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Dauerhaft abnehmen

Wenn Sie tatsächlich zu viel wiegen, dann lohnt sich Abnehmen in jedem Fall. Selbst wenn Sie nicht Ihr Normalgewicht erreichen sollten – Ihr Körper wird Ihnen jedes Kilo weniger danken! Doch richti­ges Abnehmen muss man planen.

In diesem Artikel sollen typische Probleme mit Diäten aufge­führt werden, um klar zu machen, wa­rum viele Diäten gar nicht funktionieren können. Wenn Sie also schon einige Diä­ten hinter sich haben, ohne dauerhaften Erfolg – zweifeln Sie nicht an sich! Denn mit diesem Problem sind Sie wahrlich nicht allein. Die meisten Übergewichti­gen haben schon ein Dutzend Diäten und mehr ausprobiert, nur, um immer wieder zu scheitern. Etwa 90 Prozent al­ler Diäten enden nämlich vor dem Kühl­schrank!

So vermeiden Sie den Jo-Jo-Effekt   

Wer kennt das nicht: Kaum hat man sich mühsam die Kilos heruntergehungert -schwupp, sind sie auch schon wieder da! Dieser sogenannte Jo-Jo-Effekt, also der häufige Wechsel von Zu- und Abnehmen, ist das häufigste Problem herkömmlicher Diäten. Hier kann man ganz deutlich er­kennen: Das Abnehmen allein ist noch kein Sieg!

Der Jo-Jo-Effekt hat mehrere Ursa­chen. Weil dem Körper plötzlich weniger Energie zugeführt wird als sonst, stellt er sich auf eine Notsituation ein. Er schraubt seinen Energieverbrauch herunter, um auch mit dieser wenigen Energie auszu­kommen. Er geht sozusagen auf Spar­flamme. Hat man dann abgenommen, wird meist wieder normal gegessen, wie vor Beginn der Diät. Der Körper regis­triert ein Ende der Hungerphase und will natürlich schnell seine angegriffenen Energiespeicher wieder auffüllen. Der Grundumsatz bleibt weiterhin niedrig, schnell hat man das Gewicht wieder drauf, der Körper hat „sein” Gewicht wie­der hergestellt.

Nach einer Hungerphase füllt der Körper seine Energiespeicher schnell wieder auf.

Die Reduzierung des Energieverbrauchs hat mehrere Gründe. Zum einen kommt es bei jeder Gewichtsabnahme nicht nur zum Abbau von Fett, sondern auch zum Verlust von Muskulatur. Da die Muskula­tur wesentlich die Höhe des Grundum­satzes bestimmt, kommt es so zu einer deutlichen Reduzierung des Energiever­brauchs. Dieser Effekt ist bei Überge­wichtigen meist auch stärker ausgeprägt, durch die bereits erwähnten „Sparsam­keitsgene”. Zum anderen kommt es beim Abnehmen zu einer Veränderung des Hormonhaushalts, vor allem zu einem Absinken der Schilddrüsenhormone, was den Grundumsatz zusätzlich senkt. Zu­dem tritt natürlich auch weniger Thermogenese auf, weil weniger Nahrung gegessen wird. Mit anderen Worten: Je mehr Sie abnehmen, umso weniger Energie benötigen Sie! Durch das häufig wechselnde Körpergewicht steigt auch Ihr Krankheitsrisiko, beispielsweise das der Gallensteinbildung und der korona­ren Herzkrankheit. Auf Dauer wird auch das Abnehmen immer schwieriger.

Um diesen Jo-Jo-Effekt zu vermin­dern, sollte man die Energiezufuhr nicht – wie bei den meisten Crashdiä­ten – drastisch reduzieren, sondern in kleinen Schritten vorgehen. So kann man seinen Körper ein wenig austricksen: Er stellt sich nicht auf eine Hungersituation ein und vermindert deshalb den Grund­umsatz nicht so stark. Er kann sich lang­sam an die geringere Energiezufuhr ge­wöhnen. Nach einiger Zeit akzeptiert er dies und auch die Tatsache, dass sich das Körpergewicht vermindert hat. Das heißt, es stellt sich auf einem niedrigeren Ge­wichtsniveau ein neues Gleichgewicht ein, das der Körper als seinen „Richt­wert” ansieht, den es zu halten gilt. Ha­ben Sie diesen Punkt erreicht, dann ha­ben Sie den Kampf gegen Ihr Gewicht gewonnen! Doch diese neue Einstellung dauert natürlich einige Zeit. Jahrelange Gewohnheiten muss der Körper dafür aufgeben, ebenso wie Sie. Daher erklärt sich der Unsinn der Kurzdiäten!

Reduzieren Sie die Energiezufuhr in kleinen Schritten. Das Anti-Jojo-Prinzip: Einmal abnehmen für immer (GU Reihe Einzeltitel)

Crashdiäten -kurz und sinnlos

Wenn Sie sich „mal ein paar Tage” zu­sammenreißen und ganz konsequent Ihre Diät halten, danach aber wieder nor­mal weiteressen, kommt es nicht nur zum Jo-Jo-Effekt. Sie sollten sich auch klarmachen: Wenn Ihre Ernährung ein­mal dazu geführt hat, dass Sie überge­wichtig geworden sind, wird Sie Ihnen auch wieder eine Gewichtszunahme be­scheren. Daher kann keine Diät erfolg­reich sein, die nicht eine langfristige Um­stellung der Ernährung beinhaltet.

Das Tückische ist, dass gerade in den ersten Tagen einer Diät ein relativ großer Gewichtsverlust stattfindet. Die­ser ist jedoch vor allem auf die Ausschei­dung von Wasser zurückzuführen. Der Körper kann die fehlende Energie aus seinen Speicherstoffen Glykogen (Koh­lenhydrat), Eiweiß oder Fett decken. Alle drei Substanzen binden in der Zelle Was­ser, doch in unterschiedlichem Ausmaß. Verbraucht der Körper sein Glykogen oder Eiweiß, wird gleichzeitig auch recht viel Wasser freigesetzt und ausgeschie­den.

Dies geschieht in den ersten Tagen einer Diät, denn vor allem Glykogen ist die Speichersubstanz, die als erstes ver­braucht wird. Wenn der Körper 1000 Ki­lokalorien aus seinen Glykogen- und Ei­weißspeichern holt, kommt es zu einer Reduktion des Körpergewichts von 1 250 Gramm. So haben Sie zwar in den ersten Tagen einer Diät einen großen Gewichts­verlust, doch das Fett, das Sie ja eigent­lich loswerden wollen, wird kaum ange­griffen. Erst nach etwa drei Wochen sind 85 Prozent der Gewichtsabnahme auf den Abbau von Fett zurückzuführen. Da

Fett aber kaum Wasser bindet, kommt beim gleichen Kalorienverbrauch „nur” ein Gewichtsverlust von 167 Gramm her­aus! Also seien Sie nicht enttäuscht, wenn der Gewichtsverlust langsamer vonstattengeht, denn erst dann bekom­men Sie wirklich Ihr Fett weg!

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