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Die medizinische Verwendung von Teebaumöl

Gegenwärtig werden detaillierte Forschungen über verschie­dene Arten von Teebaumöl durchgeführt, um die geeignet­sten Zusammensetzungen für unterschiedliche medizinische Anwendungen zu ermitteln. Da die Teebaumölindustrie sich in einem gewaltigen Aufschwung befindet, wird es in Zu­kunft spezielle Öle für die verschiedensten Beschwerden ge­ben – denn die optimale Zusammensetzung für die Behand­lung von Pilzerkrankungen muss nicht unbedingt dieselbe sein wie für die Behandlung einer Bakterieninfektion.

Eine der hauptsächlichen Eigenschaften, die Teebaumöl von vielen anderen Heilmitteln unterscheidet, ist, dass es gegen alle drei Arten ansteckender Organismen wirkt.

• Bakterien

• Pilze

• Viren.

Antiseptische und bakterizide Wirkung

Diese Wirkung ist besonders für die Erste Hilfe von Bedeu­tung: bei der Behandlung von Schnitt- und Brandwunden, Abschürfungen, infizierten Splittern, Insektenstichen und al­len anderen Wunden, vor allem, wenn diese verschmutzt sind oder eitern. Als Antiseptikum ist Teebaumöl außerdem ein wertvolles Mittel für die allgemeine Hautpflege, beson­ders bei Pickeln, Mitessern, Akne.

Auch für die Behandlung von Infektionen der Atemwege -z.B. bei Grippe, Bronchitis oder Nebenhöhlenentzündun­gen – hat sich Teebaumöl bewährt. Außerdem ist es gut geeignet für die Therapie von Be­schwerden im Genitalbereich – z. B. Blasenentzündung oder Ausfluss.

Pilztötende Wirkung

Besonders wirksam ist Teebaumöl bei der Behandlung von Pilzerkrankungen – z.B. Ringelflechte, Fußpilz und Soor. In­zwischen wird Teebaumöl auch erfolgreich bei Pilzerkran­kungen von Haustieren, Fischen und Pflanzen eingesetzt.

Wirkung gegen Viren

Viren verursachen die meisten epidemischen (seuchenarti­gen) Krankheiten. Da Teebaumöl auch hier wirkungsvoll eingesetzt werden kann, empfiehlt es sich besonders zur Be­handlung von Krankheiten wie Masern, Windpocken, Grip­pe und Erkältung.

Auch bei Viruserkrankungen der Haut, wie z.B. Warzen, kann Teebaumöl verwendet werden.

Wirkung auf das Immunsystem

Die Wirksamkeit von Teebaumöl bei der Bekämpfung von Infektionen wird zusätzlich verstärkt durch seine Fähigkeit, die körpereigenen Abwehrkräfte zu stärken. In diesem Zu­sammenhang ist Teebaumöl besonders wichtig bei der Vor­beugung gegen Krankheiten. Vor allem, wenn der Körper geschwächt ist – z. B. durch Stress, Krankheit und die Ver­wendung von Antibiotika oder anderen Medikamenten, die die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers vermindern -, kann Teebaumöl eine große Hilfe sein. Das gleiche gilt für Menschen, die vor einem chirurgischen Eingriff stehen oder an chronischen oder lang anhaltenden schwächenden Krank­heiten leiden, z. B. Drüsenfieber oder Leberentzündung (Hepatitis).

Eine mögliche Anwendung bei Aidserkrankungen wird gegenwärtig untersucht. Sicherlich wäre es zu optimistisch, vom Einsatz des Teebaumöls zu erwarten, dass durch ihn das bedrohliche Virus besiegt werden könnte. Doch ist schon die Stärkung des Immunsystems für Aidsinfizierte ein entschei­dender Nutzen, der den Ausbruch der Krankheit vielleicht hinauszögern oder ganz verhindern kann. Die Stärkung der Abwehrkräfte, mit denen sich der Organis­mus selbst schützen kann, ist oft die wertvollste Hilfe, die wir unserem Körper geben können.

Zur Beachtung

Teebaumöl ist ein besonders sanft wirkendes Naturheilmit­tel, da es bei äußerer Anwendung weder giftig noch in ir­gendeiner Form hautreizend ist. Trotzdem ist es möglich, dass manche Menschen auch gegen Teebaumöl allergisch oder empfindlich sind. Deshalb sollten Sie vor einer Anwen­dung sorgfältig die Verträglichkeit in Ihrem individuellen Fall prüfen und die gebotene Vorsicht walten lassen.

Checkliste vor der Verwendung von Teebaumöl

• Manche Haut reagiert empfindlich auf reines Tee­baumöl. Vor einer Behand­lung deshalb zuerst einen Hauttest durchführen: einige Tropfen reines Tee­baumöl auf dem Hand­rücken eine Stunde einwir­ken lassen; treten Haut­reizungen auf, das Öl mit viel kaltem Wasser ab­spülen und nur verdünnt (mit Wasser oder Oliven-, Mandel- oder Avocadoöl) verwenden.

• Teebaumöl darf nicht in Kontakt mit den Augen kommen!

• Teebaumöl ist nicht für die innerliche Anwendung geeignet – es sei denn, dass es ärztlich verordnet wurde.

• Obwohl Teebaumöl nicht giftig ist, ist es doch stark wirksam. Deshalb sollte es während einer Schwanger­schaft und für Kinder unter 18 Monaten nur in Ver­dünnung (Wasser oder Öl) verwendet werden.

• Auch bei der Haustierpfle­ge gilt: bei kleinen Tieren und Jungtieren Teebaumöl zur Pflege nur in einer Ver­dünnung verwenden. Kat­zen sind besonders emp­findlich gegen ätherische Öle – auch gegen Tee­baumöl. Deshalb sollten Sie auch bei der Katzenpflege das Teebaumöl immer verdünnen!

• Achten Sie darauf, Tee­baumöl immer nur in bester Qualität aus kontrolliertem

Anbau zu kaufen. Da die Nachfrage nach diesem Öl ständig anwächst, bringen manche Firmen Teebaumöl auf den Markt, das in sei­ner Zusammensetzung nicht dem vorgeschriebe­nen Standard entspricht oder mit anderen Ölen versetzt ist.

Nur mit einem reinen Tee­baumöl von verlässlicher, bester Qualität können Sie sichere und wirksame therapeutische Erfolge erzielen.

• Wichtig: Sollte die Behand­lung mit Teebaumöl nicht den gewünschten thera­peutischen Erfolg bringen oder die Symptome sich gar verschlimmern, sollten Sie unbedingt Ihren Arzt auf­suchen.

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