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Der ganaue Ablauf einer Saftfastenwoche

Zuerst der Entlastungstag

Der Entlastungstag ist ein Tag der Umstellung. Vordergründig wird natürlich die Ernährung umgestellt. Man isst einfach, fleischlos und wenig und stimmt sich so auf die Fastentage ein. Aber auch der Aspekt der innerlichen Umstellung sollte eine Rolle spielen. Versuchen Sie, sich von Stress und Alltagsverpflichtungen loszulösen.

Darauf sollten Sie achten

► Obst, rohes oder gedünstetes Gemüse, Reis oder Kartoffeln sollten im Mittelpunkt der Ernährung stehen.

► Ebenso sind magere Milchprodukte wie Joghurt, Quark oder But­termilch und Knacke- oder Vollkornbrot für diesen Tag sinnvoll.

► Löffeln Sie morgens und abends ein Glas Buttermilch oder ein Ma­germilchjoghurt mit jeweils zwei Teelöffeln (geschrotetem oder fein aufgebrochenem) Leinsamen aus dem Reformhaus (z.B. Linusit). Das bindet Giftstoffe im Darm und fördert durch den hohen Ballaststof­fanteil ihre Ausscheidung.

► Essen Sie nur, wenn Sie Hunger haben. Kauen Sie gründlich, und hören Sie zu essen auf, sobald eine leichte Sättigung erreicht ist.

► Trinken Sie zweieinhalb bis drei Liter Mineralwässer, Kräuter- und Früchtetees am Tag. Erlaubt sind höchstens ein bis zwei Tassen Kaf­fee oder Schwarztee am Morgen. Alkohol ist tabu.

► Trinken Sie morgens und abends einen Heilpflanzencocktail oder je 50 Milliliter Heilpflanzensäfte Ihrer Wahl.

► Gehen Sie mindestens eine halbe Stunde lang zügig spazieren, oder betätigen Sie sich sportlich.

Wählen Sie unter folgenden Speisevorschlägen

► Obsttag: 2 bis 3 Pfand Früchte, verteilt auf 3 bis 5 Mahlzeiten

► Rohkosttag: Obst, Obstsalat oder Birchermüsli zum Frühstück, mit­tags und abends Rohkostplatte aus Blattsalaten, geraspelten Gemüsen und rohem Sauerkraut, angemacht mit einem leichten Dressing

► Reistag: Morgens und abends 50 Gramm Milchreis, in Milch ge­gart, ohne Zucker (eventuell Süßstoff), mit Zimt und Apfelmus oder gedünsteten Äpfeln; mittags 50 Gramm Reis, in Wasser gegart, ohne Salz, mit gedünstetem Gemüse (Möhren, Tomaten), gewürzt mit Kräutern und Hefeflocken

► Kartoffeltag: 6 bis 8 mittelgroße Pellkartoffeln mit gedünstetem Gemüse (z.B. Tomaten, Möhren, Chicorée), gewürzt mit frischen Kräutern und Hefeflocken in 3 bis 5 Portionen

► Hafertag: 3-mal täglich Haferflockenbrei (jeweils 3 Esslöffel Voll­kornhaferflocken mit etwas Magermilch oder Wasser aufkochen), da­zu Apfelmus oder gedünstetes Obst bzw. gedünstetes Gemüse, Hefe­flocken, Kräuter

► Mischkosttag: Morgens Birchermüsli; mittags Rohkostplatte mit Pell- oder Kümmelkartoffeln, Kräuterquark; abends Obstsalat mit Früchten der Saison, geschrotetem Leinsamen, Magermilchjoghurt, Knäckebrot

Um durch die nun folgende Saftfastenwoche den größtmöglichen Er­folg erzielen zu können, sollten Sie diesen Tag der Eingewöhnung be­reits als vollwertigen Teil der körperlichen und mentalen Grundreini­gung betrachten. Sie stimmen nicht nur Ihren Körper langsam auf eine Zeit ohne die gewohnte Nahrung ein, sondern können sich selbst darüber bewusst werden, dass nun eine Phase der Regeneration be­ginnt. Versuchen Sie, schon an diesem Tag Ruhe zu tanken, verschie­ben Sie die alltäglichen kleinen Wichtigkeiten der nächsten Tage – so­weit möglich – bereits jetzt auf später. Eine Saftfastenkur sollte nie »nur so nebenbei« gemacht werden.

Je intensiver Sie sie erleben wollen und sich dafür Zeit geben, desto größer wird die Bereicherung sein, die Sie sowohl für Ihren Körper als auch für Ihren Geist dabei erfahren werden.

 

Vier Saftfastentage hintereinander

Folgende Saftfastenalternativen stehen zur Wahl: Buchinger-Fasten mit Säften, Tees und Brühe oder das reine Rohsäftefasten. Bei letzte­rem gibt es keine Brühe, die zu konsumierende Saftmenge fällt dage­gen etwas reichlicher aus.

Sie müssen sich nicht unbedingt strikt an die vorgestellten Trinkpläne halten. Nehmen Sie ruhig ein Glas Saft mehr zu sich, als auf den Plä­nen angegeben, wenn Ihnen danach ist. Achten Sie nur darauf, dass Sie insgesamt auf nicht mehr als höchstens 400 Kilokalorien kommen. Und denken Sie daran: Fastentage sind ausschließlich Trinktage. Spa­ren Sie vor allem nicht mit kalorienfreien Mineralwässern oder Kräu­ter- und Früchtetees. Auch wenn der Durst auf sich warten lässt, dür­fen Sie keinesfalls zu wenig trinken!

Das dürfen Sie beim Rohsäftefasten (in etwa) zu sich nehmen

► 750 Milliliter (3/4 Liter) Frucht-, Gemüse- und Heilpflanzensäfte in 3 bis 5 Portionen (je 300 Milliliter Frucht- und Gemüsesäfte, 150 Milliliter Heilpflanzensäfte)

► Dazu beliebig viel Mineralwasser und kalorienfreie Kräutertees, mindestens jedoch 2 Liter

Trinkplan für einen Rohsäftetag (Vorschlag)

Nach dem Aufstehen 1 Glas Mineralwasser mit 1 Teelöffel Glauber oder Bittersalz, nach einer Weile 1 bis 2 Tassen Rosmarintee zur Anre­gung, 50 Milliliter Heilpflanzensaft

Zum Frühstück 100 Milliliter Gemüsesaft und 60 Milliliter Frucht­saft (getrennt)

Am Vormittag 75 Milliliter Fruchtsaft

Mittags 100 Milliliter Gemüsesaft und 50 Milliliter Heilpflanzensaft (gemischt)

Am Nachmittag 75 Milliliter Fruchtsaft

Abends 100 Milliliter Gemüsesaft, 75 Milliliter Fruchtsaft (getrennt)

Vor dem Zubettgehen 50 Milliliter Heilpflanzensaft (schlafför­dernd), 1 Tasse Baldriantee

Zwischen den Mahlzeiten Beliebige Menge ungesüßten Kräuter-und Früchte- oder Rotbuschtee sowie Mineralwasser, insgesamt min­destens 2 Liter

► Wer morgens und abends einen Heilpflanzencocktail trinkt, lässt dafür die Heilpflanzensäfte weg

Tipp: Wer Probleme mit dem Kreislauf bekommt, brüht sich 1 Tasse schwarzen Tee auf und gibt 1/2 Teelöffel Honig hinein.

Darauf sollten Sie achten

► Der Organismus kann die wertvollen Inhaltsstoffe besser verwer­ten, wenn man die Säfte in mehreren (am besten fünf) kleineren Por­tionen pro Tag zuführt.

► Welche Säfte Sie wählen, bleibt Ihnen überlassen. Sie sollten je­doch naturbelassen und ungesüßt sein, wie auf Seite 40 beschrieben. Sie können auch verschiedene Säfte mischen, aber seien Sie vorsichtig beim Mischen von Obst- und Gemüsesäften.

► Es ist ratsam, die Säfte im Verhältnis 1:1 mit (kochsalz- und nitrat­armem) Mineralwasser aufzufüllen; auf diese Weise bleibt immer sichergestellt, dass der Körper die nötige Flüssigkeitsmenge erhält. Man kann natürlich auch die entsprechende Menge Mineralwasser einfach dazu trinken.

► Wer einen empfindlichen Magen hat, gibt etwas Hafer-, Reis- oder Leinsamenschleim zum Saft (Rezept siehe Seite 53). So werden die Säfte besser vertragen.

Tipp: Obstsäfte enthalten oftmals mehr Fruchtzucker und haben ei­nen dementsprechend höheren Kaloriengehalt. Daher nicht weniger Gemüse- und Heilpflanzensäfte als angegeben trinken, eher mehr. Auf jeden Fall empfiehlt sich, bei Obstsäften den Kaloriengehalt stets genau zu kontrollieren und die Kalorienangaben auf den Etiketten der Saftflaschen zu berücksichtigen.

Trinkplan für das Buchinger-Fasten

Nach dem Aufstehen Darmreinigung durch Bitter- oder Glauber­salztrank oder Einlauf, 1 Tasse ungesüßten Pfefferminztee Zum Frühstück 2 Tassen Kräutertee (Rosmarin, Melisse, Pfeffer­minze, Malve, Ginseng), nach Belieben 1 Teelöffel Honig einrühren, oder dünner Schwarztee mit Zitrone, Heilpflanzencocktail oder 50 Milliliter Heilpflanzensaft

Vormittags 2 Gläser Mineralwasser oder 2 Tassen Kräuter- bzw. Früchtetee

Mittagessen 1/2 Liter Gemüsebrühe (Fastensuppe) oder 1/8 Liter frischer Gemüsesaft mit 1/8 Liter Mineralwasser gemischt Nachmittags 2  Tassen Kräuter- oder Früchtetee mit Zitrone und/oder 1/2 Teelöffel Honig

Abendessen 1/8 Liter Obst- oder Gemüsesaft, verdünnt mit 1/8 Liter Mineralwasser oder Gemüsebrühe, Heilpflanzencocktail oder 50 Mil­liliter Heilpflanzensaft

Vor dem Schlafengehen 1 Tasse Beruhigungstee (Baldrian, Melisse) Zwischen den Mahlzeiten Mineralwasser nach Belieben, mindes­tens jedoch 2 Liter

 

Rezept für die Fastensuppe

Zutaten (4 Portionen): 100 g Sellerieknolle, 100 g Petersilienwurzel, 100 g Fenchelknolle, 50 g Kartoffeln, 30 g Lauch, 1 kleine Möhre (Sie können die Zusammensetzung immer etwas variieren, auch an­dere Gemüsearten wie Tomaten oder Rote Bete hinzunehmen), 11 Wasser, 2 Lorbeerblätter, 4 Wacholderbeeren, 4 Pfefferkörner, einige wenige Körnchen Vollsalz, Hefeflocken

Tipp: Zu viel Lauch, Zwiebeln und Kohl sind zu meiden. Sie haben eine blähende Wirkung.

Zubereitung: Gemüse und Kartoffeln putzen und klein schneiden und in kaltem Wasser aufsetzen. Die Gewürze hinzufügen und aufkochen. 20 bis 30 Minuten lang bei geringer Hitze kochen lassen. Durch ein Haarsieb gießen. Die Brühe mit nur wenig Salz und 1/2 Teelöffel Hefeflocken abschmecken.

Tipp: Für die Aufbautage können Sie auf das Absieben verzichten und die Suppe mit dem klein geschnittenen Gemüse servieren. Wenn Sie wenig Zeit haben, können Sie die Fastensuppe auch aus gekörnter Gemüsebrühe oder Würfeln herstellen. Es gibt sehr gute Produkte im Reformhaus. Wegen des hohen Salzgehalts sollten Sie sie aber stärker als angegeben verdünnen.

1. Saftfastentag – alles loswerden

Der erste Fastentag beginnt mit einer gründlichen Darmreinigung. Sie ist sozusagen das Startsignal für das Fasten. Mit ihr vollzieht sich die Umstellung von der Aufnahme (von Nährstoffen) auf die Aus­scheidung (von Überflüssigem). Mit der ersten Darmreinigung verab­schiedet sich in der Regel auch der Hunger. Durch das Wissen, dass uns die »innere Ernährung« mit allem Nötigen versorgt, können wir uns entspannt auf das Abenteuer Fasten einlassen. Es ist anfangs noch ein bisschen ungewohnt, nichts zu essen. Wer aber genau in sich hineinhorcht, wird merken, dass es nicht Hunger ist, der an einem nagt. Es ist vielmehr die ungewohnte Unterbrechung in der Motorik des Speisens, die eine gewisse Leere hinterlässt. Das geht jedoch rasch vorbei, und es ist eine Chance, sich über den Wert all jener Dinge, die man tagein, tagaus automatisch konsumiert, wieder be­wusst zu werden.

Hinweis: Die Antibabypille gegebenenfalls erst drei Stunden nach dem »Glaubern« einnehmen, sonst ist die verhütende Wirkung nicht mehr garantiert.

2. Saftfastentag – die Krise meistern

Der zweite Fastentag ist für viele der Tag des Zweifelns und der klei­nen Krisen. »Warum tue ich mir das eigentlich an? «, mag man sich fragen und: »Ob das wirklich gesund ist? «, oder: »Wo bleiben die neuen Perspektiven, die sich angeblich auftun? « Manche sind unru­hig, nervös, vielleicht sogar schlecht gelaunt. An ein Aufgeben kann man denken, aber man sollte es nicht tun.

Frische Luft und Bewegung

Später werden Stolz und Freude, es geschafft zu haben, für den Ver­zicht vielfach entschädigen. Und der erste Bissen nach dem Fasten wird garantiert zu einer Explosion der Sinne. Genießen Sie die Vor­freude darauf – ohne Angst zu haben, dass Sie dann vielleicht zu viel essen. Gerade wenn Sie jetzt durchhalten, wird Ihr Körper mit viel weniger zufrieden sein. Trübe Gedanken oder körperliche Unwohl­seinsgefühle verscheuchen Sie am besten mit etwas sportlicher Bewe­gung, möglichst in frischer Luft.

3. Saftfastentag – Bäume ausreißen

Dieser Tag beginnt wieder mit einer Darmreinigung. Es muss nicht unbedingt die Bittersalzlösung oder der Einlauf sein, manchmal genügt schon ein Glas Sauerkrautsaft oder Molke, um die Verdauung in Gang zu bringen. Hunger ist heute kein Thema mehr. Bei vielen stellt sich eine leichte Euphorie ein. Manche glauben, Bäume aus­reißen zu können. Doch Vorsicht, man ist weniger leistungsstark, als man sich vielleicht einschätzt, und sollte sich nicht zu viel zumuten. Zwar ist das tägliche Bewegungspensum sehr wichtig für den Fas­tenerfolg, aber es ist nicht die Zeit für Rekorde.

Anderer Rhythmus

Die meisten dürften bemerkt haben, dass sie nachts nicht so gut wie sonst schlafen, dass aber das Ruhebedürfnis tagsüber recht groß ist. Geben Sie dem nach, wenn Sie nicht gerade arbeiten müssen. Und nicht vergessen: Da man leicht friert, sollte man sich stets warm ein­packen oder eine Schicht mehr zum Drüber- oder Drunterziehen griffbereit haben.

4. Saftfastentag – Gefühle zulassen

Es mag am vierten Fastentag sogar ein bisschen Wehmut aufkommen, dass die Tage der Selbstfindung, der Besinnung auf das eigene körper­liche und seelische Wohlbefinden, morgen schon vorbei sind. Darun­ter mischt sich andererseits Genugtuung, weil man etwas, das man sich vornahm, so auch durchgeführt hat. Es gesellt sich aber auch die Vorfreude auf einen Apfel oder auf Speisen hinzu, die man in ihrer Schlichtheit vor der Kur oft gar nicht mehr wahrgenommen oder als »für den hohlen Zahn« verschmäht hat.

Andere Wahrnehmungen

Überhaupt können sich nach ein paar Fastentagen ungewohnte Ge­fühle melden, häufig solche, von deren Existenz man bislang gar nichts wusste oder die man längst aufgearbeitet glaubte – Trauer, Lie­be, Enttäuschungen. Verscheuchen Sie sie nicht, sondern beschäfti­gen Sie sich mit ihnen, lassen Sie sie zu – das ist der erste Schritt zu ih­rer wirklichen Aufarbeitung.

5. und 6. Tag – zwei Aufbautage

Die Aufbautage dienen dazu, den Körper stufenweise zurück zur nor­malen, vollwertigen Ernährung hinzuführen. Vor allem der Darm muss allmählich wieder daran gewöhnt werden, feste Nahrung zu ver­dauen. Man darf ihn nicht gleich mit zu schwerer Kost überfordern oder mit den alten Essgewohnheiten konfrontieren.

An den Aufbautagen ist Folgendes zu beachten

► Essen Sie nach wie vor wenig. Sobald eine leichte Sättigung ein­tritt, hören Sie auf zu essen.

► Essen Sie langsam, und kauen Sie die Speisen gründlich; so sind Sie schneller satt.

► Trinken Sie viel, nämlich wie bisher Mineralwässer und ungesüßte Früchte- und Kräutertees.

Das dürfen Sie an den Aufbautagen essen

► Leinsamen (in Joghurt oder Getreideflocken mit Milch verrührt) oder eingeweichte Backpflaumen/Dörrfeigen zur Anregung der ruhig gestellten Verdauung

► Brot oder Brötchen, Flocken aus Vollkorn, Knäckebrot

► Gedünstetes Gemüse oder Gemüsesuppe

► Rohkost mit leicht verdaulichen Gemüsen und Salaten, ergänzt mit frischen Kräutern

► Fettarme Milcherzeugnisse wie Buttermilch, Dickmilch, Mager­milch, Joghurt oder Magerquark; etwas Butter

► Eventuell ein weich gekochtes Ei, etwas magerer Schinken oder zarte Putenbrust

► Säfte oder Heilpflanzencocktails

Das sollten Sie an den Aufbautagen meiden

► Hülsenfrüchte aller Art (Erbsen, Bohnen, Linsen), alle gekochten Kohlsorten

► Fettes, Gebratenes und Paniertes

► Fleisch und Wurst, Innereien, Saucengerichte

► Fertigspeisen

► Süßigkeiten, Kuchen, Torten, Eiscreme

► Genussmittel wie Alkohol und Nikotin

Tipp: Wenn Sie sich über die Aufbautage hinaus ein paar Tage wie oben ernähren könnten, würde das den Fastenerfolg noch steigern.

Das Fastenbrechen am vorletzten Tag

Das Fastenbrechen wird vormittags mit einem knackigen Apfel einge­leitet. Man isst ihn mit allem Drum und Dran, also samt Schale und Kerngehäuse. Besser als nach dem Fasten wird ein Apfel nie schmecken. Für manche stellt er dann eine wahrhaft paradiesische Frucht dar, nahezu eine Offenbarung. Zudem spendet er wertvolle Mineralstoffe und Fruchtsäuren und fördert durch seinen Pektin­gehalt die Darmbewegung.

Vorschlag für einen Speiseplan

Nach dem Aufstehen 1 Tasse Pfefferminztee; eventuell zusätzlich 1 Glas Sauerkrautsaft oder Molke, eingeweichte Backpflaumen oder Dörrfeigen samt Einweichwasser zum Ankurbeln der Verdauung Zum Frühstück 2 Tassen Kräutertee oder dünner schwarzer Tee, 1 Heilpflanzencocktail

Vormittags 1 Apfel samt Schale und Kerngehäuse Mittagessen 1 Teller dicke Kartoffel-Gemüse-Suppe mit Kräutern nachmittags 1 Magermilchjoghurt mit 1 Teelöffel Sanddornsaft abends 2 Scheiben Knäckebrot mit wenig Butter und etwas Kräu­terquark, 1 Glas Buttermilch mit 2 Teelöffeln Leinsamen, 1 Heil­pflanzencocktail, Kräutertee vor dem Schlafengehen Baldriantee oder -saft

Rezept für dicke Kartoffel-Gemüse-Suppe (1 Portion)

Zutaten: je 1 kleine Kartoffel, Möhre, Stange Lauch, Sellerieknolle, Petersilienwurzel, 1/2 1 Wasser, 1/2 TL gekörnte Gemüsebrühe oder 1/2 Brühwürfel, etwas gemahlene Muskatnuss und Majoran, 1/2 TL Hefeflocken, eventuell 1 EL saure Sahne, frisch gehackte Petersilie

Zubereitung: Die Kartoffeln schälen, das Gemüse waschen und putzen und in Würfel schneiden. Das Wasser zum Kochen bringen. Kartof­feln und Gemüse zugeben und 20 Minuten lang bei geringer Hitze kochen lassen. Die Suppe vom Herd nehmen, mit dem Pürierstab pürieren oder Kartoffeln und Gemüse mit einer Gabel zerdrücken. Die gekörnte Gemüsebrühe (oder Brühwürfel) zugeben und mit Mus­katnuss, Majoran und Hefeflocken abschmecken. Eventuell noch heißes Wasser nachgießen und 1 Esslöffel saure Sahne einrühren. Vor dem Servieren die Kartoffelsuppe mit der Petersilie bestreuen.

Zweiter Aufbautag und Ende der Saftfastenkur

Nach dem Aufstehen Eingeweichte Backpflaumen oder Dörrfeigen samt Einweichwasser

Zum Frühstück Birchermüsli, 2 Tassen Kräutertee oder Schwarztee mit Zitrone

Vormittags Heilpflanzencocktail

Mittagessen Rohkostplatte mit leicht verdaulichen Salaten und Gemüse, dazu Pellkartoffeln, eventuell etwas mageren Schinken oder Putenbrust, Kräutertee nachmittags Heilpflanzencocktail

Abendessen 2 Vollkornbrötchen oder -brote, 1 weich gekochtes Ei, 1 Scheibe magerer Käse, etwas Butter, 1 Magermilchjoghurt mit 2 Tee­löffeln Leinsamen

Vor dem Schlafengehen Baldriantee oder -saft

Birchermüsli

Vermischen Sie 1 Becher Magermilchjoghurt (oder 1 Tasse Milch), 2 bis 3 Esslöffel kernige Haferflocken (oder andere Getreideflocken), 1 kleinen geraspelten Apfel (oder anderes Obst), 1 Teelöffel gehackte Nüsse. Nach Geschmack können Sie 1 Teelöffel Honig (oder einge­weichte Rosinen) und frischen Zitronensaft hinzugeben. Wer vollwer­tig genießen möchte, verwendet frisch gemahlene Getreidekörner.

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