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Apilarnil – das männliche Gegenstück zu Gelee Royale

Es ist wenig verwunderlich, dass die heilsamen Wirkkräfte des von Ammenbienen für die Aufzucht und Ernährung einer weiblichen, mit der ständigen Nachwuchsproduktion beschäftigten Königin erzeugten hormon­reichen Futtersaftes vor allem – und aus gutem Grund – von Frauen geschätzt werden. Tatsache ist aber, dass unzweifelhaft die Millionen Jahre alte Ge­schichte der Bienen ganz ohne die Vertreter der männlichen Spezies nicht zustande gekommen wäre – die natürliche Kraftquelle, die Gelee Royale darstellt, muss also wohl trotz seiner vielen weiblichen Hormone auch für männliche Wesen in irgendeiner Weise hilfreich, bekömmlich und lebenser­haltend sein. Oder hat Mutter Natur vielleicht doch diesen Drohnen, deren einzige Bestimmung (und Fähigkeit) offenbar ihre sexuelle Potenz darstellt, etwas Eigenes mitgegeben, mit dessen Hilfe sie in ihrer vollen Größe und Schönheit überdauern konnten?

Es war der rumänische Imker Nicolae Iliesu (dessen Anfangsbuchstaben sich in der Endsilbe der Produktbezeichnung „Apilarnil” – ,,-nil” – wieder­finden), dem eines Tages, vor etwa 30 Jahren, ein Nachbar von seiner sich -im Gegensatz zu früheren Jahren – auffällig schnell entwickelnden Entenbrut erzählte. Die beiden versuchten dem Phänomen auf die Spur zu kommen und schlössen haarscharf, dass wohl das den jungen Enten verabreichte Futter für deren überaus positive körperliche Entwicklung ausschlaggebend sein müs­se. Tatsächlich hatte der Nachbar in diesem Jahr besonders viele Drohnen­larven verfüttert. Aber richtig hellhörig wurde Iliesu doch erst, als ihm auch von anderer Seite dasselbe berichtet wurde. Nun war sein Imkerehrgeiz geweckt. Angespornt von der logischen Folgerung, dass, wenn eine Ernäh­rung mit Drohnenlarven sich positiv auf das Wachstum von kleinen Enten auswirkte, Vergleichbares auch bei anderen Tieren (oder sogar Menschen) möglich sein müsse, machte er sich auf die Suche nach Sponsoren, die ihn in der geplanten Feldforschung unterstützen sollten. Und er fand sie. In Regie­rungskreisen ebenso wie bei den im Imkerverband zusammengeschlossenen rumänischen Kollegen. In Kooperation mit Ärzten, Biochemikern, Apothe­kern u.a. konnte er nun mittels des ihm von anderen Imkern zur Verfügung gestellten Vorrats an Drohnenwabenzellen und -larven deren Eigenschaften und Wirkungsmöglichkeiten erforschen. Das Ergebnis war die Eintragung von mehr als 25 pharmakologisch wichtigen Eigenschaften des an männli­chen Hormonen reichen Bienenproduktes „Apilarnil” (von „API”: lat. apis = Biene, und „LAR”: rum. larva = Larve. „Apilarnil” bedeutet also „die Bie­nenlarven des Nicolae Iliesu”). Neben der medizinischen Nutzbarmachung von Apilarnil insbesondere zur Behandlung von Männerkrankheiten (Prosta­taleiden, Erektionsprobleme, Impotenz, Zeugungsunfähigkeit aufgrund zu geringer Spermienzahl) kam man übrigens ganz nebenbei auch einem spezi­ell für Imker nicht unwichtigen Effekt auf die Spur: Drohnenwaben eignen sich nämlich hervorragend als Falle für die gefürchtete Varroamilbe, den Hauptfeind der Bienenvölker.

Was ist Apilarnil?

Apilarnil ist ein Extrakt des gesamten Inhalts von 7 Tage alten Drohnenzel­len, d.h. es werden sowohl die 6-7 Tage alten Drohnenlarven als auch die in den Zellen befindlichen Nährstoffe (Honig, Bienenbrot, Propolisspuren) ver­wendet. Zur Herstellung werden die Zellen zerkleinert, homogenisiert, gefil­tert und gefriergetrocknet. Apilarnil-Heilbehandlungen können jedoch auch mit frischen, also unbearbeiteten Drohnenzellen durchgeführt werden, bei denen die in ihnen enthaltenen, bis zu 10% betragenden Verunreinigungen (Wachsspuren, Gewebereste von früher in denselben Zellen aufgezogenen Drohnenlarven, Varroamilben) nicht via Homogenisierung, Filtern und Gefriertrocknen ausgeschieden wurden.

Wie Gelee Royale besteht auch Apilarnil zu etwa zwei Dritteln (65-75 %) aus Wasser, der Rest an Trockensubstanzen enthält Proteine, Kohlenhydrate, Lipide (Fette), 19 verschiedene Aminosäuren, außer Betacarotin und Cholin die Vitamine A, E, B1 B2, B6, sowie Mineralstoffe (Kalzium, Phosphor, Sodium, Potassium und Magnesium) und Spurenelemente. Insgesamt ähneln die Inhaltsstoffe also denen von Gelee Royale, doch der hohe Anteil an männlichen Hormonen lässt andere Indikationen zu.

Davon abgesehen, dass Apilarnil wegen seiner Nährstoffe, Vitamine und Sexualhormone eine Art Kraftfutter für Mensch und Tier darstellt, eignet es sich wegen seiner leichten Verdaubarkeit auch gerade für kranke und ge­schwächte Menschen als Energiespender. Wie die von N. Iliesu in seinem 1990 in Rumänien erschienenen Buch „Apilarnil – Gesundheit, Kraft und langes Leben” veröffentlichten, in verschiedenen rumänischen Kliniken erar­beiteten Studien zeigen, gibt es darüber hinaus Heilerfolge mit Apilarnil (das oft in Kombination mit anderen Bienenprodukten angewendet wird) bei:

• allen Arten von Erschöpfungszuständen

• Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes, Gicht, Fettleibigkeit

•durch den Alterungsprozess hervorgerufenen mentalen und emotionalen Depressionen

•Immunsystemschwächen (Infektionen, grippale Effekte) Beeinträchtigungen des neuro-vegetativen Systems

•Potenzstörungen

•Funktionsstörungen des endokrinen Systems (Prämenstruelles Syndrom, Wechseljahrbeschwerden)

Kurz: Apilarnil dürfte – trotz seiner vielfältigen Wirkstoffe (und andernorts seit Jahrzehnten erprobten Einsatzmöglichkeiten) – das in unseren Breiten am wenigsten bekannte Bienenprodukt sein.

Eine Reaktion zu “Apilarnil – das männliche Gegenstück zu Gelee Royale”

  1. Gelee Royale

    […] haben? Es heißt „Apilarnil” und ist ein Produkt aus Drohnenlarven. Die Wirkung  von Apilarnil soll der von Viagra vergleichbar […]

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