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Fasten als Jungbrunnen?

Noch ist wissenschaftlich nicht geklärt, warum wir Menschen eigent­lich alt werden, warum sich in unserem Organismus schon in mittle­ren Lebensjahren degenerative Prozesse einstellen, die uns allmählich zu Alten und schließlich zu Greisen machen. Die Genetiker sind da­von überzeugt, die Antwort in der ständigen Teilung unserer Körper­zellen gefunden zu haben. Bei jeder der bis zu 50 Teilungen, die die Zellen im Lauf eines Menschenlebens durchmachen, gehen Stück­chen der Chromosomenenden, die Telomere, verloren. Die Erbinfor­mationen, die in den Chromosomen stecken, werden dadurch scheib­chenweise verkürzt, bis die nachwachsenden Zellen nicht mehr richtig funktionieren, Fehlentwicklungen hervorbringen oder abster­ben. Inwieweit dieser Vorgang tatsächlich Einfluss auf den Alterungs­prozess nimmt, ist aber noch nicht hinreichend erforscht. Andere Wissenschaftler erklären das Altern mit der schädlichen Wir­kung von freien Radikalen, die ein Leben lang auf unseren Organis­mus und unsere Körperzellen einwirken. Freie Radikale sind aggressi­ve Moleküle, meist degenerierte Sauerstoffmoleküle, die bei vielerlei Stoffwechselvorgängen gebildet werden, beispielsweise bei der Nah­rungsverwertung.

Wer nicht fasten darf

Wer an folgenden Krankheiten leidet, darf nicht fasten

► Zehrende Krankheiten wie Krebs, Tuberkulose und Schilddrüsenüber­funktion

► Psychosen, Epilepsie, schwere Depressionen

► Ernstere Magen- oder Zwölffin­gerdarmgeschwüre

► Essstörungen wie Bulimie oder Magersucht

► Nieren- und Leberfunktions­störungen

► Diabetes mellitus Typ I (im Unter­schied zur Altersdiabetes Typ II)

Darüber hinaus darf nicht fasten

► Wer stark unterernährt oder abgemagert ist

► Wer altersschwach ist

► Wer unter Erschöpfungszuständen leidet

► Wer einen allzu labilen Kreislauf hat

► Schwangere und stillende Frauen

Kinder und Jugendliche dürfen nur fasten, wenn sie Übergewicht haben und sich aus freien Stücken entscheiden zu fasten. Wer medikamentös behandelt wird, darf nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Arztes fasten. Bei vielen Medikamenten ist nicht gewährleistet, dass sie von einem entleerten Verdauungstrakt gut aufgenommen werden.

Folgen von zu vielen freien Radikalen

Normalerweise werden die Radikale von Enzymen neutralisiert. Wenn jedoch ihr Aufkommen im Organismus zu groß wird, ist die Enzymabwehr schnell überfordert. Dies kann z. B. der Fall sein, wenn durch Rauchen, erhöhte UV-Bestrahlungen, übermäßige Nahrungs­aufnahme oder auch verstärkte Umweltbelastungen der Radikale­spiegel ansteigt. Ein Zuviel an freien Radikalen führt zu:

► Arteriosklerotischen ► Gewebeschäden Prozessen ► Hautdegenerationen

► Falten ► Immunschwäche

► Gedächtnisschwäche ► Konzentrationsstörungen

► Gelenkbeschwerden ► Krebserkrankungen

Weniger freie Radikale durch weniger Essen

Die Schäden, die freie Radikale über Jahre und Jahrzehnte anrichten, gehören großteils zum Problemkreis der Altersbeschwerden. Das stützt die Theorie, dass freie Radikale die eigentliche Ursache des Älterwerdens sein könnten. Sollten zukünftige Forschungen dies unter­mauern, wäre Fasten oder zeitweiliger Nahrungsverzicht eindeutig als Maßnahme zur Lebensverlängerung anzusehen – und zwar ganz un­abhängig von der Tatsache, dass Fasten einer Reihe von Krankheiten vorbeugt, die ansonsten unsere Lebensspanne verkürzen können. Beim Fasten reduziert sich die Stoffwechselrate und damit das Auf­kommen von freien Radikalen. Es durchlüftet den Organismus und befreit ihn zeitweilig von der Mühe, sich der Radikale entledigen zu müssen, die bei der Nahrungsverwertung anfallen. Die Erfahrung der meisten, die sich nach einer Fastenzeit erfrischt und verjüngt fühlen, bedarf aber eigentlich keiner wissenschaftlichen Untermauerung. Fasten wirkt jedenfalls wie ein Jungbrunnen.

 

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