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Selbsthilfe bei Sodbrennen

Kleinere Mahlzeiten statt üppiger „Gelage”

Die meisten von uns sind es gewohnt, täglich drei große Mahlzeiten zu sich zu nehmen: Frühstück, Mittag- und Abendessen. Vielleicht gibt es zwi­schendurch noch einen Apfel oder ein Stück Kuchen, falls die Abstände zwischen den Mahlzeiten zu groß sein sollten. Das wär’s jedoch in den meisten Fällen. Kein Wunder, dass viele von uns zu den Mahlzeiten über die Stränge schlagen und viel zu viel essen – die Zeit zwischen den Mahl­zeiten ist einer ganzen Reihe von Menschen einfach zu lang, sodass sie nahezu ausgehungert sind, wenn „endlich” wieder die Essenszeit naht. Doch genau das ist mit das Falscheste, was man tun kann, wenn man sowie­so schon unter Sodbrennen leidet. Üppige, womöglich noch sehr fett­reiche Mahlzeiten regen die Produkti­on von Magensäure in einem größe­ren Maße an, als es kleinere Mahlzei­ten tun. Somit besteht auch eine er­höhte Gefahr, dass es nach dem Essen zu Sodbrennen kommt.

Erkennen und Ändern von Gewohnheiten

Viel sinnvoller ist es, fünf bis sechs kleinere Mahlzeiten über den ganzen Tag verteilt zu sich zu nehmen. Damit tun Sie sich einen großen Gefallen, wenn Sie unter häufigem Sodbrennen leiden, denn die Magensäureproduk­tion wird durch kleinere Mahlzeiten nicht so stark angekurbelt – das Risiko für Sodbrennen sinkt. Auch Berufstätige können prob­lemlos mehrere kleinere Mahlzeiten auf der Arbeit verspeisen. Besonders gut als Snack zwischendurch eignen sich natürlich belegte Brote. Wenn Ihnen das zu langweilig vorkommt, werfen Sie doch einfach einmal einen Blick in Kochbücher, in denen auch Rezepte für Zwischenmahlzeiten zu finden sind. Sie werden sehen: Beleg­te Brote kann man auf die verschie­densten Arten zubereiten – mit Salat, mit Rohkost, mit köstlichen Käsesor­ten und Krabben und vielem mehr. So schnell kann das Essen da nicht langweilig werden! Außerdem kön­nen Sie ja auch etwas Abwechslung in Ihre Mahlzeiten bringen, indem Sie z. B. eine leckere Quarkspeise zuberei­ten, diese in ein Plastikschüsselchen füllen und mit zur Arbeit nehmen. Ein leckerer Salat passt ebenfalls in ein solches Schälchen – die Sauce können Sie in einem Extra-Plas­tikbehälter mitnehmen, damit der Sa­lat nicht matschig wird. Auch in der Kantine finden Sie be­stimmt kleine Gerichte, die „nicht zu schwer im Magen liegen”. Viele Kan­tinen bieten mittlerweile ein Salatbü­fett oder ein kleines vegetarisches Ge­richt an.

Wenn Sie mehrere kleine Mahlzeiten am Tag zu sich nehmen, schlagen Sie nicht nur eine, sondern gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Nicht  nur das Sodbrennen wird sich voraussichtlich bessern, auch werden Sie wahrscheinlich weniger Probleme haben Ihr Gewicht zu halten oder es zu reduzieren (zumindest, wenn die Zwischenmahlzeiten nicht aus Süßigkeiten bestehen!). Denn Sie werden sehen: Sie schlagen seltener beim Essen  über die Stränge, weil Sie regelmäßig  etwas zu sich nehmen und sich nicht „ausgehungert” an den gedeckten Tisch setzen. Damit wären wir übri­gens auch schon beim nächsten Punkt:

Übergewicht reduzieren!

Die meisten Menschen, die unter ei­ner Refluxkrankheit leiden, bringen ein paar Kilo zu viel auf die Waage. Dadurch erhöht sich der Druck im Bauchraum, der Verschluss vom Ma­gen zur Speiseröhre hält nicht länger dicht und die Magensäure kann leich­ter in die Speiseröhre aufsteigen. Des­halb ist es wichtig, Übergewicht zu reduzieren, wenn man unter häufig auf­tretendem Sodbrennen leidet. Schon allein mit einer Gewichtsreduktion bekommen manche Menschen ihre Refluxkrankheit in den Griff.

Abnehmen – aber wie?

Wenn Sie ein paar Kilo zu viel auf die Waage bringen, haben Sie sicher schon eine ganze Reihe von Diäten ausprobiert – schließlich findet man in vielen Zeitungen und Zeitschriften immer wieder neue Schlankheits­kuren, die vollmundige Versprechen („Verlieren Sie zehn Kilo in zehn Ta­gen” usw.) machen. Doch leider ist der Erfolg bei den meisten Diäten nur von kurzer Dauer. Die fünf Kilo, die man mit einer Diät abgenommen hat, befinden sich innerhalb kurzer Zeit nach Beendigung der Diät doch wie­der auf den Hüften – nicht selten so­gar noch mehr. Dieses Auf und Ab des Gewichts wird auch als Jo-Jo-Effekt bezeichnet.

Der Jo-Jo-Effekt

Dass das Gewicht zuerst sinkt und dann wieder steigt, ist kein Wunder! Stellt sich doch während einer Diät der gesamte Stoffwechsel um. Er ver­arbeitet die zugeführte Nahrung we­sentlich langsamer, schließlich muss der Körper während der Diät mit we­niger Energie aus der Nahrung auskommen – da heißt es für den Orga­nismus haushalten! Das ist auch der Grund, warum es ab einem gewissen Punkt der Diät mit der Gewichtsab­nahme nur noch schleichend voran­geht. Dies ist im Übrigen auch oft der Zeitpunkt, an dem die Diät abgebro­chen wird, da man ja doch keinen Sinn mehr in ihr sieht, wenn sich kein Gewichtsverlust auf der Waage ablesen lässt.

Nach Abbruch der Diät stellt sich der Körper nun leider auch nicht so schnell wieder um – er behält den ver­langsamten Stoffwechsel noch eine Zeit lang bei. Schließlich könnte es ja sein, dass er bald wieder mit weniger Nahrung auskommen muss. Für diese Zeit müssen Energiereserven (in Form von Fett) gespeichert werden. Eine Vorsichtsmaßnahme des Körpers, die vielen gar nicht gefällt, sammeln sich die Pfunde doch schnell wieder an -meistens schneller, als sie verloren wurden. Aus diesem Grund sollten Sie es gar nicht erst mit irgendeiner obs­kuren Diät versuchen, wenn Sie ab­nehmen wollen. Stattdessen ist es sinnvoll, die Ernährung völlig um­zustellen.

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