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So hilft die Zitrone bei Erkältung

Ursachen und Beschwerden

Erkältungen, auch als grippale Infekte bezeichnet, werden von Rhino­viren verursacht. Sie sind im Gegensatz zur von Influenzaviren her­vorgerufenen »echten Grippe« harmlos, da die Erkältung im Durch­schnitt nach zwei Wochen von selbst wieder abklingt, aber dennoch äußerst unangenehm. Das Ziel der Rhinoviren sind die Schleimhäute des menschlichen Atemsystems. Haben sie es erreicht, lösen sie die ty­pischen Erkältungssymptome aus: Fieber, Stechen im Kopf, Ziehen in den Gliedern, Kratzen im Hals, Husten, Schnupfen.

Ansteckung mit Rhinoviren

Übertragen werden Rhinoviren durch Tröpfcheninfektion über die Atemluft. Außerdem lauern sie z.B. auf Türklinken, Telefonhörern oder Kugelschreibern und nutzen das freundliche Händeschütteln, um hinterlistig von einem Menschen zum anderen zu wechseln. Hat ein Virus dann die Schleimhaut der Atemwege erreicht, sucht es sich eine einzelne Zelle und piekt deren Hülle mit einem seiner »Stacheln« an. Noch am ersten Tag der Infektion dringt es in die Zelle ein und setzt sich fest. Das Virus öffnet sich und gibt seine Erbinformationen frei. Die zwingen die Schleimhautzelle, ständig Virennachwuchs zu produ­zieren. Am zweiten Tag ergießt sich eine gewaltige Invasionsstreit­macht neu gebildeter Rhinoviren über die gesamten Atemwege. Sofort versucht das Immunsystem, die Feinde aus dem Körper zu schwem­men. Die Schleimhäute schwellen an und produzieren verstärkt Se­kret. Das Opfer plagt nun Schnupfen.

Doch die Viren befallen weitere Schleimhautzellen und zwingen sie, Verstärkung zu produzieren. Die Eindringlinge haben einen großen Vorsprung, den das Immunsystem erst aufholen muss. Immer mehr Schleimhautzellen sterben ab und geben Tausende neuer Viren frei. Der Schnupfen verschlimmert sich, Husten und Fieber können hin­zukommen – man hat eine handfeste Erkältung.

Schnell wieder hustenfrei

Kommt zu den Erkältungssymptomen Schnupfen, Heiserkeit und Halsschmer­zen auch noch ein hartnäckiger Husten dazu, gehen Sie wie unter »Bronchitis« beschrieben dagegen vor.

So hilft die Zitrone bei Erkältung

Trotz moderner Pharmazieforschung sind Medikamente gegen Rhi­noviren nur sehr bedingt tauglich, wie verschiedene Untersuchungen feststellten. Mit der Kraft der Zitrone können Sie die Rhinoviren, die eine Erkältung mit Schnupfen, Halsschmerzen und Heiserkeit auslö­sen, auf jeden Fall mindestens ebenso schnell und erfolgreich bekämp­fen wie mit Medikamenten. Und das auf ganz natürliche Weise, ohne den Organismus noch zusätzlich unnötig mit Chemikalien zu belasten. Bei einer Erkältung kommen die Heilkräfte der Zitrone auf zwei We­gen zum Einsatz:

► Einmal innerlich, um die Abwehrzellen – wie bereits beschrieben -in ausreichendem Maß mit dem für ihre Arbeit so dringend benötig­ten Vitamin C zu versorgen.

► Und dann auch äußerlich, um mit den antiviralen Eigenschaften der Zitrone die Viren direkt auf den Oberflächen der Schleimhäute in Hals und Nase zu bekämpfen.

Zitronenkur zur Abwehrsteigerung

Gleich bei den ersten Anzeichen einer Erkältung, wie Kratzen im Hals oder einer Schniefnase, sollten Sie mit einer Zitronenstoßkur dem Or­ganismus Vitamin C zuführen und so Ihr Immunsystem kräftigen, da­mit die Viren keine Chance haben, sich weiter zu vermehren. Trinken Sie dazu alle 2 Stunden den frisch gepressten Saft von 1 Zitrone mit 1 Glas lauwarmem Wasser. Die abwehrsteigernde Wirkung können Sie noch verstärken, wenn Sie dem Getränk 2-mal täglich 1 Esslöffel Zitronenessig (siehe Seite 84) beigeben. Schmeckt Ihnen das Ganze zu sauer, bietet sich Honig zum Süßen an.

Zitronengurgeln gegen Halsschmerzen

Geben Sie den Saft von 1 Zitrone und 1 Teelöffel Salz auf 1/4 Liter lauwarmes Wasser. Gurgeln Sie damit 3-mal täglich für jeweils 1 Mi­nute. Anfängliches Brennen vergeht rasch.

Halsbonbons mit Zitronenöl

Reiben Sie unter Druck mit 1 Stück Würfelzucker über die Außenhaut einer unbehandelten Zitrone. Das ätherische Öl der Schale geht dabei in den Zucker über. Lutschen Sie davon mehrere Zuckerstücke über den Tag verteilt.

Nasenspülung mit Zitronensaft

Die Zitronennasenspülung tötet Erkältungsviren ab, versorgt die Nasenschleimhaut mit wichtigen Mineralien und hält sie geschmeidig feucht. Eine verstopfte Nase wird frei, und Sie können wieder unge­hindert atmen. Geben Sie dazu 1 Esslöffel frisch gepressten Zitronen­saft und 1 Messerspitze Salz auf 1 Glas lauwarmes Wasser. Setzen Sie das Glas an eines der beiden Nasenlöcher an, drücken Sie dann mit den Fingern das andere zu, und ziehen Sie das Salzwasser durch das offene Nasenloch kräftig hoch. Kurz anhalten, ausblasen, anschließend den Vorgang mit dem zweiten Nasenloch wiederholen. Auch wenn das Ganze anfangs noch unangenehm ist, weil es in der Nase etwas zieht, setzt bald eine Gewöhnung – und eine Besserung – ein.

Zitronenwadenwickel zur Fiebersenkung

Wadenwickel sind ein bewährtes Mittel, um Fieber zu senken. Die Wirkung wird noch verstärkt, wenn Zitronenöl mit angewandt wird. Geben Sie dazu 8 Tropfen Zitronenöl, vermischt mit 1 Esslöffel Sahne, auf 1/2 Liter kaltes Wasser. Verrühren Sie das Ganze gut, tränken Sie ein Leinentuch damit, wringen Sie es aus, und wickeln Sie es um die Wade. Legen Sie nun um das Leinentuch in mehreren Schichten ein großes Badetuch oder zwei kleinere Handtücher. Nach etwa 5 Minu­ten können Sie den Wickel abnehmen. Führen Sie diese Anwendung immer an beiden Waden durch, und zwar mindestens 3 -mal täglich, bis das Fieber zurückgegangen ist.

Eine Reaktion zu “So hilft die Zitrone bei Erkältung”

  1. » Testen Sie selbst – wie fit ist Ihr Immunsystem? zu 2t

    […] Die ersten Warnsignale für eine beginnende Immunschwäche haben Sie bereits übersehen. Ihre Abwehrkräfte sind zwar noch nicht voll­kommen aufgerieben, aber Sie sollten unbedingt etwas unternehmen, um sie zu stärken – am besten hilft als erster Powerschub eine Zitro­nenkur. […]

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