Heilanwendungen mit Lapachotee
Bei der heutigen Geschwindigkeit der weltweiten Informationsübermittlung ist es erstaunlich, dass ein hochwirksames Naturmedikament, das bereits seit vielen Jahrhunderten mit großem Erfolg genutzt wird und bei so unterschiedlichen Leiden eingesetzt werden kann, bei uns bis heute nahezu unentdeckt blieb: Die Rede ist von Lapachotee.
Die große Lapachokur
Als Zusatzbehandlung bei allen chronischen und ernsten Erkrankungen empfiehlt sich eine mehrwöchige Lapachokur. Durch diese Kur wird die Qualität des Bluts erheblich verbessert, die Immunabwehr aktiviert und einer Übersäuerung des Organismus entgegengewirkt. Im Gegensatz zur schnellen Entgiftungskur mit Lapacho, benötigen Sie für die große Lapachokur etwas mehr Zeit.
Die große Lapachokur empfiehlt sich nicht nur gegen zahlreiche Beschwerden, sondern auch bei einer geschwächten Körperabwehr nach überstandenen Krankheiten oder nach Zeiten besonderer körperlicher oder geistiger Anstrengung. Während der Kur sollten Sie möglichst auf Nervenreizstoffe wie Nikotin und Alkohol verzichten und auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung achten. Die Kur verläuft in drei Phasen:
□ Trinken Sie vier Wochen lang täglich einen Liter Lapachotee über den Tag verteilt, und zwar zwischen den Mahlzeiten.
□ Pausieren Sie anschließend vier Wochen lang.
□ Wiederholen Sie die erste Phase. Nehmen Sie also nochmals vier Wochen lang täglich einen Liter Lapachotee in mehreren Portionen über den Tag verteilt zu sich.
Lapachotabletten
Lapachotee ist meist lose, inzwischen aber auch als Aufgussbeutel erhältlich. Vor allem in Reformhäusern werden neuerdings auch Lapachotabletten als Nahrungsergänzung angeboten. Diese Tabletten sind natürliche Mineralstoffpräparate, und es wird empfohlen, täglich ein bis zwei Tabletten vor den Mahlzeiten einzunehmen.
Natürlich ist es sehr viel bequemer, Tabletten zu schlucken, als sich täglich einen Tee zu kochen. Es ist aber davon auszugehen, dass der Tee, der nebenbei auch noch die Nieren durchspült und den Organismus mit Flüssigkeit versorgt, wirkungsvoller ist. Darüber hinaus kann man mit Tabletten natürlich auch keine Umschläge oder Bäder bereiten. Dennoch stellen Lapachotabletten eine gute Alternative zu synthetisch hergestellten Mineralstoffpräparaten dar. Und gerade wer wenig Zeit hat oder auf Reisen ist, wird vielleicht gern einmal zur Lapachotablette greifen.
Lapachoelixier
Einige Inhaltsstoffe der roten Lapachorinde lösen sich besser in Alkohol als in Wasser, so beispielsweise das Lapachol. Dies ist der Grund dafür, dass die zusätzliche Einnahme eines Lapachoelixiers in vielen Fällen sinnvoll ist. Das Lapachoelixier kann ganz einfach selbst hergestellt werden.
- Sie brauchen 100 Milliliter 70-prozentigen Alkohol (aus der Apotheke) und 3 Teelöffel Lapachorinde.
- Zerstoßen Sie die Rinde zunächst kräftig in einem Mörser zu einem grobkörnigen Pulver.
- Übergießen Sie sie dann mit dem Alkohol, und vermischen Sie das Ganze gründlich.
- Geben Sie die Mischung in ein dunkles, verschließbares Glasgefäß und bewahren es an einem nicht zu warmen Ort auf. Lassen Sie die Rinde mindestens 10 Tage lang im Alkohol ziehen, wobei Sie das Glas immer wieder einmal kräftig schütteln sollten, um die Zutaten zu vermischen.
- Gießen Sie die Mischung dann (ohne die Rindenteile abzuseihen) in ein Glasfläschchen mit Tropfeinsatz, das Sie in der Apotheke erhalten. Bewahren Sie das fertige Lapachoelixier kühl auf. Für die Einnahme vermischen Sie das Elixier mit etwas Flüssigkeit wie beispielsweise Saft oder Wasser. Nehmen Sie das Elixier immer zu den Mahlzeiten ein. Die Lapachowirkstoffe, die im Elixier, also dem alkoholischen Auszug, enthalten sind, können nicht nur eingenommen, sondern auch äußerlich genutzt werden. Einige Tropfen des Elixiers können die Wirkungen eines guten Massageöls oder einer Heilsalbe noch erheblich steigern. Vermischen Sie dazu einfach etwas Salbe oder Öl mit einigen Tropfen Lapachoelixier.
Äußerliche Anwendungen mit Lapacho
Bei einer ganzen Reihe von Erkrankungen wie beispielsweise Hautleiden oder Gelenkentzündungen sind äußerliche Lapachoanwendungen sehr empfehlenswert. Dazu gehören etwa Voll-, Fuß- oder Sitzbäder, Umschläge, Kompressen und Dampfbäder.
Lapachovollbäder
Für ein Lapachovollbad wird ein möglichst kräftiger Sud benötigt.
- Bringen Sie dazu 3 Esslöffel Lapachorinde in 1 Liter Wasser zum Kochen.
- Lassen Sie das Ganze zunächst 15 Minuten bei geringer Hitze kochen und anschließend noch einmal 15 Minuten zugedeckt ziehen.
- Vermischen Sie den gefilterten Sud mit 1 Schuss flüssiger Schlagsahne, denn dadurch wird das Bad hautfreundlicher.
- Geben Sie den Sud anschließend ins Badewasser – die beste Temperatur liegt bei etwa 34 °C.
Das warme Lapachobad lockert die Muskulatur, ist schmerzlindernd und regt die Hautdurchblutung an. Die Dauer des Bades sollte höchstens 20 Minuten betragen.
Lapachositzbäder
Durch Lapachositzbäder können gute Erfolge bei der Behandlung von Pilzerkrankungen und Infektionen im Bereich des Unterleibs erzielt werden. Für Sitzbäder benötigen Sie lediglich eine Sitzwanne oder einfach eine große Plastikschüssel.
- Geben Sie 2 Esslöffel Lapachorinde in 1/2 Liter Wasser. Bringen Sie das Ganze zum Kochen.
- Kochen Sie die Lapachorinde 15 Minuten bei geringer Hitze, und lassen Sie sie dann ebenso lange zugedeckt ziehen.
- Geben Sie den Sud in das warme Badewasser. Sitzbäder sollten mindestens 10 Minuten lang durchgeführt werden.
Lapachofußbäder
Lapacho ist nicht nur für Sitzbäder, sondern auch für Fußbäder ein idealer Badezusatz. Fußbäder mit Lapacho sollten sowohl bei Pilzerkrankungen im Bereich der Füße und Zehen als auch als abwehrstärkende Maßnahme bei Erkältungen und grippalen Infekten eingesetzt werden.
Dosierung und Zubereitungsart wie für die Lapachositzbäder: Sie benötigen also 2 Esslöffel Lapachorinde auf 1/2 Liter Wasser. (15 Minuten kochen, 15 Minuten ziehen lassen.) Bei Fußbädern ist darauf zu achten, dass sie möglichst heiß durchgeführt werden. Auch ein Lapachofußbad sollte mindestens 10 Minuten dauern.
Kompressen und Umschläge
Für Kompressen und Umschläge benötigen Sie einen Lapachotee, der etwas stärker als der Tee ist, den Sie trinken.
□ Bringen Sie 1/2 Liter Wasser in einem Topf zum Kochen.
□ Geben Sie 1 gehäuften Esslöffel Lapachorinde hinzu, lassen Sie das Ganze kurz aufkochen und 5 Minuten lang bei geringer Hitze kochen.
□ Den Tee 20 Minuten lang zugedeckt ziehen lassen.
□ Filtern Sie die Rindenstücke ab, und lassen Sie das Wasser ein wenig abkühlen.
□ Für Kompressen tauchen Sie ein steriles, mehrfach zusammengelegtes Stück Mull oder Leinen in den Lapachosud.
□ Wringen Sie die Kompresse etwas aus, und legen Sie sie etwa für 30 Minuten auf die betroffene Hautpartie.
□ Für Umschläge benötigen Sie statt des Mulltuchs ein größeres Leinen- oder Baumwolltuch.
□ Legen Sie das mit Lapachotee getränkte und leicht ausgewrungene Tuch auf die zu behandelnde Stelle.
□ Über das feuchte Tuch legen Sie dann einfach ein trockenes Tuch und darüber noch eine Wolldecke.
Je nach Erkrankung können entweder kalte oder warme Umschläge und Kompressen angelegt werden, die alle mindestens 30 Minuten lang einwirken sollten.
Mundspülungen
Bei Kratzen im Hals können Sie mit Lapachotee gurgeln und den Mund ausspülen. Die antibakteriellen und entzündungshemmenden Wirkungen des Tees, der zum Gurgeln nur noch lauwarm sein sollte, können auch bei Mandelentzündungen, Zahnfleischerkrankungen und bei Mundgeruch genützt werden.
Lapachodampfbäder
Bei Erkrankungen der Atemwege und zur besseren Entfaltung entzündungswidriger Wirkungen kann Lapachotee nicht nur getrunken, sondern auch inhaliert werden. Alles was Sie dazu brauchen, ist eine Schüssel und etwa 1/2 bis 1 Liter frisch gekochter Lapachotee. Gießen Sie den möglichst heißen Tee in die Schüssel. Beugen Sie Ihren Kopfüber die Schüssel, und atmen Sie die Lapachodämpfe einige Minuten lang intensiv ein. Um ein zu schnelles Verdampfen des Tees zu verhindern, decken Sie Kopf und Schüssel mit einem großen Frotteehandtuch ab.
[...] immer die physischen und psychischen Bedürfnisse des Menschen. In diesem Sinn kann auch Lapachotee lindernd und heilend gegen viele Beschwerden eingesetzt [...]