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Was Apfelessig kann und was nicht

Apfelessig ist ein althergebrachtes und in vielen Fällen wirksames Hausmittel aus der Volksmedizin. Und die Volksmedizin wirkt in er­ster Linie präventiv, d. h. sie bewahrt den Organismus davor, zu einem Nährboden für Krankheitskeime zu werden. Apfelessig, die trübe, säu­erliche Flüssigkeit, die sogar Kinder gerne trinken, wird in Verbindung mit einer ausgewogenen Ernährung und aktiver Lebensweise sicher­lich zur allgemeinen Gesunderhaltung des Körpers beitragen. Auf sol­che Weise gestärkt, kann der Körper Krankheiten leichter abwehren.

»Apfelessig ist nicht ein Heilmittel für bestimmte Leiden, sondern ein Förderer der Gesundheit an sich«, sagte Cyril Scott, einer der Vertreter der Apfelessigheilkunde.

Mit Hilfe von Apfelessig werden aber auch eine ganze Reihe leichterer Beschwerden wie Hustenreiz, Heiserkeit, Unregelmäßigkeiten bei der Verdauung oder Sodbrennen wieder ins Lot gebracht. In leichten Fällen oder bei beginnendem Unwohlsein kann man es zuerst einmal mit diesem bewährten Hausmittel versuchen. Man darf Cyril Scott bei­pflichten, der feststellte, dass Apfelessig »eine ganze Anzahl verschie­dener Dinge aufs beste und ohne schädliche Nebenwirkungen tut«. Apfelessig kann jedoch keine Wunder bewirken und ist schon gar kein Medikament, das man sich bei länger andauernden Störungen oder ernsthaften Erkrankungen selbst verordnet. Krankheiten gehören im­mer in die Behandlung eines Arztes. Von einer Selbstbehandlung durch Hausmittel ist bei ernsten Beschwerden und in allen Zweifels­fällen unbedingt abzuraten. Sie können jedoch, in Rücksprache mit Ihrem Arzt, die gesundheitsfördernde Einnahme des Apfelessigs durchaus weiterführen – ergänzend zur ärztlichen Therapie.

Die Apfelessig Anwendung

In sehr vielen Fällen wird Apfelessig als Getränk verwendet. Um spür­bare Erfolge zu erzielen, sollten Sie den Apfelessig regelmäßig, minde­stens vier Wochen lang, einnehmen. Kurmäßig wird Apfelessig verwendet, indem Sie mindestens sechs bis acht Wochen lang morgens nach dem Aufstehen Ihr Apfelessiggetränk (nach dem folgenden Grundrezept) trinken. Der Aufwand ist gering, und Sie werden den belebenden Trank vielleicht bald nicht mehr mis­sen wollen. Zur allgemeinen Verbesserung der Gesundheit wird emp­fohlen, diese Gewohnheit am besten lebenslang beizubehalten.

Grundrezept

Man gibt zwei Teelöffel Apfelessig in ein Glas Wasser, fügt nach Belie­ben einen bis zwei Teelöffel Honig hinzu und genießt den Cocktail langsam und in kleinen Schlucken. Zur allgemeinen Verbesserung der Gesundheit soll diese Mischung je­den Morgen vor dem Frühstück getrunken werden. Wer mag, kann je ein weiteres Glas zum Mittag- und Abendessen einnehmen. »Auf diese Weise erhält man die Säure, die Früchte, Blätter und Wurzeln dem Bo­den entnommen haben. Dieser Trank ist ein vorzügliches Stärkungs­mittel, das vor der Mahlzeit, während derselben oder nachher einge­nommen werden kann«, erklärt Dr. D. C. Jarvis.

Variationsmöglichkeiten

Wer das Apfelessiggetränk auf nüchternen Magen nicht so recht ver­trägt, sollte es nach dem Frühstück trinken. Auch die Beigabe von Honig macht es magenfreundlicher. Was die richtige Dosis betrifft, so können Sie, je nachdem, wie es Ihnen schmeckt und wie Sie es vertra­gen, durchaus variieren. Während die einen nur einen Teelöffel Apfel­essig auf ein Glas Wasser nehmen, geben andere einen kräftigeren Schuss hinein.

Der Cocktail schmeckt übrigens richtig gut, wie leicht säuerlicher Apfelsaft. Sie können den Apfelessig auch mit einem Glas Gemüse-, Tomaten- oder Apfelsaft oder einem anderen kalten Getränk vermi­schen. Probieren Sie aus, was Ihnen am besten schmeckt!

Apfelessig mit Vernunft anwenden

• Auch wenn über viele einzel­ne Inhaltsstoffe des Apfelessigs wissenschaftliche Erkenntnisse vorliegen, so gibt es doch noch keinerlei medizinische Reihen­untersuchungen über die Wirk­samkeit von Apfelessig als solchem.

• Sollten Sie feststellen, dass Ihnen Apfelessig nicht bekommt, versuchen Sie, mit anderen Mitteln Ihrer Gesundheit und Ihrem Wohlbefinden auf die Sprünge zu helfen. Beachten Sie Ihre Bedürfnisse. Was vielen nützt, muss nicht unbedingt für jeden geeignet sein.

• Bitte bedenken Sie auch: Die Volksheilkunde ist eine Erfahrungsheilkunde, und die Wirkung der hier vorgestellten Heilmethoden ist größtenteils noch nicht wissenschaftlich untersucht.

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