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Ayurvedische Ölmassagen

Ayurveda empfiehlt Ölmassagen als äußere Anwendun­gen, um die Schlack- und Giftstoffe des Körpers zu mobili­sieren. Dadurch wird sowohl der Blutkreislauf als auch der Lymphfluß angeregt, was zu einem schnelleren Abtransport von Ama beiträgt.

Das Einmassieren pflanzlicher Öle führt Ihrem Körper über die Haut aber auch wertvolle Nährstoffe zu. Außerdem wir­ken Massagen belebend und ausgleichend – sie sind Wohl­taten für Körper, Geist und Seele. Als Gleit- und Einreibemit­tel benötigen Sie hochwertiges, kaltgepresstes Sesamöl. Wenn Sie ein Pitta-Typ sind oder ein Hautleiden haben, ver­wenden Sie alternativ Oliven-, Kokos- oder süßes Mandelöl. Sämtliche Öle erhalten Sie in Apotheken, Reformhäusern, Naturkostläden oder Versandstellen.

Vorbehandlung von Sesamöl

Wenn Sie sich ein normales Sesamöl kaufen, muss dies zuerst vorbehandelt werden:

Eine Ölmassage von Kopf bis Fuß

  • Erhitzen Sie es langsam in einem Topf auf etwa 110 Grad. Zur Temperaturkontrolle ver­wenden Sie entweder ein Ther­mometer, oder Sie geben ein bis zwei Tropfen Wasser in das warme Öl.
  •  Sobald die Temperatur er­reicht ist, zerplatzen die Trop­fen mit hörbarem Geräusch. Das Öl ist nun »gereift«, das heißt, es ist für Massagen bes­ser geeignet und lässt sich län­ger aufbewahren. Stellen Sie deshalb pro Reifung etwas mehr Öl her (100 bis 200 ml), und bewahren Sie es in einer Glasflasche auf.
  •  Bevor Sie sich massieren, füllen Sie eine entsprechende Menge Öl in eine kleine Schale. Im Wasserbad erhitzen Sie das Öl auf Körpertemperatur, denn warmes Öl ist nicht nur ange­nehmer, es dringt auch leichter in die Haut ein.
  •  Wenn Sie ein duftendes Ein­reibemittel bevorzugen, das auf Ihr Dosha abgestimmt ist, können Sie dem Basisöl wohl­riechende ätherische Öle beimi­schen.
  •  Setzen Sie sich auf einen Hocker oder auf den Fußboden. Legen Sie eine Badematte oder ein Badetuch unter.
  •  Ölen Sie sich zunächst von Kopf bis Fuß ein. Dann ist das Öl bereits größtenteils in die Haut eingezogen, bevor Sie mit der Massage beginnen.
  •  Nachdem Sie alle Körperteile eingeölt haben, beginnen Sie, Ihre Kopfhaut langsam zu mas­sieren: Legen Sie dazu Ihre Fin­ger auf die Kopfhaut, und führen Sie die gleichen Bewegungen wie beim Haare waschen aus. Massieren Sie langsam und sorgfältig vom vorderen Haaransatz über die Seitenpartien, dann nach hin­ten bis zum Nacken.
  • Nehmen Sie nun Ihre Ohr­läppchen zwischen Daumen und Zeigefinger, und streichen Sie mit den Daumen auf und ab. 0 Danach legen Sie Ihre Finger auf die Stirn, so dass sich die Fingerspitzen auf der Stirnmitte treffen. Ziehen Sie sie mit leich­tem Druck links und rechts aus­einander bis zu den Schläfen, und enden Sie mit kreisenden Bewegungen auf den Schläfen. 0 Lassen Sie dann Ihre Finger über die Wangen bis zum Kinn kreisen. Hier führen Sie Quer­striche wie an der Stirn aus. Danach legen Sie beide Zeige­finger links und rechts seitlich an die Nase und massieren sanft auf und ab.
  • Nun folgt die Nacken- und Halsmassage: Dazu legen Sie beide Hände links und rechts auf Ihre Schultern und strei­chen mit etwas Druck Richtung Haaransatz auf und ab. An der vorderen Halspartie führen Sie nur sanfte Streichbewegungen aus, und zwar mit beiden Hän­den abwechselnd von unten, in Höhe der Schlüsselbeine, nach oben zum Kinn hin.
  • Die anschließende Armmas­sage sollten Sie mit leichtem Druck ausführen. Massieren Sie zuerst den rechten, dann den linken Arm. Beginnen Sie am Schultergelenk, und streichen Sie kleine Kreise in die Haut, dann reiben Sie den Oberarm mit Auf- und Abwärtsbewe­gungen. Am Ellbogen kreisen Sie wieder, dann folgen die Streichungen des Unterarms. Nachdem Sie auf dem Handge­lenk die Kreismassage durch­geführt haben, umfassen Sie jeden Finger einzeln und strei­chen vorsichtig zu den Fin­gernägeln hin. Die Brust wird mit kreisen­den Bewegungen sanft massiert, wobei Frauen um die Brust herum massieren. Auf dem Brustbein führen Sie sanfte Auf-und Abwärtsbewegungen aus.
  • Danach legen Sie Ihre rechte Hand flach auf den Bauch, während die linke Hand seitlich ruht. Nun führen Sie mit der rechten Hand Kreisbewegungen im Uhrzeigersinn durch. Mas­sieren Sie großflächig mit dem Handteller Kreise auf Ihren Bauch. Anschließend lassen Sie Ihre rechte Hand ruhen und führen mit der linken die Kreis­bewegungen aus.
  • Im Anschluss daran folgt die Rücken- und Gesäßmassage, wobei die Selbstmassage nur im unteren Rückenbereich möglich ist. Stellen Sie sich zunächst hin, und legen Sie Ihre Handflächen auf den unte­ren Teil Ihres Rückens. Üben Sie etwas Druck auf Ihre Hände aus, und streichen Sie sanft auf und ab. Mit den gleichen Handgriffen und Bewegungen massieren Sie dann Ihren Po.
  •  Für die anschließende Bein­massage können Sie sich wie­der hinsetzen. Verfahren Sie nun an den Beinen ebenso wie an den Armen: Massieren Sie zuerst das rechte, dann das linke Bein. An den Fuß- und Kniegelenken führen Sie Kreis­bewegungen aus, während Sie auf dem Muskelgewebe an Unter- und Oberschenkeln mit Druck auf und ab streichen.
  • Beschäftigen Sie sich danach ausgiebig mit Ihren Füßen, denn sie spielen eine wirklich tragende Rolle in Ihrem Leben. Außerdem befinden sich am Fuß wichtige Reflexpunkte, die durch das Massieren stimuliert werden. Beginnen Sie mit dem rechten Fuß: Legen Sie eine Hand auf den Fußrücken, die andere auf die Fußsohle. Dann streichen Sie sanft von den Zehenspitzen aufwärts bis hin zu den Knö­cheln. Von dort lassen Sie Ihre Hände wieder zurückgleiten. Nun legen Sie die Daumen bei­der Hände nebeneinander im Bereich der Ferse auf die Fuß­sohle. Üben Sie etwas Druck auf Ihre Daumen aus, und streichen Sie von der Ferse aus in Richtung Fußzehen. Dort angekommen, lassen Sie beide Daumen wieder mit sanf­tem Druck zurückgleiten. Stützen Sie nun den Fuß mit einer Hand, und massieren Sie jeden Zeh einzeln, und zwar mit kleinen Streichungen vom Gelenk aufwärts zur Fußspitze. Danach ziehen Sie leicht an jedem Zeh. Wenden Sie sich nun Ihrem linken Fuß zu.

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