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Gemüsesäfte sind ideale Fastengetränke

Ungesalzene Gemüsesäfte sind ganz vorzügliche Fastengetränke. Sie sind säureärmer als Obstsäfte und werden daher auch von magenemp­findlichen Personen gut vertragen. Weil sie im Organismus das Ba­senaufkommen erhöhen, wirken sie einer Übersäuerung von Organen und Geweben entgegen. Ihr hoher Kaliumgehalt unterstützt die Ent­wässerung und trägt zur Reinigung der Bindegewebe bei. Hinzu kommen eine verdauungsanregende Wirkung sowie ein geringer Kalo­rienanteil von, je nach Sorte, zwischen 12 und 50 Kilokalorien pro 100 Milliliter Saft.

Milchsauer vergorene Gemüsesäfte

Milchsäurebakterien sind uns Menschen willkommene Helfer und werden von Herstellern milchsauer vergorener Gemüse in entspre­chenden Kulturen gezüchtet und sorgsam gehütet. Setzt man diese Kleinstlebewesen einem Gemüse zu, entsteht darin wertvolle L(+)-Milchsäure, indem die Bakterien Zucker wie Trauben- oder Milchzucker zu Kohlendioxid und eben L(+)-Milchsäure vergären. Diese Milchsäure wirkt sich positiv auf den Stoffwechsel aus. Sie hilft bei der Ausscheidung von unerwünschten Stoffwechselprodukten, regt die Darmbewegung an, wirkt Gärungs- und Fäulnisvorgängen im Darm entgegen, trägt zur Sanierung der Darmflora bei und stärkt auf diese Weise die Immunabwehr. Sie steigert die Aufnahme von Kalzi­um, Eisen und Spurenelementen und wirkt einer Übersäuerung ent­gegen. Nicht zuletzt verbessert die Milchsäuregärung den Geschmack der Säfte und macht sie bekömmlicher.

Freie Radikale und Antioxidantien

Die Diagnose »Abwehrschwäche« wird heute so häufig gestellt, dass man fast schon von einer Volkskrankheit sprechen kann. Die Ursache, so vermuten Wissenschaftler, hat mit der gegenwärtigen Überforderung des menschlichen Immunsystems durch ein erhöhtes Aufkom­men von freien Radikalen im Organismus zu tun. Freie Radikale sind aggressive Sauerstoffmoleküle, denen ein Elek­tron fehlt. Um sich zu komplettieren, entreißen sie körpereigenen Molekülen ein solches Elektron und rufen dadurch Zellschädigungen, Leistungsabfall und Immunschwächen hervor. Freie Radikale spielen erwiesenermaßen bei der Entstehung vieler Krankheiten bis hin zu Krebs eine unrühmliche Rolle. Sie entstehen u.a. durch schädliche UV-Strahlung, Umweltgifte, Nikotin- und Alkoholgenuss. Aber auch das ganz normale Stoffwechselgeschehen oder die Atmung bringen freie Radikale hervor.

Täglich Möhrensaft

Die wirksamste Waffe im Kampf gegen die Elektronenräuber sind Antioxidantien. Zu ihnen zählen vor allem Vitamin C, E und Karoti­ne, Vorstufen von Vitamin A. Sie überlassen den freien Radikalen frei­willig ein Elektron, so dass andere Moleküle nicht mehr geschädigt werden müssen. Besonders wirksame Antioxidantien sind die Karoti­ne in Möhrensaft. Wer täglich während des Saftfastens ein Glas Möhrensaft trinkt, bietet den freien Radikalen im Organismus wirk­sam Paroli und stärkt sein Immunsystem.

Durch die geschmack­liche Vielfalt und ihre unterschiedlichen Gehalte an Vitaminen und Mineralstoffen sowie ihre gute Kombinierbarkeit lässt sich aus Früchten eine Fülle von geradezu exotisch schmeckenden Cocktails zaubern.

Die sanfte Heilwirkung der Fruchtsäfte

Wichtige Vitamine und Mineralstoffe in Obst- und Gemüsesäften:

Karotine (Provitamin A) sind pflanzliche Färb- und Abwehrstoffe, die im Körper in Vitamin A umgewandelt werden, das für Sehfähig­keit, Immunabwehr und Hautgesundheit unentbehrlich ist. Vitamin B1 (Thiamin) ist Balsam für unsere Nerven. Es aktiviert auch den Zellstoffwechsel und beschleunigt Wundheilungen. Vitamin B2 (Riboflavin) bringt in Schwung. Es stimuliert die Ener­gieproduktion in den Körperzellen.

Niazin (Vitamin B3) ist Teil der Biosynthese von Hormonen. Es beugt nervösen Zuständen und depressiven Verstimmungen vor. Pantothensäure (Vitamin B5) gilt als Schlank- und Fitmacher. Fast-Food ist besonders arm an diesem Vitamin.

Vitamin B6 (Pyridoxin) versorgt die Nerven, beugt depressiven Ver­stimmungen vor und stärkt die Immunabwehr.

Vitamin C (Askorbinsäure) stärkt die Abwehrkräfte und gilt als wichtigstes Antioxidans, das uns vor Krebserkrankungen schützt. Vitamin E (Tokopherol) bewahrt die Körperzellen vor oxidativen Pro­zessen, wirkt entzündungshemmend und beugt Arteriosklerose vor. Vitamin K ist ein klassisches Gemüsevitamin. Es unterstützt die Nierentätigkeit und das Stoffwechselgeschehen im Bindegewebe. Eisen ist Blut bildend und ein besonders wichtiges Mineral für Frauen. Kalium entwässert und entgiftet. In der Naturheilkunde wird ihm ein besonders hoher Stellenwert eingeräumt.

Kalzium ist bekanntlich das bedeutendste Mineral für den Knochen­erhalt und beugt Osteoporose vor. Neueste US-Studien zeigen dar­über hinaus, dass Kalzium ganz wesentlich das Abnehmen unterstützt. Magnesium ist eine Art Schlüsselmineral. Es kommt bei Hunderten von Stoffwechselvorgängen zum Einsatz.

Phosphor ist wie Kalzium unentbehrlich für die Knochengesundheit. Selen ist heutzutage bei uns wegen der ausgelaugten Ackerböden ein Mangelmineral. Es ist bedeutsam für die Abwehrkräfte der Körper­zellen, reguliert den Blutdruck, wirkt entzündungshemmend und beugt grauem Star vor.

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