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Das Ölziehen mit Sonnenblumenöl

 

Alles, was Sie zum Ölziehen brauchen, ist ein gutes kalt-gepresstes Sonnenblumenöl, möglichst aus biologischem Anbau. In vielen Supermärkten und Drogerieketten werden Sie das passende Öl finden, natürlich auch in jedem Natur­kostladen oder Reformhaus.

Auf nüchternen Magen (d.h. auch vor dem Zähneput­zen) nehmen Sie morgens einen Esslöffel Sonnenblumenöl in den Mund. Sie beginnen dann, das Öl langsam im Mund zu bewegen, es zu kauen und zwischen den Zähnen hin und her zu ziehen. Spülen Sie den Mund auf diese Weise für etwa zehn bis fünfzehn Minuten. Danach spucken Sie das Öl aus und spülen es im Abfluss von Waschbecken oder Toilette fort. Wenn Sie ein Gebiss oder eine Brücke tragen, sollten Sie den Zahnersatz vor dem Ölziehen herausneh­men.

Während des Ölziehens werden Sie zuerst bemerken, dass sich das Öl für eine kurze Zeit dickflüssiger anfühlt. Bald wird es jedoch durch die Einwirkung des Speichels dünnflüssig. Die angegebene Zeitdauer von zehn bis fünfzehn Mi­nuten ist ein grober Anhaltspunkt. Zu Beginn könnte es sein, dass Sie bereits nach beispielsweise fünf Minuten das Bedürfnis haben, das Öl wieder auszuspucken. Folgen Sie diesem Impuls, und halten Sie sich nicht sklavisch an eine vorgegebene Zeitdauer. Ihre spontanen Körperreaktionen folgen einer inneren Weisheit. Und für den Anfang könnte es in Ihrem individuellen Fall ausreichend sein, das Ölzie­hen nur sehr kurz zu praktizieren.

Demgegenüber können Sie auch das Bedürfnis haben, das Ölziehen bis zu zwanzig Minuten durchzuhalten. Auch das ist in Ordnung. Horchen Sie auf die feinen Signale Ihres Körpers und Ihre Intuition, um das für Sie Bekömmliche und Nützliche herauszuspüren und in die Tat umzusetzen. Das Gesagte gilt auch für die Menge des in den Mund ge­nommenen Öls. Wenn Sie sich anfangs noch unsicher sind oder das Ölziehen trotz leichter Ekelgefühle ausprobieren wollen, können Sie auch nur einen Teelöffel Öl im Mund schlürfen. Für die meisten ist jedoch ein Esslöffel Öl die ide­ale Menge zum Ölziehen am Morgen.

Wenn Sie das Öl nach durchschnittlich zehn bis fünf­zehn Minuten ausspucken, erkennen Sie, dass es sich nicht nur in der Konsistenz, sondern auch in der Farbe verändert hat. Das Öl ist unter der Einwirkung des Speichels dünnflüs­sig und weißlich-gelb oder ganz weiß geworden. Mit Hilfe eines Mikroskops lassen sich Bakterien und Krankheitser­reger nachweisen. Das Öl hat offensichtlich für den Körper schädliche Stoffe gebunden. Auf leichte, rasche Weise kön­nen sie nun ausgeschieden werden.

Das im Mund befindliche Öl darf also nicht herunter­geschluckt werden. Die Wirksamkeit des Ölziehens beruht ja gerade auf der Entgiftung über die Mundschleimhaut mit Hilfe dieses Trägermaterials Öl. Falls Sie aber aus Ver­sehen das ganze Öl heruntergeschluckt haben oder Ihnen ein bisschen davon die Kehle heruntergelaufen ist, müssen Sie nicht in Panik geraten. Das, was sich zu diesem Zeit­punkt in dem Öl befunden hat, war kurz zuvor Bestand­teil Ihres eigenen Körpers. Sie haben schlimmstenfalls Ihre Entgiftungsanstrengung zunichte gemacht; das ist aber auch alles. Wenn Ihnen ein solches Missgeschick jedoch fast bei jedem Mal geschieht, sollten Sie sich vielleicht nach einer anderen Methode des Entgiftens und Entschlackens umse­hen. Offensichtlich »stimmt« das Ölziehen dann nicht für Sie. Es könnte allerdings auch sein, dass Sie beim Ölziehen zu viele Dinge nebenher tun, von den Familienmitgliedern abgelenkt sind oder Ihnen die verschiedensten Gedanken durch den Kopf gehen. In diesem Fall brauchen Sie viel­leicht nur dafür zu sorgen, dass Sie das Ölziehen in einer ruhigen, konzentrierten meditativen Haltung durchfuhren und sich gegebenenfalls dabei hinsetzen.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass das Öl lange genug im Mund bewegt worden ist, dann spucken Sie es aus – in den Ausguss des Waschbeckens oder in die Toilette. Die ausgespuckte Flüssigkeit ist zwar zu diesem Zeitpunkt mit körpereigenen Schadstoffen angereichert, jedoch keines­falls Sondermüll, wie es manche überzogene Warnungen suggerieren. Sie verseuchen also nicht Ihr Waschbecken in bedenklichem Maße, wenn Sie das Öl in den Ausguss spu­cken und das Becken danach mit normalen Mitteln reini­gen, falls etwas danebengelaufen sein sollte.

Wenn das Öl draußen ist, spülen Sie den Mund mit war­mem Wasser gründlich aus und putzen sich anschließend die Zähne.

Idealer Zeitpunkt für das Ölziehen ist der Morgen. Sie können jedoch auch jeweils vor der Mittags- oder Abend­mahlzeit auf nüchternen Magen mit Öl spülen. Eine andere Möglichkeit ist, morgens vor dem Aufstehen und abends vor dem Schlafengehen das Ölziehen zu praktizieren. Pro­bieren Sie aus, was Ihnen am besten bekommt. Wenn Sie akut an einer Erkältung leiden oder erste Anzeichen einer Halsentzündung spüren, mag es sinnvoll sein, mehrmals

am Tag mit Hilfe des Sonnenblumenöls zu entgiften. Für das routinemäßige Ölziehen zur Gesundheitspflege könnte es Ihnen reichen, das Ölziehen zum festen Bestandteil Ihrer Morgentoilette zu machen.

Denken Sie jedoch immer daran, das Ölziehen nur mit leerem Magen zu praktizieren.

Das Ölziehen – die einzelnen Schritte

• Besorgen Sie sich ein kaltgepresstes Pflanzenöl, vorzugsweise Sonnenblumen- oder Sesamöl.

• Nehmen Sie auf nüchternen Magen etwa einen Esslöffel voll Öl in den Mund.

• Bewegen Sie das Öl in ruhigen Bewegungen im Mund: »Kauen« Sie es, und ziehen Sie es zwischen den Zähnen hindurch.

• Praktizieren Sie das Ölziehen für ungefähr fünfzehn Minuten.

• Spucken Sie das Öl aus, schlucken Sie nichts davon herunter.

• Spülen Sie den Mund gründlich mit Wasser aus, und putzen Sie sich die Zähne.

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