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Was tun bei chro­nischer Hepatitis?

Eine Hepatitis der Erreger B  und C, fraglich auch G kann chronisch werden. Auch hoher Alkoholkonsum, Medikamente und Störungen des Immun­systems können zu chronischen Leberentzün­dungen führen.

Die Behandlung einer chronischen Hepatitis hängt von den Ursachen ab. Ist sie auf eine Überreaktion des Immunsystems zurückzuführen, so dass körpereigenes Lebergewebe zerstört wird, muss das Immunsystem mit­tels kortisonähnlicher Substanzen beruhigt werden, um den chronischen Entzündungszustand zum Abklingen zu bringen. Sonst droht eine Leberzirrhose.

Bei chronischer Virushepatitis dürfen keine Korti­sonpräparate eingenommen werden, hier helfen oft kör­pereigene Botenstoffe (Interferon Alpha). Bei chro­nischer Virushepatitis wird vermutet, dass die Betroffe­nen nicht ausreichend eigene Botenstoffe ausschütten, um die Viren zu eliminieren.

Vorsicht Nebenwirkungen!

Leider kann es bei der Einnahme von Kortisonpräpara­ten auch zu unerwünschten Nebenwirkungen kom­men: etwa zu Blutzuckererhöhung, Neigung zu ver­mehrtem Fettansatz und bei zu hoher Dosierung sogar Knochenentkalkung. Doch unter der Kortisonbehand­lung geht die Gelbsucht zum Glück oft relativ rasch zurück. Dann kann von der anfänglich gewählten höhe­ren Dosierung rasch auf eine nebenwirkungsfreie Dosis zurückgegangen werden. Diese muss der Patient dann aber über einen langen Zeitraum, wenn nicht für Jahre, einnehmen.

Bei einigen Patienten wird aufgrund von Nebenwir­kungen die Einnahme von Kortisonderivaten kritisch. Hier besteht die Möglichkeit, mit geringeren Kortison­dosen auszukommen, indem zusätzlich immunsuppressiv (das heißt abwehrunterdrückend) wirkende Medika­mente gegeben werden.

Manche Patienten tragen das Hepatitis-B-oder C-Virus ein Leben Sang in sich!

Vermutlich ist 1 % unserer Bevölkerung einmal mit dem Hepatitis-B-oder-C-Virus in Kontakt gekommen, ohne es völlig aus dem Körper zu entfernen. Häufig ist der Kon­takt mit dem Hepatitis-B- oder C-Virus nicht mit einer bemerkten Erkrankung einhergegangen, und es wurde nur zufällig entdeckt, dass der Betreffende Virusträger ist. Insgesamt fühlen diese Patienten sich nicht krank. Sie sind völlig leistungsfähig und brauchen auch keine Bedenken zu haben, dass ihre Leber irgendwann dauer­haft geschädigt wird.

Berechtigte Sorgen aber werden diese Personen haben, dass sie die Erkrankung auf Familienmitglieder übertragen können. Sie sollten sich damit an ihren be­handelnden Arzt wenden. Dieser wird raten können, wie sich ein Hepatitis-B-Virusträger davor schützen kann, dass er den Krankheitserreger weiter überträgt (zum Beispiel durch „safer sex“). Häufig wird eine aktive Imp­fung sinnvoll sein, wenn Intimpartner und enge Fami­lienangehörige noch keinen Immunschutz gegen Hepa­titis B haben. Bei der Hepatitis C gibt es keine verbindlichen Emp­fehlungen, da ein hohes Übertragungsrisiko durch Intimkontakt noch nicht bekannt ist.

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