Was Apfelessig so gesund macht

Apfelessig kann Verkalkungen vorbeugen

Machen Sie einmal den Eierschalentest. Legen Sie Eierschalen in ein leeres Konservenglas, füllen Sie es mit Apfelessig auf, so dass die Eier­schalen ganz bedeckt sind, und schrauben Sie den Deckel zu. Nach ei­nigen Tagen werden Sie sehen, dass die Eierschalen verschwunden sind und nur das Häutchen übrig bleibt. Das Kalzium in den Kalkschalen löst sich im Essig. Diese Beobachtung lässt möglicherweise darauf schließen, dass auch Kalkablagerungen in unseren Blutgefäßen unter Einfluss von Essig abgebaut werden können.

Solche Ablagerungen bilden sich bevorzugt an MikroVerletzungen der Gefäßinnenwände. Sie werden beispielsweise von dem Aminosäureab­bauprodukt Homozystein verursacht, das vermehrt nach zu üppiger Eiweißkost ins Blut gelangt. Über den Miniwunden, die die Homozysteinmoleküle den Adern zufügen können, bilden Blutgerinnungsstoffe Wülste, die zu einem hohen Prozentsatz aus Cholesterin und Kalzium bestehen, und die mit der Zeit so groß werden können, dass sie den ge­samten Blutfluss blockieren. Da schießt der körpereigene Reparaturbe­trieb dann weit über sein Ziel hinaus und erzeugt eine ernsthafte, im schlimmsten Fall tödliche Erkrankung, die Arteriosklerose. Doch wie man an den Eierschalen sieht, kann gerade das Kalzium im Essig aufge­weicht und schließlich gänzlich darin gelöst werden. Ob das allerdings auch im Inneren unserer Blutgefäße gilt, wohin die verdaulichen Bestandteile des Essigs ja erst nach der Verarbeitung im Dünndarm gelangen, ist aus medizinischer Sicht nicht leicht zu beur­teilen.

Nach D.C. Jarvis jedenfalls, dem Begründer der Apfelessigtherapie, werden durch die natürliche Säure und das Kalium, das sie enthält, eventuelle Ablagerungen von Kalzium wieder aufgelöst. So bleiben die Blutgefäße frei von Kalziumablagerungen.

Mit Apfelpektin gegen Cholesterin

Fest steht: Apfelessig enthält wie die Äpfel den Ballaststoff Pektin, einen an sich unverdaulichen Nahrungsbestandteil, der aber wie alle Ballaststoffe die Verdauung in Schwung hält und viele nützliche Funk­tionen erfüllt.

Apfelpektin Flocken 200g

Pektin senkt beispielsweise den Cholesterinspiegel, genauer gesagt das schädliche LDL-Cholesterin. Pektin bindet aus Cholesterin aufgebaute Gallensäuren. Da die Gallensäuren aber für die Fettverdauung vonnöten sind, müssen die Gallensäuren irgendwie anders zur Verfügung ge­stellt werden. Dazu holt sich der Körper Cholesterin aus dem Blut und wandelt es in Gallensäuren um. Dieser Effekt des Pektins wirkt sich di­rekt auf den Zustand unserer Blutgefäße aus: Wenn weniger Choleste­rin im Blut ist, ist auch weniger Material für Ablagerungen an den Gefäßinnenwänden vorhanden, und die Fließfähigkeit des Blutes ver­bessert sich zusätzlich.

Erfahrungsberichten zufolge steigern sich durch Apfelessiggaben die Konzentrationsfähigkeit, das Gedächtnis, die Vitalität, das Wärmege­fühl im Körper, die Fitness im Ganzen und alle Funktionen, die von ei­ner besseren Durchblutung abhängen.

Das Pektin im Apfel

► Pektin senkt das Risiko, Kreis­laufstörungen zu bekommen und vorzeitig unter Adernverkalkung zu leiden.

► Zudem verbleibt Pektin länger im Körper als andere Ballaststoffe, weil es wasserlös­lich ist und nicht wie hartfaserige Ballaststoffe direkt ausgeschieden wird; Pektin kann sozusagen länger Dienst tun als andere Ballaststoffe.

Neue Forschungen zum Cholesterinproblem

Die Universitätsklinik von Wien veröffentlichte im Jahr 1991 eine Stu­die über die Wirkung des Apfelpektins auf den Cholesterinspiegel. Sechs Wochen lang wurden Patienten aller Altersgruppen, die einen zu hohen Cholesterinspiegel aufwiesen, mit einem Ballaststoffpräparat aus isoliertem Apfelpektin behandelt.

Das Ergebnis: Das gute Cholesterin, das HDL-Cholesterin, erhöhte sich leicht, wohingegen das schlechte Cholesterin, das LDL-Cholesterin, das für Adernverkalkung und trägen Blutfluss verantwortlich ist, um bis zu 30 Prozent zurückging.