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Tiefenreinigung durch Fasten

Obwohl es schwierig ist, verbindliche Prognosen über den zu erwartenden Gewichtsverlust zu machen, kann man von einem Erfahrungswert ausgehen. Im Allge­meinen werden Männer während des Fastens ca. 500 Gramm und Frauen etwa 400 Gramm Gewicht pro Tag verlieren.

Wer an Fasten denkt, denkt an Nahrungsverzicht, doch das ist nur die eine Seite der Medaille. Die andere Seite heißt Tiefenreinigung. Fas­ten bedeutet immer auch, die Ausscheidungs- und Reinigungsorgane des Körpers anzuregen, um eine optimale Entsorgung von Altlasten und Giftstoffen zu erzielen. Unterlässt man beispielsweise kräftige Nierenspülungen durch reichliche Flüssigkeitszufuhr oder spezielle Darmreinigungsmaßnahmen, könnte dies erhebliche Fastenkrisen hervorrufen.

Beim Fasten werden durch den Abbau von Körpersubstanz beispiels­weise Giftstoffe freigesetzt, die in Fettdepots oder an Eiweiß gebun­den abgelagert waren. Hierzu zählen Umweltschadstoffe wie Queck­silber, Blei oder Kadmium. Sobald sie in Bindegewebeflüssigkeit, Blut oder Lymphe gelangt sind, müssen sie aus dem Organismus geschafft werden, damit es nicht zu neuerlichen Ablagerungen kommt.

Die Entgiftung wird angekurbelt

Der Körper reagiert beim Fasten auf alle Arten von freigesetzten Alt­lasten mit einer verstärkten Ausscheidung. Er macht dabei Gebrauch von sämtlichen Möglichkeiten und Wegen, die ihm zur Verfügung stehen. Der Urin von Fastenden ist dunkler und, wie sich nachweisen lässt, vermehrt mit Giftstoffen belastet. Auch über die Haut entledigt sich der Organismus unerwünschter Substanzen, was sich bei Fasten­den in heftigen Schweißausbrüchen zeigen kann. Bei manchen ist der Schweiß derart angereichert, dass sich ihre Wäsche verfärbt. Bekannt ist auch die weißlich belegte Fastenzunge, da auch über die Mund­schleimhäute Stoffwechselrückstände entsorgt werden. Es besteht bei all diesen Ungewöhnlichkeiten keinerlei Grund zur Besorgnis.

 Das Ausscheidungsvermögen muss gewährleistet sein

Wie wichtig ein optimales Ausscheidungsgeschehen beim Fasten ist, zeigt beispielsweise das Fastenverbot bei Leber- oder Nierenfunkti­onsstörungen. Nur wenn diese Entgiftungsorgane ausreichend funk­tionieren, ist gewährleistet, dass das erhöhte Aufkommen von aus­scheidungspflichtigen Substanzen während der Zeit des Nichtessens auch bewältigt wird.

Erfreuliche Kochsalzausschwemmung

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Etwa drei Gramm Kochsalz (NaCl) brauchen wir täglich. Was dar­über hinausgeht, stellt eine Belastung für den Organismus dar. Zu viel Kochsalz stört die Natrium-Kalium-Bilanz und führt zu Wasser­ansammlungen in den Geweben. Aber auch Gefäßverengungen und ein zu hoher Blutdruck gehen oft auf das Konto von zu viel Salz. I her kann Fasten als Tiefenreinigungsmaßnahme wirksam gegen­steuern. Während der ersten Fastentage werden übermäßig gefüllte Salzdepots und damit auch die unerwünschten Wasseransammlungen ausgeschwemmt. Die Entsorgung erfolgt über die Nieren bzw. den Urin und zum Teil auch über die Schweißdrüsen der Haut. Die Folgen sind besonders für Übergewichtige erfreulich. Bis zu ein Kilogramm Körpergewicht kann so an einem Tag abgefastet wer­den. Allerdings geht das meiste eben auf das Konto der Wasseraus­schwemmung, und der schöne Anfangserfolg verringert sich mit län­gerem Fasten. Nach ein paar Tagen ist der Salz- und Wasserhaushalt normalisiert, und die Gewichtsabnahme pro Tag verringert sich dann auf 300 bis 500 Gramm.

Säuren abbauen

Wie wichtig es ist, beim Fasten die Ausscheidungsorgane durch die Aufnahme von reichlich Flüssigkeit anzuregen, zeigt sich auch an ei­ner Besonderheit des Fastenstoffwechsels. Der Körper bezieht seine Energie in der Zeit des Nichtessens bevorzugt aus Fettreserven, aus Fettsäuren, die in den Fettzellen gespeichert sind. Im Blutserum und anderen Körperflüssigkeiten von Fastenden ist deshalb ein Säurean­stieg zu verzeichnen. Damit es in der Folge nicht zu Übersäuerungen und einer Verschiebung von überschüssigen Säuren in die Gewebe kommt, muss die Ausscheidungstätigkeit des Organismus konsequent angetrieben werden.

Verstärkte Flüssigkeitszufuhr

Dies geschieht, indem man viel trinkt, was wiederum die Nieren, die für den Säureabbau wichtigsten Organe, stimuliert. Für stark Überge­wichtige bedeutet das, bis zu fünf Liter am Tag zu trinken, auch wenn ihr Durstgefühl schon mit weniger gestillt wäre. Am günstigsten sind hierbei mit Mineralwasser verdünnte Obst- und Gemüsesäfte. Sie er­höhen das Aufkommen von Basen im Organismus, den chemischen Gegenspielern von Säuren. Auch vertieftes Atmen und Atemübungen tragen zum Erhalt des Säure-Basen-Gleichgewichts im Organismus bei. Über die Lunge wird Kohlensäure abgeatmet, was den Säurespie­gel im Organismus ebenfalls senkt. Man sollte also beim Fasten seine Atemgewohnheiten genau beobachten und möglichst verbessern.

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