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Sodbrennen in der Schwangerschaft

Spezialfall Schwangerschaft

Gegen das Sodbrennen, das in der Schwangerschaft besonders im letz­ten Drittel häufig auftritt, brauchen Sie nicht mit so schweren Geschützen vorzugehen wie gegen die Reflux­krankheit. Das wäre auch nicht im Sinne des ungeborenen Kindes -schließlich können Medikamente über die Plazenta, den Mutterkuchen, auch auf das Kind übergehen und ihm im Einzelfall schaden.

In den meisten Fällen hört das Sod­brennen nach der Geburt wieder auf, sodass Sie nicht befürchten müssen, dass es zu bösartigen Veränderungen der Speiseröhre kommt. Dennoch wird Sodbrennen von den betroffe­nen Frauen gerade in der Schwanger­schaft nicht nur als lästig und unan­genehm, sondern häufig als sehr schmerzhaft empfunden, weshalb sie gern etwas dagegen unternehmen möchten.

Besser keine Medikamente!

Bevor eine Schwangere auf Medika­mente gegen Sodbrennen zurück­greift, sollte sie auf altbewährte Haus­mittel zurückgreifen (siehe nächstes Kapitel) und eventuell ihren Lebens­stil etwas ändern. Wenn diese Maß­nahmen keine Erleichterung bringen, ist es sinnvoll mit dem Arzt zu spre­chen, welche Arzneimittel gefahrlos genommen werden können. Die meisten Antazida beispielsweise kön­nen auch Schwangere ohne Gefahr für das Kind verwenden, was aller­dings nicht heißt, dass sich eine Schwangere nun in der Apotheke mit frei verkäuflichen Antazida eindecken sollte, ohne den Arzt zu fragen, ob diese Mittel für sie geeignet sind. Bei allen Medikamenten, die in der Schwangerschaft genommen werden sollen, muss unbedingt Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden! Das Gleiche gilt im Übrigen auch für die Stillzeit, denn über die Muttermilch nimmt das Kind ebenfalls Rückstände von Medikamenten auf.

Das besonders wirksame Medika­ment Antra® (bzw. der Wirkstoff Omeprazol) sollte bei Sodbrennen in der Schwangerschaft in keinem Fall auf eigene Faust genommen werden, denn bislang ist noch nicht 100-pro­zentig sicher, ob es dem ungeborenen Kind schaden kann. Der Arzt sollte es einer Schwangeren deshalb auch nur verschreiben, wenn der Nutzen für die Mutter das Risiko für das Kind bei weitem übersteigt.

Hausmittel sind die Mit­tel der Wahl bei Sodbren­nen in der Schwanger­schaft.

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