Artikelmagazin

alles was Sie wissen wollen

Welcher Arzt ist bei einer Pilzinfektion der richtige?

Der erste Ansprechpartner sollte auf jeden Fall Ihr Hausarzt sein, weil er Sie am besten kennt. Lei­den Sie aber ganz offensichtlich an einem Hautpilz, dann sind Sie sicher von Anfang an bei einem Hautarzt am besten aufgehoben. Für ihn sind auch schwierige Diagnosen und eine angemessene Behandlung kein Pro­blem. Hauterkrankungen richtig zu erkennen, einzu­schätzen und entsprechend zu behandeln ist mit Sicher­heit nicht die Aufgabe von Nicht-Dermatologen. Ein ver­antwortlicher Hausarzt, wenn er sich nicht gerade auf Pilzerkrankungen spezialisiert hat, wird Sie auch umge­hend zum Hautarzt schicken.

Das Problem mit inneren Mykosen

Besteht der Verdacht auf eine innere Mykose, sollten Sie mit Ihrem Arzt darüber sprechen und sich möglicher­weise an einen Gastroenterologen überweisen lassen. Diese Spezialisten für den Magen-Darm-Trakt haben na­turgemäß eine besonders große Erfahrung mit inneren Pilzerkrankungen. Vor allem verfügen sie über entspre­chende Untersuchungsmethoden, um eine Pilzerkran­kung des Darms zweifelsfrei festzustellen. Eine Stuhlun­tersuchung wird in der Regel für eine Diagnose reichen. Möglich ist aber auch eine endoskopische Untersuchung des Darms (Koloskopie), mit der natürlich auch andere mögliche Darmerkrankungen festgestellt oder ausge­schlossen werden können.

Bei Verdacht auf eine innere Mykose können Sie mit Ihrem Hausarzt aber auch Probleme bekommen, weil er die Gefahr innerer Mykosen gering einschätzt. Es gibt unter den Medizinern zwei Lager: Die einen schätzen die Gefährdung der Gesundheit durch Pilze als sehr hoch ein, manchmal vielleicht auch zu hoch, die ande­ren wiederum schließen den Verdacht auf eine Pilzin­fektion von vornherein so stark aus, dass sie jedwede Untersuchungen in dieser Richtung ablehen. Sollte ein Arzt sich weigern, mit Ihnen auch nur darüber zu reden oder Blut- und Stuhlproben für eine Laboruntersuchung zu nehmen, sollten Sie sich nicht abwimmeln lassen. Es gibt Selbsthilfegruppen und Informationsstellen, bei de­nen Sie sich neuen Rat holen können.

Warum wollen manche Ärzte von Pilzen nichts wissen?

Leider ist die Fachwelt im Hinblick auf Pilzerkrankun­gen nicht einer Meinung. Führende Mykologen bekla­gen, dass die Ausbildung der Mediziner bisher zu wenig berücksichtigt, was man inzwischen über Pilze weiß. Sie sind natürlich spezialisiert und möchten, dass ihr Wissen auch anerkannt wird.

Einige Ärzte übertreiben die Bedeutung von Pilzen und sehen schon eine alles umfassende Pilzinvasion, mit der sich beinahe jede zweite Krankheit erklären lässt. Andere verweisen darauf, dass Pilze praktisch überall Vorkommen, und spielen die Tatsache herunter, dass sie sich krankhaft vermehren können. Wie bei einem Glaubenskrieg haben beide Seiten recht und auch wieder nicht. Immerhin sterben in Deutschland jedes Jahr rund 10 000 Menschen an Pil­zen. Das ist nicht „normal”, das ist ein Problem.

Bevor Sie zwischen die Mühlsteine einer wissen­schaftlichen Debatte geraten, die Ihnen nicht im minde­sten hilft, sollten Sie lieber zu einem Arzt gehen, der die Zusatzbezeichnung „Arzt für Naturheilkunde” führt. Manche Patienten ziehen auch einen Besuch beim Heilpraktiker in Erwägung. Dies muss nicht unbedingt eine schlechte Lösung sein, weil sich gerade Pilze mit „natürlichen” Mitteln vertreiben lassen, zum Beispiel mit einer Ernährungsumstellung. Pilze im Körper – Krank ohne Grund?: Pilzinfektionen erkennen und heilen, durch gesunde Ernährung vorbeugen: Krank ohne Grund? Pilzinfektionen … Rezepte für die Heildiät gegen Pilze

 

Kommentarfunktion ist deaktiviert

Copyright © 2017 by: ArtikelmagazinImpressum • Lizenz: Creative Commons BY-NC-SA.