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Osteopathie – ein ganzheitliches Prinzip

In der Einheit Körper-Seele-Geist spielt das harmonische Zusammen­wirken des Bindegewebes, der Bänder, der Faszien (bindegewebige Häute), der Muskeln und der Psyche des Menschen eine wichtige Rol­le. Sie alle müssen im funktional-energetischen Ausgleich stehen, nur so kann der Organismus zuverlässig arbeiten. Das Arbeitsfeld des Osteopathen konzentriert sich daher im ganzheitlichen Ansatz auf diesen Ausgleich. Seine Aufgabe ist, die unterschiedlichen Strukturen und Wirkungsebenen des menschlichen Körpers wieder in Fluss zu bringen, sie auf biomechanischer, nervlicher, muskulärer, hormonel­ler und zirkulatorischer Ebene zusammenspielen zu lassen. Das klingt zunächst sehr kompliziert, aber dahinter steckt eine einfache Weis­heit: Die freie, harmonische Bewegung ist Sinnbild der Gesundheit, und eine Blockade oder Blockierung ist Krankheit.

Das Streben nach Harmonie

Gesundheit ist also nichts anderes als die perfekte Harmonie im Kör­per. Überall dort, wo Bewegung nicht fließt, schafft der Körper deshalb unbewusst einen Ausgleich. Und genau damit, so meinen die Anhän­ger der Osteopathie, bahnt sich die Krankheit schon an. Denn der Re­paraturaufwand, den der Körper betreibt, geht zu seinen eigenen Las­ten und kann nie so gut sein, wie die uneingeschränkte Bewegung wäre. Jeder Patient, der beispielsweise an Durchblutungsstörungen lei­det, wird das bestätigen. Im besten Fall findet der Körper Ersatzwege, um das Blut um ein Hindernis herumzuführen, er geht sogar so weit, Venen in eine Art Arterien umzuarbeiten (Venenklappen zu zerstören). Doch der betroffene Patient wird sich nie wieder so fühlen wie zu der Zeit, als alles noch in Ordnung war.

Das organische Zusammenspiel

In der osteopathischen Medizin spricht man beispielsweise von einer Störung, wenn sich Gelenkanteile zueinander innerhalb des Gesamt­gelenkkonzepts verändern oder auch die Bewegung im Gelenksystem eingeschränkt ist. Was aber für Gelenke, Fehlstellungen und die damit verbundenen Fehlfunktionen gilt, wurde in weiterem Verständnis der osteopathi­schen Medizin ebenso auf Muskelansätze, die aus Bindegewebe beste­henden Bänder (Ligamente) sowie auf die Bindegewebebrücken(Faszien) der Gleitebene zwischen mehreren oder zwei Muskelschichten übertragen. Darauf basiert das Denkgebäude der Funktionen, der Dia­gnose und letztlich auch der Therapiemethoden der Osteopathie.

Blockierendes soll sich lösen

Die osteopathische Behandlung versucht, die Belastungen, die wie ei­ne Blockade wirken, zu beseitigen. Das geschieht einerseits durch die Verbesserung der Kommunikation der einzelnen Organsysteme zuein­ander, damit der Austausch von Körperflüssigkeiten wie Blut und Lymphe stimuliert werden kann. Andererseits wird aber ebenfalls auf die Ursache der Störung geblickt; dabei können auch die individuelle Situation und die geistige und see­lische Verfassung des Patienten eine Rolle spielen.

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