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Ayurvedische Ernährung

Richtige Ernährung ist die Grund­lage für das harmonische Zusam­menspiel von Körper, Geist und Seele. Deshalb legt die Ayurveda Ernährung nicht nur Wert auf das, was Ihr Körper braucht, son­dern auch Geist und Seele essen mit. Essen sollte ein lustvolles Er­lebnis sein, an dem all Ihre Sinne teilhaben. Mit Hilfe der ayurvedischen Ernährung können Sie Ihre Persönlichkeit in der Balance hal­ten, so wie es Ihr Dosha-Typ erfor­dert. Sie lernen jedoch auch, eine gestörte Balance wiederherzustel­len. Lernen Sie Essen für sich neu.

Geben Sie Ihrem Körper, was er braucht

Richtige Ernährung hilft oft mehr als alle Medizin. Mit der Ayurveda Ernährung können Sie sich bis ins Alter jung fühlen. Gemäß den ayurvedischen Prinzipien betrifft die richtige Er­nährung Geist und Körper: Ayurvedische Ernährung erhält den Körper jung und schön.

Eine wichtige Regel der Ayurveda Ernährung besagt, dass Sie Ihrem Körper das geben müssen, was er braucht. Beobachten Sie Ihre Bedürfnisse, Vorlieben und Abneigungen. Achten Sie darauf, wie Sie bestimmte Speisen vertragen. Wenn Sie Ihre Ernährung dann noch vielseitig und vollwertig ge­stalten und die Bedürfnisse Ihres Dosha-Typs berücksichtigen, haben Sie die grundlegenden Voraussetzungen geschaffen. Dann wird Essen für Körper und Geist gesundheitsfördernd sein – und ein Fest für alle Sinne.

Ruhe und entspannte Atmosphäre

Für die Ayurveda Ernährung gilt: Essen Sie stets in entspann­ter Atmosphäre. Dies ist besonders wichtig für eine problemlose Verdauung. Vermeiden Sie Unruhe, Lärm und Hetze. Essen Sie nie im Stehen. Konzentrieren Sie sich darauf, was Sie essen, und vermeiden Sie es, nebenbei zu lesen, fernzusehen oder viel zu sprechen.

Trigunas – geistige Nahrung

Bestimmte Speisen beeinflussen in starkem Maß Ihr geistiges Wohlbefinden und Ihren Seelenzustand. Bei der Ayurveda Ernährung werden al­le Nahrungsmittel in drei Kategorien, die so genannten Trigunas, unterschieden. Es handelt sich um:

• Rajas-Nahrungsmittel

• Sattwa-Nahrungsmittel

• Tamas-Nahrungsmittel

 

Rajas-Nahrungsmittel

Diese Speisen wirken positiv auf Sinnlichkeit und Energie eines Menschen, sie fördern die Phantasie und die Motivation. Zu den Rajas-Nahrungsmitteln gehören Kaffee, Tee, Bier, Wein, Soda­wasser, gebratene Speisen, fette und scharf gewürzte Gerichte sowie Knoblauch. Vor allem Menschen, die viel Energie verbrau­chen, profitieren von Rajas-Speisen.

Sattwa-Nahrungsmittel

Zu diesen Nahrungsmitteln gehören Milch und Butter, Reis, Wei­zen und Roggen, Honig, Nüsse, Obst und Salate. Damit zuberei­tete Speisen helfen Ihnen, Körper und Seele zu harmonisieren, Ihr Bewusstsein zu entspannen und den Geist mit neuer Energie aufzuladen.

Tamas-Nahrungsmittel

Fleisch und Trockenmilch, Erdnüsse, aufgewärmte und lange ge­kochte Gerichte, Speisen aus Konserven und aus der Tiefkühltru­he, bestimmte Getreidesorten und hochprozentige Alkoholika bilden diese Kategorie. Tamas-Nahrungsmittel erfordern viel Energie bei der Verdauung und sollten deshalb nicht zu häufig genossen werden.

Kala – der richtige Zeitpunkt

Sie sollten versuchen, Ihre Mahlzeiten stets zur gleichen Zeit ein­zunehmen. Zwischenmahlzeiten sind zu vermeiden, jedoch soll­ten Sie auch nicht essen, wenn Sie keinen Hunger oder Appetit haben.

• Das Ayurveda Frühstück sollte so früh wie möglich erfolgen und leicht verdaulich sein.

• Die Hauptmahlzeit erfolgt am besten mittags, da Ihre Verdau­ungskraft zwischen 12 Uhr und 13 Uhr am größten ist.

• Abends sind schwere und reichliche Speisen zu vermeiden, denn sie können während des Schlafens nur schlecht verdaut werden.

• Die letzte Mahlzeit sollte vor 19 Uhr eingenommen werden, außer im Sommer, wenn sich der Tagesrhythmus verschiebt.

Die Qualität der Nahrungsmittel

Achten Sie auf die Qualität der Nahrungsmittel. Frische, ge­schmackvolle und aromatische Speisen erfreuen Körper, Geist und Seele gleichermaßen und bringen Sie in jenes harmonische Gleichgewicht, zu dem Ayurveda Ihnen verhelfen will. Wählen Sie stets vollwertige Zutaten für Ihre Gerichte aus, und achten Sie auf einen möglichst hohen Gehalt an Ballaststoffen, Vitami­nen und Mineralien.

Vermeiden Sie Lebensmittel, die Konservierungsstoffe, künstli­che Farbstoffe, chemische Zusätze, Hormone und Antibiotika enthalten. Erkundigen Sie sich im Geschäft nach der Herkunft und Herstellungsweise der Nahrungsmittel. Im Zweifelsfall kau­fen Sie lieber dort ein, wo man Ihnen zuverlässige Informationen über die Produkte geben kann, wie im Bio- oder Naturkostladen.

Desha – die Herkunft der Nahrungsmittel

Es ist wichtig, darauf zu achten, aus welcher Region die Nah­rungsmittel stammen. Sie sollten vor allem Lebensmittel zu sich nehmen, die dort produziert wurden, wo Sie zu Hause sind. Exo­tische Früchte und andere importierte Nahrungsmittel stören die Harmonie der Ernährung.

Kurana – die Zubereitung

Um die wertvollen Inhaltsstoffe der Lebensmittel zu erhalten, sollten diese möglichst schonend zubereitet werden: Gemüse und Obst sollten nur bei niedriger Hitze vorsichtig gedünstet werden. Jede Mahlzeit sollte frisch zubereitet und sofort verzehrt werden. Das Aufwärmen von Gerichten sollten Sie – soweit Ihnen das möglich ist – vermeiden, da die Speisen dadurch viel von ihrem Gehalt verlieren.

Samyaga – die richtige Zusammenstellung

Die richtige Kombination der einzelnen Nahrungsmittel ist von großer Bedeutung für die Ausgewogenheit und Verdaulichkeit ei­nes Gerichtes. Im Rezeptteil dieses Buches wird eine Anzahl von Gerichten beschrieben, an denen Sie sich orientieren können. Beachten Sie jedoch auch, dass Menschen un­terschiedlich auf bestimmte Lebensmittelzusammenstellungen reagieren.

Geschmack und Eigenschaften von Nahrungsmitteln

Die Ayurveda Ernährungslehre teilt die Nahrungsmittel zwei­fach ein. Sie weist ihnen sechs Geschmacksrichtungen (süß, sau­er, bitter, herb, scharf, salzig) zu und zusätzlich sechs Eigen­schaften. Letztere sind in drei Gegensatzpaare (trocken und ölig; leicht und schwer; kalt und heiß) geordnet:

• Süß • Trocken und ölig

• Sauer • Trocken und ölig

• Bitter • Leicht und schwer

• Herb • Leicht und schwer

• Scharf • Kalt und heiß

• Salzig • Kalt und heiß

Die Wirkung der Speisen auf Ihr Körper-Geist-System wird von diesen Geschmacksrichtungen und von den dazugehörigen Ei­genschaften beeinflusst.

Empfehlenswerte Getränke bei der Ayurveda Ernährung

Vermeiden Sie generell kohlensäurehaltige Getränke. Trinken Sie auch wenig oder kein Mineralwasser mit Koh­lensäure. Am besten wird der Durst gelöscht, wenn Sie heißes Wasser in kleinen Schlucken zu sich nehmen.

Zum Essen sollten Sie nicht übermäßig viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Vermeiden Sie Alkohol, Kaffee und schwarzen Tee. Trinken Sie stattdessen heißes Wasser oder Kräutertee. Auch Saft ist geeignet, Milch jedoch nur in Kombination mit süßen Spei­sen, Getreide oder ganz allein empfehlenswert. Trinken Sie stets in kleinen Schlucken.

Rasi – die richtige Menge

Aus ayurvedischer Sicht sollten Sie nur essen, wenn Sie hungrig sind. Auch sollte die vorhergehende Mahlzeit bereits verdaut sein, also mindestens drei bis sechs Stunden zurückliegen. Essen Sie niemals mehr, als zur Sättigung nötig ist. Nach der Ernährungslehre des Ayurveda sollte der Magen nur zu einem Drittel mit fester Nahrung, zu zwei Dritteln aber mit Flüs­sigkeit und Luft gefüllt sein. Für die Praxis bedeutet dies: Essen Sie langsam und mit Genuss, und nehmen Sie Getränke nur in kleinen Schlucken zu sich. Weder während des Essens noch da­nach sollten Sie zu viel Flüssigkeit zu sich nehmen, sonst wird das oben erwähnte Gleichgewicht im Magen gestört.

Vegetarisch essen oder nicht?

In der Ayurveda Ernährung stehen eigentlich weder Fleisch noch Fisch auf dem Speisezettel. Rein vegetarische Spei­sen belasten Ihren Körper weniger und tragen damit zu Ihrem Wohlbefinden bei. Sie müssen jedoch nicht zum Vegetarier wer­den, um ein Leben mit Ayurveda führen zu können. Wichtigste Regel bleibt, dass Sie Freude am Essen haben und das zu sich nehmen, was Ihr Körper verlangt. So erreichen Sie am leichtes­ten jene Harmonie, die Ziel der ayurvedischen Ernährung ist.

► Tipp: Wenn Sie auf vegetarische Ernährung umstellen wollen, können Sie dies schrittweise tun: Setzen Sie Fleisch, Wurst und Fisch einfach seltener auf den Speisezettel. Sie werden feststel­len, dass das Essen nicht weniger schmackhaft wird.

Speisen, die Sie bei der Ayurveda Ernährung vermeiden sollten

Vermeiden Sie Speisen, die Ihr Körper -Geist System negativ be­einflussen. Hier finden Sie eine Aufzählung der wichtigsten Din­ge, die Sie beachten sollten. Vermeiden Sie generell:

• Kaffee

• Alkohol

• Schokolade

• Kohlensäurehaltige Getränke

Vermeiden Sie abends, wenn die Verdauungskraft des Körpers nachlässt:

• Rohkost

• Sauermilchprodukte

• Tierisches Eiweiß

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