Artikelmagazin

alles was Sie wissen wollen

Grüner Tee

Grüner, d.h. unfermentierter Tee ist ein Heil- und Genuss­mittel mit langer Tradition. Seine Inhaltsstoffe wirken tonisierend auf Gefäße, Herz und Kreislauf, auf die Verdauung, das Immunsystem und auch auf die Psyche. Verwöhnte (oder muss man sagen: strapazierte?) Gaumen empfinden den Geschmack von grünem Tee zunächst als dünn oder gar langweilig. Wer jedoch den feinen Nuancen nachspürt, wird bald das herbe Aroma des Grüntees zu schätzen wissen.

Verringertes Krankheitsrisiko

Durch regelmäßiges Trinken von grünem Tee lässt sich das Risiko, an Krebs, Bluthochdruck, Arteriosklerose oder Angi­na pectoris zu erkranken bzw. einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, deutlich senken. Verdauung und Immunsystem werden stabilisiert. Grüner Tee hat außer­dem eine mild antibiotische Wirkung. Bei äußerlicher An­wendung schützen seine Inhaltsstoffe die Haut vor über­mäßiger Sonneneinstrahlung und Umweltgiften.

Schutz vor freien Radikalen

Strahlenbelastung, Zigarettenrauchen, Ozon, Umweltgifte und andere störende Einflüsse greifen in unseren Zellstoff­wechsel ein. Dabei entstehen so genannte freie Radikale, die zum vorzeitigen Altern und Absterben von Zellen führen bzw. Übertragungsfehler bei der Zellteilung (eine Entartung der Zelle, also Krebs) herbeiführen können. Auch Pflanzen sind ständig schädlichen oxidativen Einflüssen ausgesetzt. Sie schützen sich vor Verderbnis, indem sie eine Vielzahl von Antioxidantien – vor allem in den Randschichten – an­reichern. Teeblätter enthalten diese schützenden Stoffe in besonders hoher Konzentration und in günstiger Kombina­tion. Und weil grüner Tee nicht chemisch verändert ist, kom­men diese Antioxidantien dem Menschen in vollem Um­fang zugute. Besonders wichtige Schutzfunktion haben Bioflavonoide und Epigallocatechingallat (EGCG); sie wirken auch in unserem Organismus als Radikalefänger, schützen die Zellen und helfen, Krankheiten vorzubeugen.

Im Westen ein Geheimtipp

Gleichwohl Chinesen und Japaner seit Jahrhunderten auf die heilenden Wirkstoffe und die Vorzüge des grünen Tees schwören, gilt er in den westlichen Ländern noch immer als Geheimtipp unter Kennern. Grüner Tee enthält mehr Koffein als Schwarztee, doch ent­faltet dieses Koffein, da es an Gerbstoffe gebunden ist, seine Wirkung wesentlich langsamer und schonender. Nervosität und Schweißausbrüche, wie sie eventuell nach dem Genuss von Schwarztee oder Kaffee auftreten, kommen bei grünem Tee nicht vor. Stattdessen fühlt man sich dauerhaft ent­spannt und zugleich angeregt. Das wissen vor allem Men­schen, die lange Zeit konzentriert arbeiten müssen, sehr zu schätzen.

Stoffwechsel, Zellschutz, Schutz der Gefäße

In den asiatischen Ländern ist das wissenschaftliche Interes­se am grünen Tee besonders groß.

► In Japan gab man 1300 Männern täglich vier Tassen grü­nen Tee zu trinken. Die Studie zeigte, dass grüner Tee den Anteil an »schlechtem« LDL-Cholesterin im Blut senkte, während das »gute« HDL-Cholesterin deutlich anstieg.

► Der im grünen Tee enthaltene Wirkstoff Epigallocatechin­gallat (EGCG) kann die Entstehung von Lungenkrebs hemmen. Darüber hinaus besitzt EGCG ähnliche blutgerin­nungshemmende Eigenschaften wie Aspirin, d.h., es ver­hindert, dass die Blutplättchen verklumpen und eine Arterie verschließen (Infarkt).

Kommentarfunktion ist deaktiviert

Copyright © 2017 by: ArtikelmagazinImpressum • Lizenz: Creative Commons BY-NC-SA.