand den wichtigsten dar, denn Abgrenzungsprobleme, Konflikt­scheu und Ängste sind die wichtigsten emotionalen, psychischen und mentalen Wegbereiter für eine Mykose.

Wenn die Leber zu schrumpfen beginnt

 

Die Schrumpfleber (Leber­zirrhose) ist das Endstadium sehr verschiedener Leber- und Gallenerkran­kungen. Sie kann bisher nur aufgehalten, aber nicht geheilt werden. Um so wichtiger ist rechtzeitige Entdeckung. Das Krankheitsbild kennt man schon lange: Die Leber schrumpft und ist mit Bindegewebe durchsetzt. Leber­zellen gehen zugrunde, und der Körper versucht, das durch knotige Zellwucherungen (Regeneratknoten) auszugleichen. Leberspiegelungen zeigen das Organ nicht mehr glatt und glänzend, sondern grob gehöckert.

Woran erkennt man eine Leberzirrhose?

Bei der Leberzirrhose gibt es zunächst keine typischen Symptome, die der Patient selbst bemerkt. Ein geflügel­tes Wort unter Medizinern lautet: „Die Leber leidet stumm“ – und das oft über Jahre hinweg. Im Früh­stadium stellt der Arzt bei einer körperlichen Unter­suchung meist durch Zufall fest, dass die Leber vergrö­ßert und verhärtet ist. Die Diagnose sichern kann er aber nur durch Blut­untersuchungen und eine Leber Spiegelung. Punktionen können zwar ergeben, dass eine Zirrhose vorliegt, erlau­ben aber keine Aussage darüber, wie weit sie fort­geschritten ist.

Erst im fortgeschrittenen Stadium der Zirrhose tre­ten mit Sicherheit einige der folgenden Anzeichen für eine chronisch kranke Leber auf:

♦     Oberbauchbeschwerden, Verdauungsstörungen,

♦    Müdigkeit,

♦    ein allmählicher Muskelschwund,

♦    bei Männern ein deutlicher Rückgang der Körperbehaarung,

♦     „Lebersternchen“ (sternförmige Hautflecken),

♦     „Geldscheinhaut“ (raue und dünne Haut),

♦     eine fleckige Rötung der Handinnenflächen,

♦    Fingernägel, aus denen die weißen „Möndchen“ ver­schwinden,

♦     eine glatte, rote „Erdbeerzunge“,

♦    knallrote, glänzende „Lacklippen“,

♦    Blut im Taschentuch nach dem Schneuzen.

An diesen Merkmalen zeigen sich die Auswirkungen der Zirrhose auf den ganzen Organismus: die nachlas­sende Blutgerinnung, Blutstauungen in verschiedenen Organen und ein schlechter Stoffwechsel.

Zirrhose kann verschiedene Ursachen haben

Es gibt viele angeborene und erworbene Ursachen für eine Leberzirrhose. Die Zirrhose ist in erster Linie eine durch Hepatitis-Viren bedingte Erkrankung und auch eine Erkrankung durch bisher ungeklärte innere Absto­ßungsvorgänge. Eine weitere Ursache ist ein übermäßi­ger Alkoholkonsum. Störungen im Kupfer-, Eisen- und Kohlenhydratstoff- wechsel können ebenfalls zur Leberzirrhose führen. Besonders aus bestimmten Formen der Hepatitis kann sich eine Zirrhose entwickeln; hiervon wird später noch die Rede sein. Herzkrankheiten sind manchmal die Ursache für Blutstauungen in der Leber, die zu einer Leberfibrose (Durchsetzung der Leber mit Bindegewebe) führen. Wenn diese nicht behandelt wird, entwickelt sich eben­falls eine Zirrhose daraus.

Eiweiß macht schlank

Eine sinnvoll zusammengesetzte Diät enthält ausreichend Eiweiß. Studien be­weisen, dass eine eiweißreiche Diät – ob­wohl sie mehr Kalorien enthält als eine andere Ernährungsweise – die Körperge­wichts- und Körperfettabnahme fördert. Eiweiß   macht   also   gewissermaßen schlank. Aber das heißt nicht, dass viel Eiweiß besonders schlank macht. In je­dem Fall sollte während einer gesunden Reduktionskost eine Eiweißzufuhr von einem Gramm pro Körperkilogramm er­folgen. Zehn bis 15 Prozent der Gesamt­energiemenge sollen durch Eiweiße ge­deckt werden. Diese Empfehlungen gel­ten jedoch nur für gesunde Menschen. Bei vielen Erkrankungen wie Verbren­nungen kann der Eiweißbedarf weitaus höher liegen, bei Niereninsuffizienz oder Lebererkrankungen dagegen ist eine Ei­weißrestriktion lebenswichtig.

Schwangere müssen erst ab dem vierten Monat auf eine erhöhte Eiweißzu­fuhr achten. Von diesem Zeitpunkt an wird eine tägliche Zulage von zehn Gramm erforderlich. Die Zufuhr von stillenden Frauen ist dagegen um täglich 1 5 Gramm erhöht und liegt etwa bei 65 Gramm pro Tag.

Nehmen Sie täglich 1 g Eiweiß pro Körperkilogramm zu sich.

Aktuelle Studien zeigen, dass Eiweiß ei­nen guten Sättigungswert aufweist und vor dem Jo-Jo-Effekt schützt. Sie bewei­sen auch, dass proteinmodifiziertes Fas­ten im Rahmen einer ärztlichen Therapie anderen Diätkostformen überlegen ist. Molke enthält hochwertiges Eiweiß. Aber um 40 bis 50 Gramm täglich zuzuführen, wie von Ernährungswissenschaftlern ge­fordert, wäre es notwendig, mehrere Li­ter davon zu trinken. 50 Gramm Eiweiß lassen sich problemlos über andere Le­bensmittel aufnehmen.

Die mengenmäßig wichtigsten Ei­weißlieferanten finden sich in den Lebens­mittelgruppen Fleisch, Wurst, Milch und Milchprodukte. Aber auch Eier, Hülsen­früchte, Vollkornprodukte, Fisch und ins­besondere Soja sind eiweißreich und ent­halten eine hohe biologische Wertigkeit. Durch die Kombination verschiedener Ei­weißquellen lassen sich Eiweißgemische mit einer hohen biologischen Wertigkeit aufnehmen.

 Bei der täglichen Eiweißaufnahme ist auf Folgendes zu achten:

■ Ein Drittel der Eiweißaufnahme sollte durch tierische Lebensmittel erfolgen. Bei der Aufnahme von tierischen Nah­rungsmitteln muss gleichzeitig auf die Zufuhr von gesättigten Fettsäuren, Cholesterol und Purinen geachtet wer­den.

■ Um den Kalzium- und Jodbedarf zu de­cken, ist eine ausreichende Versorgung mit Milch, Milchprodukten und See­fisch erforderlich.

■ Zwei Drittel der Eiweißaufnahme soll­te aus pflanzlichen Lebensmitteln wie Vollkornprodukten, Gemüse, Kartof­feln und Hülsenfrüchten erfolgen.

■ Da die Eiweißspeicherung nur be­grenzt ist, sollte Eiweiß regelmäßig zu den verschiedenen Mahlzeiten aufge­nommen werden.

■ Damit Eiweiß nicht zusätzlich zur Ener­giegewinnung herangezogen werden muss, ist auf eine ausreichende Koh­lenhydrat- und Fettzufuhr zu achten.

Proteine sind lebenswichtig

Im erwachsenen Organismus entfallen 50 Prozent der Proteine auf das Muskelge­webe, 25 Prozent liegen im Bindegewebe in Form von Elastin und Keratin vor und 25 Prozent finden sich in den inneren Or­ganen und im Blut wieder. Eiweiße sind Bestandteile aller Zellen und bestimmen den Bau, die Struktur und den Stoffwech­sel der Zelle. Eiweiße erfüllen eine Reihe lebensnotwendiger Aufgaben im mensch­lichen Organismus. Sie dienen als:

■ Enzyme (Biokatalysatoren) und Hor­mone, beispielsweise Insulin,

■ Transportproteine, zum Beispiel Hä­moglobin oder Lipoproteine,

■ Speicherproteine, zum Beispiel das ei­senspeichernde Ferritin,

■ Bewegungsproteine, zum Beispiel in den Muskelzellen,

■ Strukturproteine, zum Beispiel in Seh­nen und Muskeln,

■ Antikörper in der Immunabwehr,

■ Überträger von Nervenimpulsen bei­spielsweise beim Sehvorgang,

■ Gerinnungsfaktoren,

■ Puffer im Säure-Basen-Haushalt,

■ Energiebereitsteller im Hungerstoff­wechsel oder bei Ausdauersport.

Die Energiedichte von Eiweißen beträgt 4,1 kcal/g. Die mit der Nahrung aufge­nommenen Eiweiße werden im Dünn­darm in ihre Bausteine zerlegt, die Ami­nosäuren werden resorbiert, um dann als Material für den Aufbau körpereigener Eiweiße zu dienen.

 

Die Lebensrhythmen im Ayurveda

Die Rhythmen des Lebens beachten

Der Ayurveda kennt noch einen dritten wichtigen Zyklus, der mit den drei Doshas in Zusammenhang steht: Unsere gesamte Lebensdauer wird, wie der Tag und die Jahreszei­ten, in drei Abschnitte unterteilt, die den Eigenschaften von Vata, Pitta und Kapha entsprechen.

Die Kapha-Phase: bis 30 Jahre

In der ersten Lebensperiode stehen Aufbau und Wachstum von Körper und Bewusstsein im Vordergrund. Entsprechend wird die Zeit von der Geburt bis etwa zum 30. Lebensjahr als Kapha-Phase bezeichnet.

Die Pitta-Phase: 30 bis 60 Jahre

Zwischen dem 30. und 60. Lebensjahr liegt die Pitta-Periode, ein Zeitabschnitt, in dem die erworbenen Fähigkeiten umgesetzt werden. Deshalb gehört diese Phase zur produk­tivsten Zeit unseres Lebens.

Die Vata-Phase: ab 60 Jahre

Etwa ab dem 60. Lebensjahr setzt ein allmählicher Umwandlungsprozess ein: Die aktive, produktive Phase geht schritt­weise in eine körperlich sensiblere Phase über, wobei ein Teil der Aktivitäten nun auf die geistige Ebene verlagert wird. Diese Zeitspanne ist die Vata-Periode.

Bis zu 100 Jahre alt werden

Damit Sie alle Phasen Ihres Lebens in Gesundheit und Har­monie verbringen können, sollten Sie Ihre Aufmerksamkeit nicht auf das Zählen der Geburtstage richten, sondern viel­mehr darauf, wie jung Sie sich fühlen. Denn im Ayurveda ist das Altern ein »Irrtum des Intellekts«, weil wir uns fast ausschließlich mit unserem physischen Körper identifizie­ren und jedes Fältchen, jedes graue Haar als Zeichen unse­res unaufhörlichen körperlichen Verfalls deuten. Ob Sie sich im Alter jung fühlen, oder ob Sie sich in jungen Jahren alt fühlen, hängt stark mit der auf Seite 57 beschriebenen »Halbvoll-« beziehungsweise »Halbleer-Lebenseinstellung« zusammen: Ihr Körper reagiert auf Ihre innere Haltung und geistige Verfassung.

Der Ayurveda geht davon aus, dass sich durch eine positive Lebenseinstellung in Verbindung mit einer gesunden Lebensweise Alterungsprozesse nicht nur aufhalten, son­dern sogar umkehren lassen. Diese Umkehrung kann durch hormonale Veränderungen eine Verjüngung der gesamten körperlichen Konstitution bewirken; eine Lebenserwartung von 100 Jahren wird als normal erachtet.

 

Die Lebenszeit-Routine

Zu den positiven Faktoren, die die Lebensqualität steigern und die Lebenszeit verlängern, zählt der ayurvedische Arzt Dr. Deepak Chopra folgende Lebensumstände und Charaktereigenschaften, die er durch eine Reihe von Studien belegt hat. Die Ergebnisse dieser Studien fasst er als Empfehlungen zusammen, wobei er die ersten sechs für die wichtigsten hält:

• eine glückliche Ehe (oder eine glückliche dauerhafte Beziehung)

• Zufriedenheit am Arbeitsplatz

• persönliches Glücksgefühl

• regelmäßige Tagesroutine

• Beachtung der Jahreszeitenroutine

• regelmäßige Arbeitsroutine

• leicht zum Lachen zu bringen zu sein

• ein erfülltes Geschlechtsleben

• die Fähigkeit, Freundschaften zu schließen und aufrechtzuerhalten

• mindestens ein bis zwei Wochen Urlaub pro Jahr

• das Gefühl, das eigene Leben in der Hand zu haben

• eine angenehme Freizeit, erfüllende Hobbys haben

• die Fähigkeit, Gefühle ausdrücken zu können

• Zukunftsoptimismus

Ayurveda: Die besten Tipps: aus dem jahrtausendealten Naturheilsystem

Ruhe und Aktivität

Grundsätzlich empfiehlt der Ayurveda, alle Lebensphasen in größtmöglicher Bewusstheit zu verbringen. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass das gesamte Leben in Übereinstim­mung mit den natürlichen Rhythmen geführt werden kann. Oberstes Prinzip dieser naturgemäßen Lebensweise ist es, immer auf ein ausgewogenes Verhältnis von Ruhe und Akti­vität zu achten. Wenn Sie sich im Alltag genügend Muße und Erholung gönnen, ist dies die beste Strategie, um sich vor negativem Stress zu schützen.

Wissenswertes über Pilzgifte

Pilzgifte (Mykotoxine)

Nicht nur der Pilz selbst schwächt den Organismus durch Ein­griffe in den Glukose-, Eisen Zink- und Vitaminstrom. Sei­ne Stoffwechselprodukte, die Pilzgifte oder Mykotoxine, sind eine zusätzlich spürbare, teilweise sehr ernste Belastung.

Stoffwechselprodukte von Sprosspilzen (Canditoxine) Sprosspilze produzieren im Gegensatz zu Schimmelpilzen keine giftigen Stoffe, insofern ist der Begriff Canditoxin nicht ganz korrekt. Allerdings beeinträchtigen und belasten ihre Stoff­wechselprodukte den Wirtsorganismus. Der Mikrobiologe Dr. Reinhard Hauss, Eckernförde, betont die immunsuppressive Wirkung dieser Sprosspilzmetaboliten. Sie können die Akti­vität des gefährlichsten Gegners, der T-Lymphozyten der zellulären Abwehr, bremsen und den Nachschub an neuen Zellen verzögern. Zugleich behindern sie die Beweglich­keit und das Auswandern der Abwehrzellen und hemmen die Aktivität der großen Fresszellen (Makrophagen). Auch die le­berbelastenden Fuselalkohole zählen zu den Canditoxinen.

Stoffwechselgifte von Schimmelpilzen (Aflatoxine und Ochratoxine)

Im Gegensatz zu den Stoffwechselprodukten der Sprosspilze sind Schimmelpilzgifte in höchstem Maße gesundheitsschäd­lich. Am bekanntesten sind die Toxine der Aspergillus-Arten, die sogenannten Aflatoxine. Das Aflatoxin B( gilt als die stärkste in der Natur vorkommende lebertoxische Substanz; sie löst Lebernekrosen (Untergang des funktionellen Leber­zellgewebes) und Leberkarzinome (Krebs) aus. Ochratoxin ist ein Stoffwechselgift von Aspergillus- und Penicillium-Arten, das beim Schwein und beim Menschen Leber- und Nieren­schaden verursacht und die Körperabwehr schwächt. Man er­kannte die Gefahr der Schimmelpilztoxine: 1977 wurde die Aflatoxinverordnung erlassen, die insbesondere Tierfuttermit­tel betrifft. Aflatoxine wurden damals vor allem in Erdnüssen, aber auch in Paranüssen nachgewiesen. In afrikanischen Län­dern gibt es signifikante Zusammenhänge zwischen der Afla­toxinbelastung und der Leberkrebshäufigkeit. Nach Auffas­sung von Fachleuten sind trotz der Aflatoxinverordnung bei schimmelbefallenem Futter gewisse Rückstände in tierischen Produkten nicht auszuschließen. In solchen Fällen konnten Aflatoxine bei Kühen in der Milch, bei Schweinen in der Le­ber und bei Hühnern in Leber und Eiern nachgewiesen wer­den.

Ochratoxine wurden beim Schwein in Fettgewebe, Leber und Niere und beim Huhn im Muskelfleisch und Ei gefunden. Allerdings ist der Schadstoff Ochratoxin in der Aflatoxinver­ordnung nicht erfasst! Untersuchungen ergaben, dass in 49,7 Prozent des untersuchten Schlachtblutes von Schweinen Ochratoxin A nachgewiesen werden konnte.

Wie Sie Neurodermitis mit Lapacho behandeln können

 

Bei der Neurodermitis (atopische Dermatitis) handelt es sich vermutlich um eine teils durch Umweltbelastungen, teils durch erbliche Faktoren verursachte Hauterkrankung (die exakten Ursachen sind noch nicht vollständig bekannt). Die Betroffe­nen leiden unter starkem Juckreiz und Hautentzündungen mit Rötung, Schuppung, Nässen und Krustenbildung. Die Haut ist meist extrem trocken. Darüber hinaus treten oft auch allergisehe Beschwerden in Form von Heuschnupfen, Bindehautent­zündungen oder Bronchialasthma auf. Nahrungsmittelallergien, z. B. gegen Milchprodukte oder Zitrusfrüchte, Allergien gegen Hausstaub und Tierhaare sowie seelische Probleme kommen als mit verursachende Faktoren in Betracht. Die Neurodermitis beginnt meist im Kleinkindalter, doch werden auch Erster­krankungen im Erwachsenenalter häufiger. Um die lästigen Beschwerden zu beseitigen, werden bei Neuro­dermitis oft Kortisonsalben verschrieben. Leider ist der Behand­lungserfolg hier jedoch meist nur kurzfristig. Viele Betroffene, die sich zum Teil auch in Selbsthilfegruppen organisieren, haben die Erfahrung gemacht, dass eine ganzheitliche Behandlung nach einiger Zeit zu vollkommener Beschwerdefreiheit führen kann. Dazu gehören: eine radikale Ernährungsumstellung, Ent­spannungsübungen und die Anwendung homöopathischer und pflanzlicher Naturheilmittel.

Wie Fallbeispiele aus aller Welt belegen, ist Lapachotee ein sehr gutes Heilmittel, dem innerhalb der ganzheitlichen Neurodermitisbehandlung ein fester Platz eingeräumt werden sollte.

Behandlung mit Lapacho

□ Zur Harmonisierung des Immunsystems und zur Verbesse­rung des Befindens sollte die große Lapachokur durchgeführt werden, bei der 4 Wochen lang 1 Liter Tee über den Tag verteilt getrunken und dies nach 4-wöchiger Pause wiederholt wird.

□ Anschließend sollten Sie Lapachotee langfristig in kleineren Mengen – etwa 2 bis 3 Tassen am Tag – genießen.

□ Bei Neurodermitis sollte die Haut ständig feucht und geschmeidig gehalten werden. Dies ist nur durch eine geduldi­ge Pflege mit Cremes und Körperlotionen zu erreichen. Geben Sie auf 1 Esslöffel einer fettreichen Creme oder Salbe etwa 5 Tropfen Lapachoelixier, und tragen Sie diese Mischung mehr­mals täglich dünn auf die betroffenen Hautbereiche auf.

□ Bei Neurodermitis werden oft Ölbäder verordnet, da diese Bäder die Haut wesentlich besser pflegen als dies bei den üblichen, schäumenden Badezusätzen der Fall ist. Um die Wirkungen des Ölbads zu verbessern, sollten Sie 1 Liter kräfti­gen Lapachosud ins Badewasser geben (3 Esslöffel Lapacho pro 1 Liter Wasser).

Was zusätzlich hilft Schließen Sie sich nach Möglichkeit einer Selbsthilfegruppe an, wo Ihnen dabei geholfen wird, ein Kon­zept für eine optimale Diät zu entwickeln. Natürlich können Sie sich auch an einen erfahrenen Heilpraktiker oder an einen Arzt, der sich auf natürliche Heilverfahren spezialisiert hat, wenden. Meiden Sie aggressive Seifen und schäumende Badezusätze, und reinigen Sie die Haut nur mit Wasser und schonenden Hautpflegemitteln.

Neurodermitis natürlich heilen: Mit der bewährten Schwedler-Vollmer-Methode

In der Apotheke erhalten Sie Ölduschbäder, die ohne hautrei­zende Parfümstoffe hergestellt und mit einem milden Lokalan­ästhetikum versetzt sind. Sie sind für die Pflege des ganzen Kör­pers geeignet, haben einen guten Rückfettungseffekt und lindern den quälenden Juckreiz. Regelmäßige Luftbäder, die nach Möglichkeit an der Nordsee oder im Hochgebirge durchgeführt werden sollten, können die Heilung ebenfalls in starkem Maß fördern. Reizklimakuren soll­ten mindestens drei Wochen dauern.