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Gelee royale – Speise der Königin

Gelee royale wurde zeitweise von der Boulevard presse als das Wundermittel schlechthin propagiert. Diese Über­treibungen brachten den »königlichen Saft« in Verruf, weil Erwartungen geweckt wurden, die der Realität meist nicht standhielten. Mittlerweile ist es wieder ruhiger um den Königinnensaft geworden, seine Wirkungen und Inhaltsstoffe werden weiterhin wissenschaftlich er­forscht. Der bisherige Wissensstand reicht jedoch längst aus, um dieses Heilmittel aus dem Bienenstock zur Gesundheitsvorsorge und Therapie zu empfehlen.

Muttermilch für den Bienennachwuchs

Gelee royale – auch Königinnen- oder Weiselfuttersaft genannt – wird von jungen Arbeitsbienen in einer Fut­tersaftdrüse im Oberkiefer produziert. Mit diese Kraft­nahrung werden zunächst alle Bienenlarven drei Tage lang gefüttert. Dann wird die Ernährung der Larven, aus denen Arbeiterinnen oder Drohnen werden sollen, auf Honig und Pollen umgestellt.

Die Larven der Königinnen bekommen weiterhin Gelee royale und werden auch später damit gefüttert. Die rasche körperliche Entwicklung, die für ein Insekt ungewöhnlich hohe Lebenserwartung einer Bienen­königin und ihre bemerkenswerten Fortpflanzungsorgane, die sie befähigen, bis zu 3000 Eier am Tag zu legen, werden auf die ausschließliche Ernährung mit dem Königinnenfuttersaft zurückgeführt.

Imker täuschen Bienen

Die Gewinnung von Gelee royale ist sehr aufwändig. Der Imker gewinnt das kostbare Elixier, indem er aus einem Bienenstock die Königin entfernt und vorgefer­tigte Zellen für Königinnen einsetzt. Auf diese Weise getäuscht, beginnen die Bienen in diesen Zellen, ihre Larven mit Gelee royale zu füttern. Nach etwa drei Ta­gen entfernt der Imker diese Bienenlarven wieder und erhält pro Zelle etwa 0,3 Gramm Gelee royale. Mit die­ser Methode lassen sich pro Jahr 250 bis 500 Gramm Gelee royale aus einem Bienenstock gewinnen.

Gefriergetrocknetes Gelee royale

Sofort nach der Entnahme wird Gelee royale in licht-, luft- und wasserdichte Gefäße gefüllt und kühl gelagert. So lässt sich der Saft mehrere Monate lang konservie­ren. In jüngster Zeit kommt immer mehr die Methode der Gefriertrocknung in Mode. Bei diesem Verfahren wird Gelee royale bei minus 50 °C gefroren.

Was ist drin im Saft für die Königin?

Eine chemische Analyse bestätigt, dass Gelee royale alle wichtigen Biostoffe enthält, die die menschliche Gesundheit fördern können. In seiner Zusammenset­zung besteht der königliche Saft aus etwa denselben Wirkstoffen wie Pollen. In Gelee royale finden sich schnell resorbierbare Zuckerstoffe, Fette mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren, Eiweiße mit zahlreichen essenziellen Aminosäuren, lebenswichtige Mineralstoffe und Spurenelemente sowie Vitamine, die vor allem der B-Gruppe (Bl, B2, B6) angehören. Außerdem sind in Gelee royale Hormone (Acetylcholin) und hormon­ähnliche Inhaltsstoffe sowie antibiotische Substanzen enthalten.

Bis zu etwa drei Prozent der Bestandteile des Königinnenfuttersafts sind bis heute nicht erschöpfend erforscht, so dass hier noch Überraschungen hinsichtlich   der Wirkstoffzusammensetzung bevorstehen und das Wissen um weiteren gesundheitlichen Nutzen zu erwarten ist.

 

Vielseitige therapeutische Wirkungenvon Gelee royale

Wissenschaftlich gesichert ist die antibiotische Wirkung von Gelee royale, die sich gegen eine große Anzahl von Krankheitserregern richtet. Der Königinnenfuttersaft fördert auch die Durchblutung im Organismus, was sich positiv auf den Blutdruck und auf das Herz-Kreislauf-System insgesamt auswirkt. Die verschiedenen Wirk­stoffe in Gelee royale sorgen dafür, dass die Energie aus der Nahrung besser verwertet und der Organismus all­gemein gestärkt wird. Die Verdauungsorgane werden angeregt und der Appetit gesteigert. Außerdem wirkt Gelee royale bei verschiedenen Hautproblemen.

Anregende Wirkung auf die Seele

Aufgrund der Vielzahl der enthaltenen Biostoffe besitzt Gelee royale auch eine leicht antriebssteigernde und euphorisierende Wirkung auf das geistige und seelische Befinden. Bei leichten depressiven Verstimmungen er­zielt deshalb Gelee royale als unterstützende Anwen­dung beachtliche Erfolge.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen

Gut bewährt hat sich Gelee royale auch bei der Vorbeu­gung von Herz-Kreislauf-Beschwerden. Der Wirkstoff Acetylcholin und die zahlreich in Gelee royale vorhan­denen Bioflavonoide verbessern die Durchblutung der Gefäße und beugen dadurch der weit verbreiteten Ar­teriosklerose vor.

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