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Wie entstehen Gallensteine?

Erkrankungen der Gallenwege sind relativ häufig. Meist führen sie zur Bildung von Gallensteinen oder sind die Folge davon. Viele Menschen haben „Steine” und spüren nichts davon. Andere werden durch Koliken (heftige, krampfartige Schmerzen) an ihre Krankheit erinnert. Eine kranke Galle sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden, denn sie kann auch Leber und Bauchspeicheldrüse in Mitleidenschaft ziehen. Eine der häufigsten Erkrankungen sind Gallensteine.

Sie treten dann auf, wenn durch fehlerhafte Zusam­mensetzung der Gallenflüssigkeit die Löslichkeit einzel­ner Stoffe, insbesondere des Cholesterins, nicht mehr gewährleistet ist. Diese Stoffe kristallisieren dann aus, und immer neue sich einlagernde Kristalle formen lang­sam einen Stein in der Gallenblase.

Nicht immer merkt man, dass man Gallensteine hat

Sind die Steine noch klein, so besteht die Möglichkeit, dass sie durch den Gallengang in den Darm wandern und mit dem Stuhl ausgeschieden werden. Da diese Steine aber meistens nicht glatt gerundet sind, sondern scharfe Ecken und Kanten haben, wird durch den Stein­durchtritt die Gallengangsmündung leicht verletzt. Diese Verletzung heilt bei einmaligem Durchtritt meist folgenfrei ab; wenn so etwas häufiger vorkommt, kann es jedoch zu Vernarbungen kommen, welche die Öff­nung einengen. Dadurch staut sich Gallenflüssigkeit auf, was wiederum zu weiterer Steinbildung führt.[amazon asin=3830439202&template=thumbnail]

Viele Steine bestehen aus Cholesterin

Gallensteine können aus verschiedenen Substanzen be­stehen. Häufig kristallisiert Cholesterin zu einem Stein aus. Gallensteine auf Cholesterinbasis treten gehäuft bei Patienten um das 50. Lebensjahr auf, wobei Frauen dop­pelt bis fünfmal so häufig erkranken wie Männer. Wir wissen heute, dass eine erbliche Komponente für die Cholesterinsteinbildung mitverantwortlich ist. Solche Patienten haben nämlich einen Mangel an einer be­stimmten für die Cholesterinlöslichkeit verantwort­lichen Gallensäure, der Chenodesoxycholsäure. Durch diesen Mangel kann ausgeschiedenes Cholesterin nicht mehr ausreichend gelöst werden. Nehmen solche Patien­ten zusätzlich nun auch noch cholesterinreiche Nah­rung zu sich, leistet das der Steinbildung Vorschub.

Es gibt aber auch Steine, die zusätzlich kalkhaltiges Material enthalten, und Steine, die aus Bilirubin (dem Gallenfarbstoff, der durch den Zerfall gealterter roter Blutkörperchen entsteht) zusammengesetzt sind.

Ein äußerst schmerzhaftes Leiden: die Gallenkolik

Haben sich Steine in der Gallenblase gebildet, so müs­sen sie nicht unbedingt zu Beschwerden führen. In vie­len Fällen merkt der Patient gar nicht, dass er Steinträger ist, und es erstaunt ihn, wenn der Stein anlässlich einer Untersuchung aus anderen Gründen zufällig entdeckt wird. In anderen Fällen wird der Patient aber durch den typischen „Steinschmerz“, die Kolik, auf sein Leiden auf­merksam. Dieser wellenförmig auftretende, in den Rücken ausstrahlende Oberbauchschmerz entsteht dadurch, dass die Gallenblase sich krampfartig zusammenzieht,

 

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