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Wie behandelt man Fettleber und Leberzirrhose?

Wenn man sie rechtzeitig er­kennt und richtig behandelt, bildet die Fettleber sich rasch zurück. Eine alkoholbedingte Fettleber aller­dings entwickelt sich früher oder später zur Zirrhose, wenn der Patient nicht konsequent auf Alkohol verzichtet.

Die Fettleber selbst lässt sich medikamentös nicht be­handeln. Deshalb zielt die Therapie auf die Beseitigung der Ursachen. Bei toxisch (das heißt durch Alkohol und Überernährung) bedingter Fettleber bilden sich die Fetteinlagerungen nach Weglassen des Giftes rasch zu­rück und hinterlassen keine dauerhaften Schäden an der Leber.

Am wichtigsten ist absoluter Verzicht auf Alkohol

Setzt der Patient seinen übermäßigen Alkoholkonsum jedoch fort, so kommt es zur Ausbildung einer Leber­zirrhose, bei der Leberzellen absterben und die Leber sich vermehrt mit Bindegewebe durchsetzt. Der Körper versucht, die normalen Leberzellen durch Bildung von knotenförmigen Zellwucherungen (Regeneratknoten) auszugleichen. Bei der Leberspiegelung lässt sich das erkennen: Das Organ sieht dann nicht mehr glatt und glänzend aus, wie unter normalen Bedingungen, son­dern ist fein oder grob gehöckert mit dazwischen­liegenden, eingezogenen Bindegewebszonen. Dieser krankhafte Zustand lässt sich nicht wieder rückgängig machen.

Deshalb ist auch die Behandlung der Leberzirrhose auf die Ursachen gerichtet: Man versucht, zu verhin­dern, dass die Zirrhose weiter fortschreitet. Ist sie durch Alkohol entstanden, so darf der Patient künftig keinen Tropfen mehr trinken; dann kommt die Erkrankung aber relativ rasch zum Stillstand, und die Lebenserwar­tung des Patienten entspricht in etwa derjenigen ande­ren Menschen.

Die Behandlung der Zirrhose zielt stets auf die Ursachen

Hat sich eine Leberzirrhose aufgrund einer Störung im Kupfer- oder Eisenstoffwechsel gebildet (Wilsonsche Er­krankung beziehungsweise Hämochromatose), so müs­sen Maßnahmen ergriffen werden, diese übermäßig im Körper abgelagerten Stoffe zu entfernen und Nahrungs­mittel mit hohem Gehalt an diesen Mineralien zu mei­den. Es können Medikamente gegeben werden, die eine vermehrte Ausscheidung entweder von Kupfer oder Eisen bewirken. Bei der Eisenspeicherkrankheit (Hämo­chromatose) werden jedoch bevorzugt häufige Ader­lässe (Blutentnahmen aus einer Vene) durchgeführt. Mit dieser Behandlung lassen sich durchaus befriedigende Erfolge erzielen.

Ist die Zirrhose durch eine Erkrankung der Gallen­blase oder -wege entstanden (der Arzt spricht in sol­chen Fällen von biliärer Zirrhose), so muss diese ursäch­liche Erkrankung behandelt werden, um das Fortschrei­ten der Zirrhose aufzuhalten – häufig durch Operation. Davon wird auf den nächsten Seiten, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen des Gallensystems geht, noch die Rede sein.

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