Eine Aloe Vera Pflanze für zu Hause

Die Aloe vera ist eine anspruchslose und genügsame Pflanze, die Sie ohne Probleme auch selbst ziehen können. So haben Sie im Not fall immer ein Frischblatt zur Hand, mit dem Sie bei Verbrennungen oder Verletzungen der Haut erste Hilfe leisten können. Damit die Wirkstoffe der Heilpflanze ausgereift sind, sollte sie allerdings am besten fünf Jahre alt sein.

DIE RICHTIGE PFLEGE

Wie jede andere Zimmerpflanze auch, benötigt die Aloe vera die entsprechende Pflege, damit sie gut gedeiht und ein hohes Alter erreicht. Es sind jedoch nur ein paar Regeln, die Sie dabei beachten sollten.

Pflanzgefäß und Substrat

Sie benötigen einen großen Tontopf, in dem die Aloe vera Pflanze ihre Wurzeln gut aus­breiten kann. Denn sie dringt mit ihnen nicht tief in die Erde, sondern streckt sie dicht unter der Erdoberfläche weit aus. Für das Pflanzsubstrat mischen Sie Zim­merpflanzenerde und Sand im Verhältnis 1:1.

Die optimale Temperatur

An einem hellen Platz bei normaler Zimmertemperatur (nicht unter 5 °C) gedeiht die Aloe vera gut. Zudem stärken die bakterien- und keimtötenden UV-Strahlen der Sonne die Pflanze gegen Ungezieferbefall. Im Sommer können Sie die Pflanze auf den Balkon oder die Terrasse stel­len. Doch Vorsicht: Die Aloe als Topfpflanze reagiert empfindlich auf direkte Sonneneinstrahlung und muss deswegen vor praller Sonne geschützt stehen, damit sie keinen »Sonnenbrand« bekommt. Die Blätter wer­den dadurch saftlos und trocken. Das gilt auch für ei­nen Platz auf der Fensterbank, weshalb sich ein West­ oder Ostfenster besser eignet als eines im Süden. Steht die Aloe im Freien, sollten Sie berücksichtigen, dass sie keinen Sturm verträgt, wohingegen ihr ein leich­ter Wind nichts ausmacht.

Richtig gießen

Bei trockenem Sommerwetter ist der Flüssigkeitsbedarf der Aloe mit ein- bis zwei­maligem Gießen pro Woche gedeckt. Als Faustregel gilt: Gießen Sie Ihre Aloe vera Pflanze immer erst dann, wenn die Erde trocken ist. Ist sie noch feucht, wenn Sie den Fin­ger ein wenig hineinstecken, geben Sie kein weiteres Wasser zu. Denn die Aloe steht nicht gern im Wasser. Aus demselben Grund sollten Sie auf eine gute Drai­nage achten, damit überschüssiges Wasser aus dem Topf abfließen kann. Legen Sie dazu einige größere Tonscherben in den Topf, ehe Sie mit Erde auffüllen. Bei großer Hitze sprühen Sie die Blätter mindestens einmal am Tag mit lauwarmem Wasser an, damit sie ihre frische grüne Farbe behalten. Düngen Sie Ihre Aloe vera im Sommer zudem einmal wöchentlich mit Kakteendünger. Ist die Luft feucht oder regnet es viel, benötigt die Pflanze weniger Wasser, da sie fast die gesamte Feuchtigkeit über die Poren ihrer Blätter aufnimmt. Auch im Win­ter müssen Sie weniger gießen als im Sommer. Oft genügt es dann, alle 14 Tage zu wässern – es sei denn, die Pflanze steht in einem stark geheizten Raum mit trockener Heizungsluft. In diesem Fall müssen Sie wie im Sommer gießen und die Blätter regelmäßig besprühen.

DER WEG ZUR EIGENEN ALOE-VERA-PFLANZE

Es ist nicht immer leicht, eine Aloe vera zu bekommen. Die wenigsten Blumenhand­lungen haben die Pflanze im Standardsortiment und müssen sie deshalb erst be­stellen. Neben dem Pflanzenfachhandel können Sie Ihr Glück auch bei Herstellern von Aloe-vera-Produkten versuchen, die Frischpflanzenblätter liefern. In den meisten Fällen können Sie den Wunsch nach einer eigenen Topfpflanze erfüllen. Eine grö­ßere Aloe, die mindestens ein halbes bis ein Jahr alt ist, kostet um die 30 Euro. Klei­nere Pflanzen werden in der Regel nach ihrem Gewicht berechnet: Pro 500 Gramm zahlen Sie dann 2 bis 3 Euro.

Finger weg heißt es dagegen bei Aloe-vera-Pflanzen aus dem Supermarkt. Sie sind zwar meist recht preisgünstig, dafür können Sie davon ausgehen, dass sie chemisch gedüngt und mit Pestiziden besprüht wurden. Als Erste-Hilfe-Pflanzen eignen sich diese Aloen nicht.

Ableger nehmen

Ist Ihre Aloe vera Pflanze älter als drei Jahre, wachsen im Frühjahr unterhalb der unteren Blatt­reihe Ableger aus dem Stamm. Wenn Sie die Pflanze umtopfen, können Sie diese Ableger mit einem scharfen Messer abtrennen und in einen eigenen kleinen Topf mit entsprechendem Substrat einsetzen.