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Die Nahrung als Ursache für Sodbrennen

Wenn die Nahrung schuld ist…

Direkten Einfluss auf das Sodbrennen hat die Nahrung zwar nicht, aber in­direkt kann sie doch Sodbrennen her­vorrufen. Vor allem wenn man kurz vor dem Schlafengehen noch eine größere Mahlzeit zu sich nimmt, kann man damit rechnen, dass es zu Sodbrennen kommt. Die Gründe: Die Füllung des Magens bewirkt einen stärkeren Druck auf das „Ventil”, das den Magen zur Speiseröhre hin ver­schließt. Wenn man sich dann noch in die Horizontale – also ins Bett – be­gibt, erhöht sich dieser Druck auf den Magenverschluss noch – es besteht ei­ne erhöhte Gefahr, dass der Ver­schluss dem Druck nicht standhalten kann und sich öffnet. Daraufhin fließt Magensäure in die Speiseröhre zurück.

Erschwerend kommt hinzu, dass nach dem Essen die Drüsen im Magen mehr Säure produzieren. Das ist nur zu selbstverständlich, schließlich be­kommt der Magen durch die Nah­rungsaufnahme etwas zu tun: Er muss den Speisebrei weiterverarbeiten, be­vor dieser in den Darm geleitet wer­den kann. Leider ist das der Speiseröh­re nicht gerade zuträglich, denn auf diese Weise gelangt mehr Magensäu­re in die Speiseröhre – das Sodbren­nen wird stärker.

Zu viel Fett = stärkere Magensäureproduktion

Vor allem fettreiche Speisen lösen häufig Sodbrennen aus. Der Grund: Sie verweilen von allen Speisen die längste Zeit im Magen und sorgen so­mit dafür, dass fortlaufend Magensäu­re produziert wird. Wenn Sie nun vor dem  Zubettgehen  eine  fettreiche Mahlzeit zu sich nehmen und sowie­so öfter unter Sodbrennen leiden, können Sie in vielen Fällen davon ausgehen, dass sich auch jetzt Sod­brennen einstellen wird – zumal, wenn Sie Ihren Kopf im Bett flach la­gern. Dann kann die Säure relativ problemlos in die Speiseröhre fließen, wenn der Verschluss zum Magen „un­dicht” ist.

Wenn Speisen das Sodbrennen verstärken

Das hier könnte Ihnen helfen
Es gibt bestimmte Nahrungsmittel, die die Speiseröhre zusätzlich reizen oder zum Teil sogar Sodbrennen mit auslösen können. Welche Speisen das sind, finden Sie am ehesten durch Selbstbeobachtung heraus – schließ­lich können sich die Nahrungsmittel, die Sodbrennen begünstigen, von Person zu Person unterscheiden. Falls Sie häufiger Sodbrennen ha­ben, ist es am sinnvollsten, wenn Sie sich in einem kleinen Büchlein oder auf einem Zettel notieren, welche Nahrungsmittel Sie tagsüber zu sich nehmen. Stellt sich nach einer der Mahlzei­ten Sodbrennen ein, notieren Sie es auf dem jeweiligen Zettel – schreiben Sie z. B. einfach hinter die jeweilige Mahlzeit „Sodbrennen 20 Minuten nach dem Essen eingetreten”. Nach und nach werden Sie wahrscheinlich erkennen, welche Speisen (oder Ge­tränke) es sind, die das Sodbrennen begünstigen. Sie müssen nur die ein­zelnen Einträge miteinander verglei­chen und herausfinden, ob es immer nach dem Verzehr bestimmter Nah­rungsmittel zu Sodbrennen gekom­men ist.

Im Übrigen kann es auch sinnvoll sein zu notieren, was Sie im Anschluss an die Mahlzeit gemacht haben. Ha­ben Sie sich vielleicht sofort nach dem Essen hingelegt, um ein Mittags­schläfchen zu halten? Oder haben Sie eine Tätigkeit verrichtet, bei der Sie sich häufig bücken mussten? Schließ­lich kann auch eine solche Tätigkeit maßgeblich dazu beitragen, ob es zu Sodbrennen kommt oder nicht.

Es gibt natürlich auch einige Spei­sen, von denen allgemein bekannt ist, dass sie die Entstehung von Sodbren­nen begünstigen oder es sogar noch verstärken. Eine Liste dieser Nah­rungsmittel finden Sie in der Tabelle auf der vorhergehenden Seite.

Auch die Größe der Mahlzeit ist entscheidend

Wie man sich leicht vorstellen kann, ist der Druck, der auf den Verschluss des Magens zur Speiseröhre hin aus­geübt wird, umso stärker, je mehr der Magen gefüllt ist. Das Risiko, Sod­brennen zu bekommen, steigt also, wenn man drei große Mahlzeiten am Tag zu sich nimmt anstatt die Nah­rung auf mehrere kleinere Portionen aufzuteilen. So verständlich es auch ist, dass man mit dem Essen nicht gern aufhört, wenn es am besten schmeckt: Wer unter Sodbrennen lei­det, sollte es unbedingt vermeiden, zu den einzelnen Mahlzeiten zu viel zu essen. Besser ist es, eine weitere Zwi­schenmahlzeit einzulegen.

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