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Hilfe bei Sodbrennen in der Schwangerschaft

Sodbrennen in der Schwangerschaft ist eine äußerst lästige Sache. Manche Frauen können nicht mehr schlafen, weil das Sodbrennen sie so sehr plagt. Doch bevor eine Schwangere ein Me­dikament nimmt, das gegen Sodbren­nen hilft, sollte sie zunächst alle ande­ren Möglichkeiten ausschöpfen, um das Sodbrennen in den Griff zu be­kommen. Schließlich können Medi­kamente dem ungeborenen Kind schaden. Deshalb sollten Schwangere auch nie ein Arzneimittel nehmen, ohne zuvor mit ihrem Arzt gespro­chen zu haben.

Hausmittel und pflanzliche Mittel wie Tees dürfen Schwangere selbst­verständlich ausprobieren. Mit man­chen Teezubereitungen sollten sie al­lerdings vorsichtig sein, denn einige Heilkräuter können unter Umstän­den (z. B. wenn sie im Übermaß ge­nossen werden) Wehen auslösend wirken oder anderweitigen Schaden anrichten. Am sinnvollsten ist es, wenn Schwangere den Apotheker, der eine Teemischung zubereitet, fragen, ob die jeweiligen Heilkräuter für sie geeignet sind.

Es gibt allerdings noch ein paar „Spezial-Tipps” für Schwangere, um mit dem lästigen Sodbrennen, das vor allem im letzten Schwangerschafts­drittel auftritt, fertig zu werden. Selbstverständlich können diese Rat­schläge problemlos auch von ande­ren, die unter Sodbrennen leiden, berücksichtigt werden.

Kaffee und schwarzer Tee – nein, danke!

Die Gerbstoffe in Kaffee und schwar­zem Tee können unter Umständen Sodbrennen in der Schwangerschaft auslösen oder zumindest verstärken. Aus diesem Grund sollten Schwange­re versuchen auf ihre geliebte Tasse Kaffee oder ihren Tee einige Zeit zu verzichten. Wenn sich das Sodbren­nen bessern sollte, heißt es auch, die­se Genussmittel während des Rests der Schwangerschaft wegzulassen. Nach der Geburt dürfen Sie Ihrem „Laster” dann wieder nachgeben, denn meistens verschwindet danach auch das Sodbrennen wieder.

Auf Mineralstoffe achten

Schwangere Frauen benötigen we­sentlich größere Mengen bestimmter Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine, denn sie müssen das unge­borene Kind mitversorgen. Bei man­chen Frauen kommt es während der Schwangerschaft zu einem Mangel an Mineralstoffen, da es ihnen nicht ge­lingt, eine ausreichende Menge dieser Stoffe über die Nahrung aufzuneh­men. Wenn Sie unter Sodbrennen lei­den, liegt möglicherweise auch ein Magnesiummangel vor. Magnesium ist nicht nur wichtig, um vor Sod­brennen zu schützen, dieser Mineral­stoff trägt auch dazu bei, dass es nicht zu verfrühten Wehen kommt, denn er verringert die Kontraktionsbereitschaft der Gebärmutter. Lassen Sie sich deshalb bei Ihrem nächsten Arztbesuch ruhig Magnesi­um verschreiben, wenn Sie unter Sod­brennen leiden.

Ganz wichtig: kleine Mahlzeiten

Für Schwangere, die unter Sodbren­nen leiden, ist es noch wichtiger als für andere Patienten, möglichst viele kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen anstatt drei große. Schließlich verdrängt das Kind mit zunehmender Größe den Magen, sodass ohnehin weniger Platz für die Nahrung ist und sich schneller ein Völlegefühl ein­stellt.

Falls es trotz Verkleinerung der Mahlzeitengröße noch zu Refluxbeschwerden kommt, können im Einzelfall andere „Tricks” helfen. Manche Schwangeren schwören darauf, Haselnüsse oder Mandeln zu kauen, um das Sodbrennen zu lindern. Ande­re nehmen lieber ein wenig Heilerde zu sich, die ihnen vielleicht bereits über die Übelkeit der ersten drei Mo­nate hinweggeholfen hat. Wiederum andere trinken ein Glas eiskaltes Was­ser (ohne oder nur mit wenig Koh­lensäure) in kleinen Schlucken oder essen ein Stückchen milden Käse. Auch homöopathische Mittel haben vielen Schwangeren bereits geholfen. Eine Schwangere, die sich mit Homöopathie nicht auskennt, sollte allerdings bei der Auswahl des Mittels eine Person, die Erfahrung mit der Homöopathie hat, hinzuziehen. Viele Hebammen kennen sich beispiels­weise recht gut mit homöopathi­schen Mitteln aus. Fragen Sie die Heb­amme Ihres Geburtsvorbereitungskurses oder wenden Sie sich einfach an eine freiberufliche Hebamme oder eine Hebammenpraxis. Wenn gar nichts helfen will, haben Schwangere immerhin noch einen Trost: Nach der Geburt des Kindes sind die Beschwer­den meistens wie weggeblasen.

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