Praktische Tipps für den Gebrauch von Lapacho

 

Lapacho ist, so viel ist klar – ein ausgezeichnetes Naturheilmittel, das die Heilung vieler Erkrankun­gen auf natürliche Weise unterstützt. Für die Praxis der Lapachotherapie stellt sich natürlich zunächst einmal die Frage, was man konkret mit der Rinde von “Tabebuia avellanedae” anfangen kann. Die prak­tische Anwendung kostet nur wenig Zeit und Mühe. Obwohl Lapacho auch äußerlich anzuwenden ist, spielt die Ein­nahme des Lapachotees bei der Behandlung zahlreicher Lei­den die zentrale Rolle. Die richtige Zubereitung des Lapachoheiltees gewährleistet, dass die Inhaltsstoffe der Rinde sich gut im Wasser lösen.

Was Sie beim Einkauf von Lapacho beachten sollten

Roter Lapachotee wird hierzulande inzwischen in vielen gut sortierten Naturkostläden, Reformhäusern und Teegeschäften angeboten. Die meisten Tees haben eine sehr gute Qualität, vor Billiganbietern sollte man sich aber in Acht nehmen. Wie so oft spielen auch beim Lapachotee die Qualität des Rohstoffs und die schonende Weiterverarbeitung eine entscheidende Rolle. Prinzipiell kann Lapachotee immer als ein hochwertiges Natur­produkt angesehen werden. Lapachobäume wachsen unter güns­tigsten Bedingungen auf eisen- und kalkreichen Böden in Süd­amerika und sind weder durch Schwermetalle noch durch Pestizide belastet. Einige Firmen führen zusätzlich besonders strenge Qualitätskontrollen durch und achten darauf, dass ihre Produkte auf sehr schonende Weise gewonnen und weiterver­arbeitet werden.

Eine Heilpflanze mit vielen Namen

Obwohl der Heiltee aus dem Regenwald hierzulande inzwi­schen fast ausschließlich unter den Namen »Lapachotee« oder »Inkatee« vertrieben wird, gibt es Ausnahmen. So kann es pas­sieren, dass Ihnen auf der Suche nach Lapachotee auch einmal Pau dArco oder Ipe Roxo angeboten wird. Dies gilt umso mehr, wenn Sie in anderen Ländern Europas oder in den USA unter­wegs sind, wo der Lapachotee nicht unbedingt unter diesem Namen geführt wird. Folgende Bezeichnungen sind relativ weit verbreitet:

□ Lapacho colorado (Rot-Lapacho)

□ Lapachorindentee

□ Roter Lapachotee

□ Pau d’Arco (übersetzt: Bogenholz)

□ Paoheebo oder Taheebo

□ Ipe Roxo (Lapacho Iperoxo. von »Ipe« = Rinde, »roxo« = rot)

□ Bow Stick

□ Ipes

Die innere rote Rinde liefert den Tee

Im Handel wird der Tee häufig mit Bezug auf seine ersten Anwender als Inkatee bezeichnet. Trotz der vielen verschiede­nen Namen ist eigentlich nur wichtig zu wissen, dass aus­schließlich der Rote Lapachotee für Heilzwecke Verwendung findet. Genau genommen müsste dieser Tee als Pau d’arco roxo, als Ipe roxo oder eben einfach als Roter Lapachotee bezeich­net werden.

Im Unterschied dazu gibt es das schwarze Lapachoholz — Lapa­cho negro oder Ipe preto – das in Brasilien und Kolumbien als strapazierfähiges Nutzholz in Gebrauch ist. Das Hartholz wurde, wie die Bezeichnung »Pau d’arco« verrät, gern für die Herstel­lung von Jagdbogen verwendet. In der Praxis sieht es glückli­cherweise so aus, dass alle bei uns im Handel angebotenen Lapachotees ohnehin immer rote Lapachotees sind, die aus der inneren Rinde des rot blühenden Baums hergestellt werden.

Erhaltet den Regenwald

Wer sich dazu entschlossen hat, Lapachotee zu einem festen Bestandteil seiner Hausapotheke werden zu lassen, sollte sich bei seinem Händler erkundigen, woher der angebotene Lapa­chotee stammt und wie er gewonnen wird. Der Lapachoboom hat leider auch dazu geführt, dass die Holzindustrie das Geschäft mit der Lapachorinde entdeckt hat. Immer häufiger werden Lapachobäume rücksichtslos gefällt, um den wertvollen Naturstoff zu Niedrigstpreisen anbieten und damit schnelle Profite erzielen zu können.

Im Gegensatz zur Holzindustrie legen seriöse brasilianische Händler auf die sanfte Nutzung des Regenwalds großen Wert. Die Lapachorinden werden per Hand sorgfältig geschält, ähn­lich wie es bei Korkeichen geschieht. Die Rinden wachsen immer wieder nach, der Baum wird also nicht geschädigt. Es versteht sich von selbst, dass brasilianische Lapachoanbieter, die dieses schonende, aber auch sehr zeitraubende Verfahren anwenden, ihren Tee relativ teuer verkaufen müssen und nicht mit den Dumpingpreisen der industriell hergestellten Massenware mit­halten können. Der Verbraucher ist daher dazu aufgerufen, einen Beitrag zur Erhaltung des Regenwalds zu leisten und jene Firmen zu unterstützen, die mit ihrem Namen hinter der sanf­ten Nutzung des Regenwalds stehen.

Vor allem die in Reformhäusern und Naturkostläden angebo­tenen Tees erfüllen diese Anforderungen mit hoher Wahr­scheinlichkeit; aber natürlich gibt es auch in Teegeschäften und Drogerien immer wieder qualitativ hochwertige Tees, so dass es am besten ist, beim Händler gezielt nachzufragen und sich Informationsmaterial der Hersteller zukommen zu lassen.

Haltbarkeit und Lagerung

Lapachotee ist bei guter Lagerung sehr lange haltbar — oft eini­ge Jahre. Aufgrund des Verbraucherschutzes muss jede Packung mit einem Verfallsdatum bedruckt werden. Obwohl der Rindentee im Allgemeinen länger haltbar ist als auf dem Aufdruck angegeben, sollte eine angebrochene Packung am besten innerhalb einiger Wochen verbraucht werden. Falls Sie also nicht vorhaben, eine Lapachokur durchzuführen, genügt es, kleine Packungsgrößen mit 75 oder 100 Gramm einzukaufen.

Vor Luft und Wärme schützen

Neuerdings wird Lapachotee auch im Aufgussbeutel angebo­ten. Dies ist zwar einerseits in der Handhabung etwas prakti­scher, andererseits müssen auch die Beutel fünf Minuten kochen und anschließend mindestens eine Viertelstunde lang ziehen. Für einen Liter Wasser benötigt man normalerweise zwei Lapachobeutel – die genaue Dosierung ist auf der Packung angege­ben. Das leicht rauchige Aroma des Tees bleibt besonders gut erhalten, wenn Sie ihn luftdicht verpacken. Dazu eignet sich ein Schraubglas oder eine Teedose aus Blech. Außerdem sollte Lapacho immer kühl und dunkel gelagert werden.

Das Grundrezept

Für 4 große Tassen Lapacho­tee benötigen Sie 2 gestriche­ne Esslöffel Lapachorinde und i Liter Wasser.

■ Bringen Sie das Wasser in einem Topf zum Kochen.

■ Geben Sie die Lapacho­rinde hinzu, und lassen Sie das Ganze kurz aufkochen.

■ Reduzieren Sie die Hitze, und lassen Sie die Rinden bei niedriger Hitze 5 Minuten lang kochen.

■ Anschließend den Tee 15 bis 20 Minuten lang zugedeckt ziehen lassen.

■ Am Ende seihen Sie den Tee durch ein feines Sieb ab und füllen ihn in eineThermoskanne.

Zum Servieren des frisch zubereiteten Lapachotees sollten Sie dazu ausschließ­lich Porzellan-, Keramik- oder Glaskannen, jedoch keine Aluminiumgefäße benutzen.