Erste Hilfe mit Teebaumöl

Die ersten weißen Siedler in Australien befanden sich mei­stens außer Reichweite eines Arztes – in vielen Gebieten Australiens ist dies heute noch der Fall -, und so griffen sie auf die bewährten Mittel der Ureinwohner zurück. Zur Er­sten Hilfe gehörte dabei vor allem das Teebaumöl. Es desin­fiziert, lindert Schmerzen und hat so gut wie keine Neben­wirkungen.

Muskelkater

Teebaumöl dringt auch in die tieferen Hautschichten vor und kann deshalb sehr gut dazu beitragen, verspannte Mus­keln zu entspannen.

Vollbad

Geben Sie acht bis zehn Tropfen reines Teebaumöl ins war­me Badewasser.

Massage

Vermischen Sie 100 Milliliter Oliven-, Mandel- oder Avocadoöl (aus der Apotheke) mit 20 Tropfen reinem Teebaumöl. In eine dunkle Flasche abfüllen, vor Gebrauch schütteln. Nach Bedarf in die schmerzenden Muskeln einmassieren.

Direkte Anwendung

Bei starken Beschwerden massieren Sie einige Tropfen reines Teebaumöl in die schmerzenden Muskelpartien ein.

Prellungen und Quetschungen

Teebaumöl kann Entzündungen reduzieren und das Zellge­webe heilen. Deshalb ist es besonders gut geeignet zur Be­handlung von Quetschungen, Prellungen usw.

Direkte Anwendung

Wringen Sie einen Waschlappen oder ein Gästehandtuch nach dem Eintauchen in kaltes Wasser aus und legen Sie die Kompresse auf die betroffene Stelle auf. Danach einige Tropfen reines Teebaumöl auftupfen.

Sonnenbrand

In warmen Klimazonen sollte man immer ein Fläschchen Teebaumöl in der Reiseapotheke haben – nicht zuletzt, weil dieses sehr wirksam gegen Sonnenbrand ist. Wenn es recht­zeitig aufgetragen wird, kann es sofortige Erleichterung der Schmerzen bringen und Rötungen und Blasenbildungen ver­hindern. Diese Behandlung so oft wie nötig wiederholen.

Vollbad

Linderung bringt oft schon ein lauwarmes Bad, dem acht bis zehn Tropfen Teebaumöl zugesetzt wurden.

Lotion

Vermischen Sie 100 Milliliter Oliven, Mandel- oder Avocadoöl (aus der Apotheke) mit 20 Tropfen reinem Teebaum­öl. In eine dunkle Flasche ab­füllen und vor Gebrauch gut schütteln. Mehrmals täglich diese Mischung auf die betroffenen Hautstellen auftragen.

Oder: Vermischen Sie destil­liertes Wasser (aus der Apotheke) mit Teebaumöl (Mi­schungsverhältnis: zwölf Tropfen Teebaumöl auf einen Esslöffel destilliertes Wasser) und tragen Sie diese Mi­schung auf die betroffenen Stellen auf. Wiederholen Sie diese Behandlung mehrmals täglich, bis Besserung eintritt.

Direkte Anwendung Bei schweren Verbrennungen tragen Sie einige Tropfen rei­nes Teebaumöl direkt auf die betroffenen Stellen auf. Der Schmerz wird fast augen­blicklich nachlassen, auch Blasenbildung auf der Haut wird verhindert.

Verbrennungen

Vor allem kleinere Brandwunden reagieren sehr gut auf die Behandlung mit Teebaumöl. Das Öl wirkt schmerzlindernd, verhindert Blasenbildung und beschleunigt den Heilungsprozess. Auch kleinere Verbrennungen können sehr schmerz­haft sein. Unabhängig von ihrer Größe kann es leicht zu einer Folge­infektion kommen. Teebaumöl mildert das von Verbrennun­gen hervorgerufene Brennen, Ziehen und Pochen in der Wunde.

Direkte Anwendung

Die betroffenen Stellen sofort fünf bis zehn Minuten lang unter fließendes kaltes Wasser halten oder in kaltes Wasser tauchen. Dadurch kann die Entstehung von Brandblasen und eine Entzündung der Haut in den meisten Fällen schon ver­hindert werden.

Nach dem Trocknen einige Tropfen reines Teebaumöl auf die Brandwunde auftragen. Diese Behandlung dreimal täg­lich wiederholen, bis die Haut heilt.

Weitere Maßnahmen

Kleben Fetzen verbrannter Kleidungsstücke noch in der Haut, entfernen Sie diese bitte auf keinen Fall! Dadurch würde die Verletzung nur noch verschlimmert. Auch hier möglichst schnell einen Arzt zu Hilfe holen. Geben Sie auch nicht gleich eine fettige Brandsalbe auf die verwundete Stelle.

Wichtig

Decken Sie Brandwunden nur mit sterilem Verband ab. Großflächige Verbrennungen – vor allem wenn sie durch Schockzustände begleitet sind – sollten sofort (not)ärztlich behandelt werden!

Verstauchungen

Teebaumöl Vollbad

Geben Sie acht bis zehn Tropfen reines Teebaumöl ins war­me Badewasser. Ein solches Bad entspannt und lindert den ersten Schmerz.

Massage

Vermischen Sie einige Tropfen Teebaumöl mit der zehnfa­chen Menge Oliven-, Mandel- oder Avocadoöl (aus der Apo­theke). Füllen Sie die Mischung in eine dunkle Flasche ab und schütteln Sie sie vor Gebrauch gut durch. Die schmer­zenden Stellen mehrmals täglich sachte mit dieser Ölmischung massieren.

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Wunden

Abschürfungen, Kratzer, Schnittwunden sprechen in den meisten Fällen sehr gut auf die Behandlung mit Teebaumöl an, da dieses nicht nur antiseptisch wirkt, sondern auch anal­getisch (schmerzlindernd). Außerdem wirkt das Öl noch sehr sanft und heilend auf die verletzte Haut ein.

Waschung

Waschen Sie die offene ver­schmutzte Wunde mit lau­warmem Wasser aus, dem Sie einige Tropfen reines Teebaumöl zugesetzt haben.

Verband

Nach der Reinigung der Wunde einen Verband (Pfla­ster, Mullverband o.ä.) auflegen, auf den Sie einige Tropfen Teebaumöl geträu­felt haben. Verband alle 24 Stunden wechseln.

Direkte Anwendung

Mit einem Wattestäbchen oder mit den Fingerspitzen einige Tropfen reines Tee­baumöl auf die gereinigte Wunde auftragen. Besonders bei verschmutzten und eiternden Wunden ist Teebaumöl ein empfehlenswertes Erste-Hilfe-Mittel! Es ist bemerkenswert, dass gerade in diesen Fällen Teebaumöl noch besser zu wirken scheint als an der Hautoberfläche. Dies ist insofern ungewöhnlich, als viele handelsübliche Antiseptika bei eiternden Wunden entweder ihre Wirksamkeit einbüßen oder sogar die Haut schädigen.