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Apitherapie, die Behandlung mit Bienenprodukten

Was ist Apitherapie?

Apitherapie nennt man die Heilmethode, bei der Bienenprodukte zur Präven­tion, Heilung und Genesung von einer oder auch mehreren Krankheiten ein­gesetzt werden. Das Wort leitet sich vom lateinischen apis = Biene ab.

Prävention und Vorbeugung bedeutet, potentielle Feinde gar nicht erst in den Körper eindringen und sich dort einnisten zu lassen, die körp­ereigenen Abwehrkräfte so zu stimulieren und zu aktivieren, dass sie mögliche bereits im Körper befindliche Feinde schon schachmatt setzen, bevor sie sich in Fieber, Entzündungen oder Schmerzen bemerkbar machen. Heilung heißt, den Körper von einer Krankheit oder einem Krankheits­symptom vollkommen zu befreien. Genesung nennen wir den Prozess der Wiedererlangung der Körperkräf­te nach einer Krankheit – unabhängig davon, ob diese Krank­heit ein banaler grippaler Infekt oder eine Operation oder ein lang anhaltendes Trauma war. So umfassend dies bereits klingt – der Begriff Apitherapie meint noch mehr: Er bezeichnet eine wissenschaftliche Heilmethode auf ganzheitlicher Basis, die durch unzählige Behandlungserfolge längst international etabliert ist.

Gerade ihr ganzheitlicher Anspruch – die Gleichwertigkeit physischer, emotionaler und geistiger Vorgänge im menschlichen Leben und deren Berücksichtigung und Einbeziehung in den Heilungsprozess – macht die Apitherapie, die im Einklang mit anderen ganzheitlichen Naturheilmethoden (Phytotherapie, Aromatherapie, Akupunktur, Akupressur, Ayurveda) die Kräfte der Natur für den Menschen nutzt, wichtig, attraktiv und liebenswert.

Wussten Sie, dass…

  • der größte Apitherapie-Medikamenten-Hersteller Brasiliens, die Firma Apis-Flora, mit seinen Produkten mehr als 2000 Apotheken beliefert?
  • Das Wissen um die Heilkräfte von Bienenprodukten scheint bei Medizi­nern und Bevölkerung um einiges weiter verbreitet zu sein als bei uns. Es gibt nämlich in Brasilien bislang keinen einzigen (!) Apitherapeuten … n:, man in den Ländern des ehemaligen Ostblocks schon vor über 70 Jahren begonnen hat, die auf Bienenprodukten gründenden Heilverfahren zu erforschen?
  • es in Rumänien mehrere auf Apitherapie spezialisierte Kliniken gibt?

Die Prinzipien der Apitherapie

Apitherapie gehört zu den natürlichen Heilmethoden, die sich, obwohl sie vergessen oder totgeschwiegen waren – und trotz nach wie vor bestehender Ressentiments – Schritt für Schritt den ihnen gebührenden Platz in der Heil­kunde wieder zurückerobern. Apitherapie-Ärzte richten sich nach folgenden Regeln: Die apitherapeutische Diagnose einer Krankheit geschieht nach ganzheitlichen Gesichtspunkten, d.h., sie schließt die Erkenntnisse von Allo­pathie (Schulmedizin) ebenso ein wie diejenigen von Akupunktur, Ayurveda und Homöopathie.

Apitherapiemaßnahmen werden erst eingeleitet, wenn der Patient seinen Körper vorher durch Diäten, Fasten, Darmreinigung etc. „entgiftet” hat. Die verwendeten Bienenprodukte sollen nach Möglichkeit frisch und organisch sein, denn die industriell vertriebenen haben durch Überhitzung, Filterung und Raffinierung bereits einen Großteil ihrer Wirkstoffe eingebüßt.

Bei der Verordnung von Bienenprodukten sind deren Herkunft, Zusam­mensetzung und pharmakologische Eigenschaften zu beachten. Die Wirk­samkeit von Bienenprodukten hängt von ihrer Qualität ebenso ab wie von ihrer Lagerung. Anwendungsempfehlungen des Herstellers sind flexibel zu handhaben. Die Dosierung wird schrittweise erhöht. Die Kombination meh­rerer Methoden verbessert die Wirkkraft.

Vor der Behandlung muss sichergestellt sein, dass keine Allergien vorlie­gen. Die Bienenprodukte werden mit Hilfe bestimmter Transporterstoffe (Tee, Wasser, Saft, in Creme- oder Salbenform, als Inhalation, Injektion, Zäpf­chen) an die zu behandelnden Zielorte verabreicht. Dosierung und Anwendungsdauer jedes einzelnen Bienenprodukts rich­ten sich nach Alter, Gewicht und individueller Befindlichkeit des Patienten.

Es gilt der homöopathische Grundsatz „Similia similibus curantur” („Ähnliches kann durch Ähnliches geheilt werden”), entsprechend dem Al­lergien gegen Bienenprodukte mit geringen Dosen derselben Produkte behandelt werden. Der Zeitpunkt der Anwendung ist mit dem Biorhythmus des Patienten in Einklang zu bringen.

Apitherapie ist kein Allheilmittel. Sie wird in Kombination mit anderen Naturheilverfahren (Phytotherapie, Aromatherapie, Akupunktur, Ayurveda) praktiziert. Oberstes Gebot muss sein „Primum nil nocere” (Hippokrates): „In erster Linie nicht schaden”. Keine Experimente mit Patienten! Auf abso­lute Sicherheit der Methoden und qualitativ wertvolle Produkte ist zu achten. Eine wichtige therapeutische Maßnahme ist die Anregung der Blutzirkulati­on und Verbesserung des Blutflusses (via Massagen, Akupressur, Gymnas­tik, Taiji Quan, Qigong etc.)

Entspannung und Schlaf fördern die Heilwirkung. Sorgen Sie für ein sau­beres, harmonisches Umfeld. Auch eine von Familie und Freunden vermit­telte positive Lebenseinstellung trägt zum Erfolg der Therapie bei. Lassen Sie Ihren Patienten spüren, dass er in seiner Art einzigartig und seine Behandlung ganz auf ihn zugeschnitten ist. Jedes Bienenprodukt entfaltet bei jedem Patienten seine spezifische Heil­wirkung – manchmal mehr, manchmal weniger stark. Apitherapie wirkt nicht über Nacht. Insbesondere die Heilung chronischer Krankheiten verlangt Aus­dauer und Geduld.

Vermitteln Sie vor, während und nach der Behandlung Ihrem Patienten Achtung und Liebe gegenüber Bienen. Er soll (und kann) mit der Zeit sein eigener Apitherapeut werden! Jeder gute Apitherapeut ist genauestens über Leben und Lebensbedingungen der Bienen informiert – so genau, dass er selbst in der Lage sein müsste, Bienen zu halten. Halten Sie sich ständig auf dem Laufenden, treten Sie in Erfahrungsaustausch mit Spezialisten aus ande­ren Ländern, nutzen Sie für jeden einzelnen Patienten die Möglichkeiten, die das Internet bietet, um die bestmögliche Behandlungsstrategie für ihn zu ent­wickeln.

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